Zpráva z cesty po českých hornických revírech roku 1859
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Šachta Einigkeit: vyztužení, odvodňování a těžba

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wurde an den Regulirungsarbeiten des Einigkeitschachtes begonnen, da er seit dem Jahre 1826 einer Gewerkschaft überlassen, ganz unregelmäßige Stöße hatte, schlecht und nothdürftig ausgezimmert und überhaupt nur mit Lebensgefahr zu befahren war. In ihm befanden sich früher 2 Stangenkünste, welche die Tiefbauwasser aus einer Teufe von 100 Lachter unter der Danielstollensohle hoben. Diese Regulirungsarbeiten wurden nebst dem Einbau der Wassersäulenmaschine in 4 Jahren vollendet.

Dieser Schacht ist saiger auf dem Geschiebergang abgeteuft und steht vom Tage herein bis auf 10 Lachter Teufe in Mauerung, weil er soweit von völligem Haldenschutte[?], auf welchem auch die übrigen Schachtgebäude stehen, umgeben ist. Er hat daselbst eine Länge von 1,84 Lachter und eine Breite von 1 Lachter und besteht aus den beiden Treibschachtabtheilungen und dem Fahrschacht, welcher im östlichen Schachtstoß sich befindet. Jede von den Treibschachtabtheilungen hat im Lichten eine Weite von 3 Fuß und ebenso der Fahrschacht. Zwischen jeder Abtheilung und an jedem kürzern Stoß des Schachtes ist nun ein Ziehpfosten[?] von je 6" breit gelegt; man hat also in der Länge des Schachtes 4 Ziehpfosten[?] = 24" Breite und daher in Summa = 11' = 1,84 Lachter Schachtlänge.

Die Schachtmauerung ist geradlinig rechtwinkelig und auf Tragbögen aufgesetzt. Diese Art der Auflagerung[?] besteht nämlich darin, daß zwei 4 und zwei 2 Lachter lange

[obr] [bez popisku – kresba zděného šachetního profilu s oblouky]

[?] Bögen mit resp. 4 ⅔'[?] und 2' Bogenhöhe aufgeführt worden, von denen zwei Bögen a an den kurzen Stößen vom Hangenden zum Liegenden und die beiden anderen b an den beiden langen Stößen aufgeführt sind, indem die ersten die Widerlager für die beiden letzten bilden. Zur größeren Widerstandsfähigkeit gegen den Seitendruck ist ferner die Schachtmauerung von Zeit zu Zeit mit Gürtelbögen c versehen, auf welche dann wieder gewöhnlich Scheibenmauer[?] aufgesetzt wird. Die Abteufung[?] des Schachtparallelogramms von 4 Klafter Länge und 2 Klafter Breite besteht[?] Die Ausmauerung in den Haldenbergen, durch welche bedeutende Wasser zudrangen, geschah, um das unvermeidliche Nachfallen der Berge und Überschieben oder gänzliches Zusammenbrechen der sehr starken Zimmerung zu verhüten, im Winter bei andauernder Kälte, wodurch das zusitzende Wasser fror und als Eis die sonst äußerst kostspielige und gefährliche Arbeit so sehr begünstigte, daß sie sehr rasch vollendet und die Zimmerung hergestellt war bevor das Eis aufthaute.

Die Regulirung des Dreifaltigkeitschachtes[?] wurde zuerst in der einen mittägigen Hälfte bis auf den Wasserstand vorgenommen und die Fassung hergestellt, um die Einbauung der neuen aufzustellenden[?] Maschine vornehmen zu können, während die im nördlichen Schachtschoße[?] spielende Stangenkunst die Wasser zu Sumpf hielten. Nachdem nun die neue Maschine im Gang war, nahm man die Regulirung der zweiten Hälfte vor. Um im Schacht das Rüsten und Abschlagen[?] von Bühnen zu vermeiden, welches ungemein kostspielig und zeitraubend war, benutzte man mit sehr großem Vortheil eine an Ketten hängende Brücke, welche nach Bedarf nachgelassen oder gehoben werden konnte.

Unter mehrfacher[?] Erweiterung[?] wird der Schacht um 4 Schuh gegen den östlichen Stoß hin länger und hat daselbst eine größere Bühne[?] eingebaut, welche zum Abteufen für die später in die neue Schachtabtheilung einzubauende Fahrkunst dienen soll, welche zwischen dem Treibe- und Fahrschacht zu liegen kommen.

Was die weitere Unterstützung des Schachtes betrifft, so ist anzuführen, daß er fast durchgehends in festem Gestein steht und außer der Unterstützung durch die Schachteinstriche zum Behufe der Treibschachtauszimmerung weiter keine Verwahrung nöthig hat. Die Auszimmerung des Treibschachtes ist, da der Schacht saiger fällt und mit runden[?] Tonnen gefördert wird, sehr einfach. Es sind in senkrechten Entfernungen von einer Pfostenlänge oder von 1½ Klafter unter einander söhlig im Schachte 3 genau 6" starke Einstriche gelegt, die 3 Fuß von einander abstehen und so zwischen sich die beiden Schachtabtheilungen bilden. An jedem dieser Einstriche sind dann in der innern Fläche je 4 Pfosten, Schiedlatten genannt, angenagelt, deren jeder bis auf die Hälfte der Höhe zweier Einstriche reichen, weshalb immer eine neue Pfoste beginnt, so daß also auf jedem der äußersten Einstriche die untern Enden der 4 obern und die obern Enden der 4 untern Pfosten aufgenagelt sind. An dem mittelsten Einstriche werden an beiden Seiten die betreffenden Schiedlatten aufgenagelt. Hierbei muß nun berücksichtigt werden, daß die Einstriche genau söhlig liegen und die Enden je zweier Pfosten ganz genau an einander passen und nirgends einen Vorsprung bilden, da sonst die Tonne leicht hängen bleiben und dadurch Unglück mancherlei Art herbeigeführt werden könnte.

Zur bessern Sicherung des saigeren Schachtes sind in 3 Klaftern regelmäßiger Entfernung Bühnen geschlagen zum Abfangen der Fahrten, jedoch diese nicht seiger, sondern geneigt unter einem Winkel von 70-75° stehen, eine Einrichtung, wodurch das Fahren wesentlich erleichtert wird, indem dadurch der Schwerpunkt des Fahrenden von selbst am besten unterstützt ist. Als Uebelstand hierbei habe ich aber gefunden, daß dieser Zwischenraum von je 3 Klafter etwas zu klein ist und die Abtheilungen zu rasch auf einander folgen, was ebenfalls ermüdend und besonders aber viel Zeit raubend ist. Für besser halte ich daher die Eintheilung von je 12 Ellen, wie sie bei uns durchschnittlich festgehalten wird. Die Sohlen im Schacht werden nicht söhlig gelegt, sondern fallen nach dem vordern langen Stoß, vom Standpunkt des Fahrenden aus genommen, ein kleine Steigung[?] von 3-4°, um der sich auf ihnen befindlichen Feuchtigkeit Gelegenheit zum Ablaufen zu geben, was auch zur Folge hatte, daß die Schächte sehr reinlich und sauber aussehen und den Fahrenden einen angenehmen Aufenthalt darbot.

Die Förderung auf den Strecken erfolgte durchgehends durch ungarische Hunde, welche einen Fassungsraum von 2 bis 2½ C' haben, also bedeutend kleiner als die unsrigen sind. Die Form der Kästen ist dieselbe. Ihnen fehlt aber an der hintern Seite der Bügel und die Handhabe und zum Regieren und Lenken desselben ist in der Nähe des hintern obern [?] jeder langen Seitenwand ein ovaler Einschnitt angebracht, in welchem die Hundstößer die Hand anhalten[?]. Die Räder bestehen nicht wie bei uns völlig aus Gußeisen, sondern aus hartem Holz mit einem eisernen Ring umschlagen und mit einer eisernen Büchse ausgelegt, mit der sie an den Achsen angesteckt werden. Die beiden vordern Räder haben eine Höhe[?] von 5" und die

[obr] [kresba vozíku ze strany a zepředu – bez popisku]

hinten eine Höhe von 8" und eine gemeinschaftliche Breite von 1 Zoll, die Eisen sind an den Trog[?] angeschraubt und zwar befindet sich die hintere ungefähr 1 Zoll hinter der Mittellinie, quer nach der Fahrt genommen. Zu weiterer Befestigung und zur Hervorbringung größerer Stabilität gehen von den Kasten herab an jeder Seite zwei eiserne Bänder a u. b, welche an der unteren Kante des Kastens bei d ein Knie bildend mittelst einer an ihrem Ende angebrachten Lasche die Eisen umfassen, sich auf ihnen aufstützen und mit einem kleinen Vorstecker gehalten außerdem noch die Räder vor dem Herabrollen sichern. Wie aus der Figur ersichtlich geht das hintere Beschläge[?] von oben schräg nach vorn zu herab, welches lediglich den Zweck hat, beim Stoßen mit der Richtung der Kraft, welche auf den Hund ausgeübt wird, zusammenzufallen; stellt sich daher als Resultante einer horizontalen und einer vertikalen Kraft heraus. Beim Stoßen sollen nun die beiden hinteren Räder auf der Schlagen[?] laufen, welcher Forderung auch die meisten Hundstößer[?] sich gut gewöhnen und obgleich sie den Hund wegen hierbei[?] immerhin noch instabilen Standes[?] bedeutend halten müssen, so schießen sie doch mit ziemlicher Geschwindigkeit und Geschicklichkeit auf dem oft schmalen und mangelhaften Tragewerk. Gestürzt wird in Rollen auf dem Füllort, welche aber anders eingerichtet sind, als bei uns und deren Beschreibung folgen soll.

Ist unterhalb der Streckensohle x y, auf der die Hunde ankommen, im Hangenden des Schachtes, fällt er flach oder an einem der beiden langen Stöße, fällt er saiger, ein ziemlich großer Raum A, das Füllort, ausgehauen, dessen Größe sich natürlich je nach der Stärke der Förderung, also nach den Wagen[?] [?] richtet, die er fassen soll.

[obr] [Zeichnung, Buchstabenbezeichnungen: x — y, A, a, b, c, g[?]]

[obr] [Zeichnung, Buchstabenbezeichnungen: B, B, c, e[?]]

Ueber diesen Räumen liegen von einer langen Wand zur andern 4 starke Bäume, die Grundschwellen a in gleicher Entfernung von einander wie die Schachteinstriche. Es müssen sämmtliche [?] correspondirende Stück in einer senkrechten Ebene liegen. Auf der Sohle des Füllorts bis zum gegenüberliegenden Schachtstoß liegen senkrecht unter jenen ebenfalls dergleichen Schwellen b, die aber kürzer sind und bloß über den Schacht reichen. Zwischen diesen oberen und unteren Schwellen sind nun 4 Paar Säulen c gestellt, welche die Tonnenleitung und die Abtheilung für die Fahrkünste[?] bilden. Neben und über genannten Schwellen a u. b gehen dann im Schacht die gewöhnlichen Zugstriche[?] d mit den Scheidlatten e ebenso hoch, wie sie oben schon beschrieben wurden.

Die Schachtabtheilung B, B, ist in der Sohle des Füllorts mit je 2 starken aus Pfosten zusammengefügten Fallthüren f, deren Angel an den Säulen c angebracht sind und die sich auf starken Unterlagshölzern auflegen können, verdeckbar, so daß sich die Tonne darauf aufsetzen und gefüllt werden kann. Soll aus niederen[?] Teufen gefördert werden, so klappt man die Fallthüren in die Höhe und hängt sie an einem Haken fest, wobei dann die kommende Tonne bequem dazwischen hindurch gehen kann.

Zur Herstellung der Rolle selbst dienen ebenfalls Säulen g, welche entweder zwischen den Schwellen a und b eingezapft sind, oder mit ihrem unteren Zapf[?] auf der blossen Gesteinssohle der Rolle aufstehen. An diese Säulen werden innen von der Rolle aus Pfosten h angeschlagen, welche den eigentlichen Rollenraum bilden und diesen vom Schachte selbst trennen.

Zwischen ein Paar Säulen wird jedoch der Zwischenraum nicht ganz beschlagen, sondern nur am Fuß eine Pfoste auf die

sehr steil gestellt, damit keine Berge herabrollen können. Das Uebrige dient als Thür zum Ein- und Ausgehen für die Anschläger. Die Hunde kommen nun auf dem Förderwerke an, und stürzen durch am Boden befindliche Oeffnungen die Berge in diese Rolle, aus der sie mittelst Kratzen und Trog in die Tonnen gefüllt werden, eine freilich zeitraubende und schlechte Förderung, indem wenigstens zur Füllung einer Tonne 10–12 Minuten erforderlich sind.

Behufs der Wasserhaltung sind zwei einfachwirkende Wassersäulenmaschinen, welche nebeneinander stehen und ganz vollkommen gleich construirt sind eingebaut und zwar stehen diese 85 Klafter unter Tage. Diese beiden Maschinen haben zwar eine gemeinschaftliche Wassereinfallsröhrentour, sind jedoch von einander unabhängig, indem sich hinter die[?] gemeinschaftliche Röhre gabelt und dadurch jede Maschine für sich, nachdem der Weg zu der anderen dem Wasser abgesperrt ist, wirken kann. Diese beiden Maschinen setzen nun 2 Paar Druckgestänge in Bewegung, welche aber ebenfalls wieder gemeinschaftliche Steigrohren[?] besitzen. Das Gefälle für diese beiden Schwestermaschinen[?] beträgt 73⅔ Klafter und die zu Gebote stehende durchschnittliche Wassermenge in trockener Witterung 50 Kubikfuß pro Minute. Die Nutzleistung[?] ist 48,4 Pferdekräfte.

Ich will nun versuchen die einzelnen Dimensionen in Kürze[?], hierzu[?] noch durch eine Berechnung der Maschine darzulegen. Das Gefälle ist also 73⅔ Klafter = 442 Fuß und die Wassermenge = 0,833 Kubikfuß pro Secunde. = Q

Lassen wir den Treibkolben mit der mittleren Geschwindigkeit v = 1' auf und niedergehen, so haben wir für dessen Querschnitt den Inhalt F = 2.Q / v = 2·0,833 / 1 = 1,666 □'

und lassen wir das Wasser in dem Einfalls- und Ausguß-

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