Streichen nach unterscheidet man eine[?] Mitternachts- und Morgengänge und solche, welche zwischen Mitternacht und Abend fallen. Die Zahl der Gänge in der Revierabtheilung ist nicht unbedeutend. Die Hauptgänge der Grube
Maria Theresia,
welche mir als die bedeutendsten genannt wurden und die ich befahren habe, sind folgende:
1) der Andreas Morgengang, welcher früher einer der mächtigsten Gänge war. In der neuen Zeit sind bei Begründung der Andreasstollenstrecke[?] behufs der Anlage der Grubenmaschinen einige Andreasgangtrümer frisch aufgeschlossen worden, welche mitunter derben Bleiglanz lieferten, deren Abbaumächtigkeit aber den Abbau nicht gelohnt hat.
2) der reiche „Trostner"[?] Gang, welcher nach[?] mehreren Jah-
mittel nach. Es scheint jedoch nur in so fern ein besonderes Interesse erhalten zu haben, weil durch seine Zertrümmerung in W. die vorliegenden Mittelmassen[?] und Nordwestgänge aufgeschlossen wurden. Nach Ueberfahrung des Theresia-Ganges würde man sich jedoch von ihm als der Betrieb einem noch fahrbaren[?] auf ihn stehenden Durchschlag.
2, der Theresia-Gang ist die nordwestliche Fortsetzung des Johannes-Ganges, welcher in früherer Zeit gleichfalls mit dem Andreas-Gang eine bedeutende Rolle spielte und viel Erz lieferte. Die Tiefbaue auf ihm haben 75 Lachter Teufe erreicht. Der eigentliche Theresia-Gang im nordwestlichen Felde zeigte sich schon in nicht bedeutender Teufe auf dem Antonistollen ziemlich edel und lieferte sehr unerhebliche[?] Zufälle, welche bei zunehmender Teufe an Mächtigkeit noch zunehmen. Von allen denen ist aber nur ein Durchschlag vom Ignazi-Gang aus auf dem Andreas-stollen offen, wodurch die Theresiagang mit mächtigen Fech[?]-gängen entsteht. Der gegenwärtige Betrieb beschränkt sich auf den bis her noch heuten[?] Feldortsbetrieb vom Barbara-Trostungsgang[?] gegen Nordwest, um das Mittel von hier und dem Ignazigange aufzuschließen.
3, der Ignazi-Gang ist die Zeit am glücklichsten angegriffen, indem derselbe sowohl auf dem Andreasstollen, als auch dem Antonimittellauf zwischen dem Wenzel- und Karlgang und auf letztem Horizont noch abgebaut wird. Beim Erzmittel sind ebenso abflüssig[?], als die der andern Gänge.
4, der Karl-Gang gehört der neuen Zeit an, in welcher er mit einem Feldort vom Ignazigange aus in S. angefahren wurde, welches mit dem Namen des Leopold-ganges bezeichnet war. Ueber die Beschaffenheit dieser
Gänge ist bloß bekannt, daß sie eine Mächtigkeit bis zu 10' hatten, welche meist aus festem Letten und einigen Schieferstücken bestand und besonders gegen das Liegende zu von vielen Bleiglanzausscheidungen durchschwärmt wird, die sehr schöne Stufzüge[?] lieferten. Im weiteren Absatz gegen S. nimmt die große Gangmächtigkeit bis auf 1' ab. Ob nun in diesem Fortsetzen bloß ein Gang sich befindet oder zwei Gänge sich aneinander gezogen haben, hat der bisherige Aufschluß noch nicht nachgewiesen.
5., Der Stengel[?]-Gang wurde noch in neuer Zeit aufgeschlossen und auf dem Antonistollen und [?]gesenken, mittellauf[?] über dem Erb[?]stollen abgebaut, wobei er ein gleiches Verhalten wie der Kaulgang zeigte. Auch seine Mächtigkeit wächst zu mehreren Klüften an und drückt sich wieder auf einige Zoll zusammen. die Erfüllung ist absätzig, aber mitunter ziemlich bedeutend.
Aus dem Vorgeführten stellt sich heraus, daß der gegenwärtige Betrieb darauf abzielt, die in neuer Zeit aufgefahrenen Gänge weiter nachzuweisen und abzubauen, dann die in W. vorliegenden stark bebauten Mitternachtsgänge abzugrenzen und zu untersuchen.
Wir fuhren auf den in dem Thalabhang der Zwodau angelegten Erb[?]stollen ein. Dieser Stolln war bis zu Uebersehung des Scharfganges[?] mit einem bedeutenden Ansteigen getrieben, da er früher mit als Wasserabführungsstollen benutzt werden sollten, welchem Zweck er auch geraume Zeit erfüllte. In neuerer Zeit ist er aber behufs einer Hundeeisenbahnbenützung vergrößert und die Rösche nachgerissen worden, so daß er jetzt eine ziemlich hübsche Lage hat. Daher kommt es auch, daß bei dem
Kreuz dieses Stollens mit dem Theresiengange ein Gesprenge von 4½
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