Schlaggenwälder Heimatbrief — duben / květen 2011
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Milí krajané!

## Liebe Landsleute!
Wenn dieser Heimatbote zu Euch ins Haus kommt, ist es – zumindest nach dem Kalender – Frühling geworden. Nun können wir wieder aufatmen, haben uns doch die vergangenen trüben, auch nebelverhangenen Wochen, gepaart mit Kälte und Glatteis, oft arg zu schaffen gemacht. Und die gute Schneeschaufel gehörte in vielen Gegenden des Landes, auch bei weniger rüstigen Rentnern, immer wieder zum täglichen Handwerkszeug!
Sollte jemand Winterschlaf gehalten haben – an manch „rauhmutzigem" Jännertag, an dem es gar nicht recht hell werden wollte, fände ich diese Absicht durchaus verständlich –, für den wäre es jetzt langsam an der Zeit, wieder wach zu werden, mag doch der Lenz keine verschlafenen Gesichter. Wir Älteren haben ja das Werden, Wachsen und Gedeihen in der erwachenden Natur schon oft erlebt, aber es ist doch immer ein wundervolles Innewerden, wenn aus scheinbar totem Geäst aufs neue junges Grün sprießt. Wie wird einem wohl ums Herz, wenn man sich an warmen Sonnenstrahlen, am munteren Gezwitscher der Vögel und an den ersten bunten Blumen erfreuen darf! Da wir altersmäßig schon etwas fortgeschritten (!) sind, weiß wohl niemand, wie oft uns so ein erstaunliches Frühlingserwachen noch vergönnt ist. Da könnte Wehmut aufkommen!
Vor uns liegt der launenhafte April, der wegen seiner wechselhaften Witterung „auch seine Mucken hat". Erst gegen Ende des Monats feiern wir Ostern, das älteste christliche Fest. Zum Gedenken an Christi Leiden und seine Auferstehung begehen wir in besinnlicher Trauer den Karfreitag und mit freudiger Gewißheit das Osterfest.
Im Mai, dem „Wonnemonat", denken wir am zweiten Sonntag (8.5.) an das aufopfernde Leben und segensreiche Wirken unserer lieben Mütter.
Meinen Heimatfreunden danke ich auf diesem Wege herzlich für ihre lieben Glück- und Segenswünsche, für ihre aufrichtigen Zeichen inniger Verbundenheit zu meinem „runden" Geburtstag sowie für die Anerkennung meiner Tätigkeit! Gerne hätte ich mich bei jedem persönlich bedankt, aber es ist uns aufgegeben, so weit voneinander entfernt zu leben. Ich bitte um Verständnis, wenn ich nicht auf alle Zuschriften antworten kann.
Wenn mir der Allmächtige die Kraft gibt, werde ich auch weiterhin für die heimatliche Gemeinschaft tätig sein.
Allen meinen Landsleuten in nah und fern, wo auch immer sie eine feste Bleibe gefunden haben, wünsche ich ein friedvolles und gesegnetes Osterfest und eine gute Zeit.
Mit heimatlichem Gruß Euer Landsmann Franz Pöttig

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Velikonoční pozdrav

## Ostergruß
Die Patenstadt Auerbach i.d.Opf. grüßt alle Landsleute aus dem ehemaligen Kirchsprengel Schlaggenwald im Egerland, wünscht ihnen an Ostern frohe Feiertage und lädt sie zum Besuch des Bürgerfestes am 9./10. Juli 2011 recht herzlich ein, das wieder eine willkommene Gelegenheit für eine Zusammenkunft bietet.
Joachim Neuß, Erster Bürgermeister

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Kalendárium

## Kalendarisches
Im April – Ostermond:
1.4. (Fr) Scherzhafter Tag!
17.4. (So) Palmsonntag
18.4. (Mo) Beginn der Karwoche
21.4. (Do) Gründonnerstag
22.4. (Fr) Karfreitag
23.4. (Sa) Karsamstag
24.4. (So) Ostersonntag, Hochfest der Auferstehung Christi
25.4. (Mo) Ostermontag
30.4. (Sa) Walpurgisnacht, Freinacht
April windig und trocken, läßt alles Wachstum stocken.
Baust mich im April, komm' ich, wann ich will;
baust mich im Mai, so komme ich glei(ch.

Im Mai – Wonnemond:
1.5. (So) Maifeiertag, Weißer Sonntag, Fest Patrona Bavariae
8.5. (So) Muttertag
12.5. (Do) bis 15.5. (So): Tage der Eisheiligen Pankraz, Servaz, Bonifaz und kalte Sophie
16.5. (Mo) St. Nepomukstag, Brückenheiliger
Am Tag des hl. Florian (4.5.) es immer nochmals schneien kann.
Wenn's an Pankraz gefriert, wird im Garten viel ruiniert.
Die erste Liebe und der Mai gehen selten ohne Frost vorbei.

Velikonoce doma

## Ostern daheim
Vor der Freude über die Auferstehung Jesu Christi, vor dem frohen Osterfest, lagen die Fastenzeit und die Karwoche zum Gedenken an sein Leiden und Sterben.
Leer und abgeräumt stand zur Trauer seit Gründonnerstag in der Kirche der Altar, die Orgel schwieg und die Glocken verstummten, die mit ihrem Geläut morgens, mittags und abends die Gläubigen mahnten, den „Engel des Herrn" zu beten. An ihre Stelle traten die Buben mit Ratschen und Rumpelkästen und übernahmen mit ihrem lauten „Stakkato" diesen Dienst bis zum Karsamstag.
Im Jahre 1938 war der Verfasser dieser Zeilen zehn Lenze alt und groß genug, den Anforderungen dafür zu genügen. In den Jahren vorher ließ der Besitz einer kleinen Jahrmarktratsche eine Teilnahme nicht zu. Günstig für die Aufnahme in den Kreis der Ratschenbuben wirkten sich eine gewisse Selbständigkeit beim Nasenputzen und ein deutlich erkennbares Durchsetzungsvermögen mit dem Mundwerk und beim Raufen aus. Der Bewerber mußte auch Rüpeleien innerhalb der Mannschaft mit zusammengebissenen Zähnen und ohne Tränen ertragen können. Letztendlich aber gab der Besitz eines Rumpelkastens den

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