Z dějin cínového hornictví v revíru Horní Slavkov–Krásno v 16. století
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Evropský obchod s cínem, pokusy o monopol a odbytiště slavkovského cínu

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von Marienbad (Mariánské lázně)
mann Conrad Maier, der vielleicht im Interesse des Hauses der Fugger handelte, verpachtet wurde. In den 4 Vertragsjahren wurden ihm nach Augsburg allein aus dem Bergbaurevier Schlaggenwald-Schönfeld 25 904 Zentner Zinn geliefert. Die königliche böhmische Kammer gewann damals nur aus dem Unterschied des Aufkaufs- und Verkaufspreises einen Reingewinn von 173 690 Gulden. Diese Angabe deutet überzeugend an, wie ertragreich der Zinnhandel war. Die dauernde Konkurrenz zwischen dem sächsischen und böhmischen Zinn veranlaßte im Jahre 1569 Kaiser Maximilian II., dem sächsischen Kurfürsten den Aufbau eines gemeinsamen zwischenstaatlichen Kartells für den Zinnhandel, mit fest bestimmten Preisen, vorzuschlagen, der nach Nürnberg orientiert sein sollte37. Aber auch diesen Vorschlag konnte man wegen der Passivität und dem ausdrücklichen Widerstand der böhmischen und sächsischen Gewerken nicht verwirklichen. Der Handel mit diesem Metall blieb auch weiterhin im Gebiet der freien Konkurrenz.

Seit den sechziger Jahren des 16. Jahrhunderts geriet infolge der permanent ansteigenden Preise in der Periode der erwähnten Preisrevolution die westeuropäische Wirtschaft und die böhmische als ihr Bestandteil in eine immerwährend sich vertiefende Krise. Der Ausbruch des Bürgerkrieges in Frankreich im Jahre 1562 und die Kämpfe um die Selbständigkeit der Niederlande seit 1567 verschlechterten die Aussichten auf den Absatz des Zinns und unterwarfen seine Preise heftigen Schwankungen. Im Jahre 1573 erreichte die Krise ihren Höhepunkt, denn auch die letzten Nürnberger Abnehmer hörten auf, Anzahlungsgelder für Zinn zu senden. In den folgenden Jahren beruhigte sich zwar die ökonomische Lage ein wenig, aber die ursprüngliche Schlaggenwalder Produktion aus den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts wurde niemals mehr erreicht38. Ein bestimmter Ersatz für die verlorenen westeuropäischen Abnahmegebiete war die Expedierung eines wesentlichen Teils der böhmischen Zinnproduktion nach Wien zur Erzeugung von Kriegsmaterial, dessen Verbrauch mit der Annäherung der türkischen Armeen zum Mittelpunkt Europas immerwährend stieg. Außer dem Wiener Arsenal wurden auch die Armeekorps in Ungarn und die Ausrüstungsstationen in Tirol ausschließlich aus Schlaggenwald und Schönfeld vorzugsweise versorgt39.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verbrauchten auch die einheimischen Zinngießer-Werkstätten einen bedeutenden Teil der Schlaggenwalder Produktion; denn das Metall gewann infolge seiner Eigenschaften immer mehr an modischer Beliebtheit. Hauptabnehmer war Prag, außer den Zinngießer- und Glockengießer-Werkstätten namentlich die Zinnhütte im Theiner Hof, wo im 16. Jahrhundert italienische Handwerker Tischgerät mit reichem künstlerischem Dekor herstellten. Mit Schlaggenwalder Zinn wurden auch bedeutende Werkstätten in Eger (Cheb), Budweis (České Budějovice), Kuttenberg (Kutná Hora) und weitere Orte in Böhmen und Mähren versorgt40, vor allem Brünn (Brno), Olmütz (Olomouc), Iglau (Jihlava) u. a. Von den hiesigen Lieferungen waren auch die Glockengießer-Werkstätten im benachbarten Schlesien abhängig, insbesondere in Breslau und in einer Reihe polnischer Städte mit entwickelter Zinngießererzeugung, zum Beispiel Krakau, Lemberg, Schweidnitz41. Außerdem war Zinn als Grundmaterial bei einer Reihe weiterer Produktionszweige von Bedeutung, beispielsweise im Buchdruck, bei der Erzeugung von Tischgerät, beim Glasieren von Kochgeschirr und Majolika, beim Emaillieren von Metallprodukten usw. Nach Entdeckung der Eigenschaften von Zinnsalzen wurde dieses Metall auch Rohstoff für die Farbenerzeugung. In den Sammlungen europäischer Museen und pri-

[obr] ▲ Anfang des von 1530 bis 1536 in

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