[obr] Schlaggenwald, Zehentplatz.
Franz Köhler, Frächter, der abgebaute Schleifwagen deutet darauf hin. Ein Stück des Vorplatzes ist mit Kopfsteinpflaster belegt, das kleine Areal eignete sich bestens für das Kugelspiel „Uaradln"! Dahinter zweigt der Weg zur Sackgasse und zum Fußlplatz ab. Neben dem Masten sind im Hintergrund ein paar Häuser der Kirchstaffel auszumachen. Vor dem nächsten Anwesen Nr. 302 Ruppert Josef, Drechsler, sieht man einen hohen Staketenzaun und die Plakattafel für Verlautbarungen der Stadtgemeinde. Nach der Einmündung des Schimmergaßls das vorspringende Haus Nr. 301 Meixner Franz, Konditor; dahinter ragt das hohe Satteldach des Gasthauses „Zum Egerländer", Hs-Nr. 300, Franz und Anna Dietrich, heraus, das links noch vom Pflughaus Nr. 497 übertroffen wird. Damit sind wir auf der Hauptstraße angelangt: In Bildmitte Hs-Nr. 208, Josef und Therese Häuser, rechts daneben Hs-Nr. 209 Häuser Hermann, Kolonialwarenhandlung. Dahinter sieht man die Dächer von Gebäuden in der Bräuhausgasse. Rechts in der Mitte steht im Vordergrund Hs-Nr. 508 Fischer Marie; das markante Haus trägt ein aufwendig gebautes zweistufiges Krüppelwalmdach. Nach rechts (verdeckt) zweigt der Fahrweg zur Hauptstraße, Malzmühle und Brauerei ab. Am rechten Bildrand befindet sich Hs-Nr. 330, Krautzberger Theresia, das Dach ist noch mit Holzschindeln gedeckt (später mit Eternit-Platten). Über diese Häusergruppen erheben sich am Rücken des Glockenberges die Dechantei, die St.-Georgs-Kirche und der Glockenturm. Die Bäume zu ihren Füßen sind noch von niedrigem Wuchs, ganz im Gegensatz zu heute, da sie nicht nur um den Friedhof, sondern im gesamten Stadtbild eine beherrschende Rolle spielen. Die Natur ist allerorten auf dem Vormarsch!
Das Foto ist in Kopie von etwas minderer Qualität. Unsere Lmn. Marianne Lugner (Turba), Forchheim/Ofr., stellte es zur Verfügung.
F.P.
## A wing woos zan Schmunzln ...
A Wei(b w(üll si scheidn låua. Da Advokat fräigt sa vawaa. Die Person räsoniat: „Seit mei Mua in Rente is, sitzt a an gånzn Toogh nua rim. Wenn i soogh, er soll woos tou: da Wåssahåhn troppt, as Gårntürl quietscht, as Groos is zan Mahn ..., dånn brummt a bloß: Dees måch i murgn. Riad i dagegn, daß dees ålls murgn aah niat firtigh wiad, dåu nickt a nua u maant: Du håst schu recht, måchmas hålt nächsta Woch."
Da Ånwålt schittlt an Kuap: „Deswegn leßt ma sich doch niat scheidn!" – Sie: „Owa öitza kinnts! Stelln Sa sich vüa, Herr Advokat: Ich ho ma a Schöiheitsoperation måchn låua. Woos glaubmS, woos der gemeine Ka(rl gmåcht håut? Er håut die Rechnung bei da Steia åls 'Åltbausanierung' uagebm!"
Kinnt a Mua ins Lokal u röift: „Schnell an Schnåps, owa an doppltn, bevua da gråußa Krach uagäiht!" – Er kippt nan nunta u sågt: „Nuch aan, bevua da gråußa Krach låusgäiht!" – Nåuchn fünftn Glasl fräigt da Wiat sein Gåst: „Woos soll an dees füa a Krach sei(n?" – Der drauf: „Ich kua niat zohln ..."
Da Håns sitzt in da Wiatschåft u schaut traurigh af sei(n Böia. Dåu kinnt a gråußa Ka(rl, a richtigha Köllwouz, ba da Tüa rei(n, haut an Håns af d'Schulta u trinkt dian sei(n Böia as. Dea is davou sua daschrockn, daß a kaa Würtl rausbringt u zan Zittarn uafängt. Da ånnara plärrt låus, ea soll sich doch niat sua uastölln wegha dian wing Böia. Da Håns håut sich wieda dafånga u legt låus: „Öitza paß amål af! Vuagestarn håut mi mei Wei(b valåssn, die Wohnung asgramt u as gånza Geld mitgnumma. Gestarn ho i mei Stöllung valåuarn. Ich wollt nimma lebm, hob mi afs Gleis glegt – 's is owa kaa Zugh kumma! Wollt mi aufhänga, is da Strieck grissn! Wollt mi daschöißn, håut da Revolva Lådehemmung! U heint kaffama van letztn Geld a Böia, tou a Gieft nei – dåu kinnst du olwara Daaml u saffst mas weegh!"
## Jugendliche Vierergruppe
[obr] Schlaggenwalder 1938/39 üben Gesellichkeit.
Junge Leute pflegten auch bei uns gerne die Gesellichkeit. So stand das Erlernen von Tänzen hoch im Kurs. Man übte zusammen auch in kleinen Gruppen, um bei den großen Veranstaltungen, z.B. bei Faschingsbällen, möglichst zu glänzen und in Form zu sein. Das Foto weckt Erinnerungen. Die Personen, stehend v.l.: Hermine Richter, Erwin Neubauer (Obere Gasse), Anna Pöttig (Leßnitzgasse/Hub); sitzend: Franz Hofmann (Ob. Gasse). Das Bild entstand 1938/39, Lmn. Anna Wölfel (Pöttig), Kümmersbruck, stellte es zur Verfügung.
## Neues aus der alten Heimat
Die oftmals von Besuchern beklagten überhöhten Preise für Ausländer in der CR gibt es noch immer. Entschieden wird offensichtlich nur nach der Sprache der Touristen. Beispiel: Besichtigung des Zizkover Fernsehturms in Prag. Tschechen zahlen 60 Kronen (2 €), Ausländer 150 Kronen (5 €). Das Einschreiten der Behörden blieb bisher ohne Erfolg.
Der tschechische Zoll warnt vor dem Kauf von gepantschten alkoholischen Produkten, die nicht rein und mit gefälschten Eti-
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