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baren Elementes Wasser geführt würden. Schöne Aussichten!
Streiflichter zur politischen Gegenwart: Der bisherige tschechische Staatspräsident und EU-Skeptiker Vaclav Klaus ist mit äußerst knapper Mehrheit für dieses Amt wiedergewählt worden. Damit ist das Beharren auf der weiteren Gültigkeit der Unrechtsdekrete des Deutschenhassers Eduard Benesch als angeblich tragende Stützen des Rechtssystems (!) der ČR auch von höchster staatlicher Autorität abgesegnet und in Zukunft gewährleistet. Quod erat exspectandum! (Wer hätte auch etwas anderes erwartet.)
Mit Verwunderung, ja mit Befremden, mußten wir Heimatvertriebenen zur Kenntnis nehmen, daß die sudetendeutsche sozialdemokratisch-orientierte Seliger-Gemeinde im Oktober 2007 in Brannenburg ihren Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis diesmal dem Vorsitzenden der tschechischen SDP und ehemaligen Ministerpräsidenten Jiři Paroubek für die Anerkennung antifaschistischen Widerstandes in der ersten Republik (ČSR) verliehen hat. (Die Seliger-Gemeinde ist nach dem ersten Vorsitzenden der Deutschen-Sozialdemokratischen-Arbeiter-Partei der ČSR, abgek. DSAP, Josef Seliger, benannt. Anm. d. Red.)
Doch der hofierenden „Freundlichkeiten" noch nicht genug! Anfang Jänner 2008 erhielt der tschechische Kanzleramtsminister Cyril Svoboda das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Geehrte habe sich in seinem Einsatz für die friedliche Zusammenarbeit in Europa und im internationalen Rahmen sowie durch seine beharrliche Arbeit für eine weitere Verbesserung des deutsch-tschechischen Verhältnisses um Deutschland verdient gemacht. Kein Kommentar? Doch! Eine Frage vor allem drängt sich jedem geradlinig denkenden Vertriebenen bei solchen, einer Versöhnung gewidmeten, aber bisher stets einseitigen Aktivitäten immer auf. Sie hätte vor der Ordensverleihung lauten müssen: „Sind Sie, Herr Paroubek und Herr Svoboda, nach wie vor der Meinung, daß wir Deutschen zu Recht enteignet, mißhandelt und aus unserer angestammten Heimat in Böhmen vertrieben worden sind?"
Liebe Heimatfreunde! Man fragt sich manchmal, ob es noch Sinn macht und wert ist, das uns seinerzeit angetane Unrecht weiter anzuprangern, zumal in diesem kleinen, bescheidenen Rahmen. Wer hört uns noch, wenn wir unseren Anliegen Nachdruck verleihen wollen? Dennoch widerstrebt es uns aufrichtigen Egerländern, Resignation anzudeuten und dem Aufgeben das Wort zu reden. Mit „Tum spiro, spero" machten sich schon die alten Römer Mut, wenn sie nicht mehr weiter wußten: Solange ich atme, gebe ich die Hoffnung nicht auf.
Euch, meinen Landsleuten, wünsche ich Gesundheit und Wohlergehen, den Kranken Kraft zur Genesung, uns, soweit möglich, auch heuer ein frohes Wiedersehen, ob zu Pfingsten in Nürnberg oder Anfang September in der Patenstadt, und allen eine gute, gesegnete Zeit.
In heimatlicher Verbundenheit grüßt mit einem herzlichen „Servus!"
Euer Landsmann Franz Pöttig
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## Heimatverbunden, nachdenklich
Es gibt sie noch: Landsleute, die schon seit Jahrzehnten an jedem Pfingstsonntag unverdrossen und „in Treue fest" zum Sudetendeutschen Tag fahren, der derzeit wechselweise in Augsburg und Nürnberg stattfindet. Teilnehmer berichten immer wieder, daß der Charakter dieses großen Treffens von Gleichgesinnten einer Volksgruppe, der Aufenthalt unter den zahlreichen Landsleuten, wenn auch nur für einige Stunden, die freudigen Begrüßungen und Begegnungen mit alten Freunden und Bekannten, das heimatlich dargebotene Brauchtum, die heitere, gelöste Stimmung und die verschiedenen, jedesmal wieder neuen Eindrücke die Besucher in ihren Bann ziehen und zu einem besonderen Erleben führen, das noch lange nachwirkt und die Gedanken beschäftigt. Diese einzigartige Großveranstaltung der heimatvertriebenen Sudetendeutschen und ihre Teilnehmer, die
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über 60 Jahre nach dem grauenvollen Geschehen weder Mühen noch Wege scheuen, verdienen Beachtung und Bewunderung!
Leider nehmen die Medien (Fernsehen und Tagespresse) im eigenen Land bewußt davon immer weniger Notiz. Die friedliche Demonstration einer mißhandelten, deutschen Volksgruppe für Heimat und Recht seit über 50 Jahren – der erste Sudetendeutsche Tag fand 1950 in Kempten/Allgäu statt – wird politisch nicht mehr für opportun und im gehätschelten Verhältnis zur Tschechischen Republik und ihrer uneinsichtigen Führung als störend erachtet.
Es ist nur zu offenkundig, daß andere, ebenfalls vom Verbrechen der Zwangsaussiedlung Betroffene sich inzwischen zurückgezogen, resigniert aufgegeben und offenbar das Interesse an einer Gemeinsamkeit verloren haben. Sie bleiben seit Jahren schon dem Treffen fern. Diese Verweigerung ist zu bedauern. Sie läßt sich mit dem wachsenden zeitlichen Abstand zur Vertreibung nur vordergründig erklären und stimmt nachdenklich. „Dåu trifft ma jå eh nöimats (mäiha)", ist wohl eine allzu billige Ausrede. Natürlich, wenn nur noch Wenige kommen! Ist bewußtes Abstandhalten Ausdruck gelungener Anpassung (Integration) in deutschen Landen, in einem Umfeld, wo jeder ein neues Zuhause gefunden hat? Hat sich die Bindung, das Gefühl der Zugehörigkeit gelockert, gelöst? Woran mag es liegen, daß man noch an seine Herkunft denkt, aber die Solidarität vermissen läßt? Sollen Rückzug in die Passivität und Verharren in ihr das Vergessen des Unrechts und den Verzicht auf gerechte Lösung bedeuten? Warum also nicht Flagge zeigen?! Fragen über Fragen, auf die jeder selbst die Antwort finden muß.
Natürlich ist nicht zu verkennen: Die Zahl der Teilnehmer ist mit der Zeit kleiner geworden. Viele Landsleute haben in der Fremde bereits ihre letzte Ruhe gefunden. Auch die Zahl derer, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr reisen können, aber mit dem Herzen dabei sind, ist sicherlich nicht unbedeutend. Andererseits ist zu beobachten, daß sich vermehrt Jüngere aus dem Kreis der Nachkommen beteiligen; ihr Kommen ist als Zeichen der Hoffnung und Zuversicht zu werten.
Es ist unserer Aufmerksamkeit nicht entgangen, daß auf tschechischer Seite zunehmend junge Leute kritische Fragen zur neueren Geschichte und zu deren (falschen) Darstellung aufwerfen. Sie fragen nach, auch nach uns, den früheren deutschen Bewohnern, und nach der Wahrheit. Wird sie vielleicht doch einmal siegen? Pravda vitězi! – Es hat den Anschein, als ob bei den Tschechen, wenn auch sehr spät, die Erkenntnis um sich greift, daß die im blinden Wahn des Nationalismus erzwungene Vertreibung ihrer deutsch-böhmischen Mitbürger letztendlich ihrem eigenen Staat schwer geschadet hat.
Landsleute! Die Teilnahme am Sudetendeutschen Tag zeugt von heimatlicher Verbundenheit, bedeutet Auftreten gegen begangenes Unrecht. Das Kapitel „Vertreibung" ist noch nicht zu Ende geschrieben.
Franz Pöttig
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## Zum Muttertag
Danke Mutter, für das Leben,
für die Lieb', die uns gehört,
danke, Mutter, für das Geben,
für dein Sein auf dieser Erd'.
Könnten wir dich ewig halten,
immerzu auf dieser Welt,
du würdest sie so schön gestalten,
daß kein Schatten auf sie fällt.
Laßt uns auch dem Herrgott danken,
einfach, daß es Mütter gibt,
niemand wird im Leben wanken,
wenn ihn seine Mutter liebt.
Verfasser unbekannt
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