Raum einnehmen, als die Wasserrinnen, wie sie diesen sowohl an Breite als an Länge nachstehen. Die Länge der einzelnen Kästen fängt mit 6' an und nimmt bei jedem folgenden
[obr] Taf. IX. Fig. 1a, 1b, 1c.
um 3' zu. Die Breite nimmt nicht ganz um das Doppelte, sondern nahe um das 1,8fache[?] zu und ist bei den russischen[?] Setzkästen selbst für ein grosses Vertheilungsgefäll nur unbedeutend, da sie bei 50-60 Zügen[?] nur 2¾' beträgt.
Am einfachsten in der Ausführung fällt der russische[?] Setzkasten aus, da derselbe nur geringe Dimensionen besitzt. Dessen Längenwände macht man vertikal und setzt dieselben aus zweizölligen wasserdicht zusammengefügten Pfosten zusammen. Sie werden durch Querriegel n in der bestimmten Entfernung aus einander gehalten, welche an beide Enden in Zapfen endigen, die durch entsprechende Löcher der Längenwände durchgesteckt werden. Die Breitenwände B liegen zwischen Leisten, die auf die Längenwände aufgenagelt werden. In den Klotz D ist die Ausflussöffnung eingebohrt. Gegen diese Öffnung geneigt, werden an die Längenwände zwei dreieckige[?] Lattenstücke F angenagelt, welche die Dachflächen der Pyramide bilden. Die Ausflussöffnung des Klotzes D communicirt mit dem kurzen Bleirohre[?] g, an welches sich die Spitzrinne[?] C anschliesst.
Die Abflussrinne N muss mit ihrem Boden nach der Menge der zufliessenden Trübe 4-6" unter dem Rande b des Spitzkastens liegen. Dieser Spitzkasten wird auf die Waschbühne des Stossherds so aufgestellt, dass sich aus demselben die Trübe in die Rinne C auf den kürzesten Wege zu 2 Stossherden leiten lässt. Von diesen ist der eine immer im Gange und sobald derselbe sich gefüllt hat, wird die Trübe auf den zweiten geschafft[?], worauf man den ersten sogleich abhebt[?].
[obr] Fig. IIa, IIb, IIc.
[obr] Fig. IIIa, IIIb, IIIc.
die übrigen 3 Spitzkästen für die mildern Wäsche und Schlämmen müssen anders construirt werden.
Die für die zweite oder mittlere Waschsorte bestimmten Spitzkästen tragen nach ihrer Breite 2 oder 3 Zwingen, deren jede aus einem Grundholze A, den ins Kreuz gebundenen Zwingsäulen B und der Kappe C besteht.
Die in einer Fläche liegenden Säulen B werden mit mehrern dicht zusammengefügten zweizölligen Pfosten belegt und schließen nach unten an einen Klotz E, in welchen seitwärts die Abflußöffnung gebohrt ist.
Die pyramidale Form des Kastens nach unten wird durch 2 dreieckig geformte Brettstücke F hervorgebracht. Die Zu- und Abflußrinnen für die Stoßherde ruhen auf Querbrettchen, welche an den Zwingen angenagelt sind. Um die Trübe bei ihrem Eintritt in den Kasten gleichförmig zu vertheilen, leitet man dieselbe aus der Zuführungsrinne M durch die Canäle p, die durch aufgenagelte Holzstücke gebildet werden. Das Abgefäß[?] G für die sortirte Trübe legt sich an den Klotz E wasserdicht an, wird daselbst in der Richtung der Ausflußmündung durchbohrt und mit einer [?] oder bloß mit einem Zapfen versehen, um den Kasten gänzlich entleeren zu können.
An das Kniestück a schließt sich die Trübrinne G an, in welche die schlämmengerechte Trübe zu den betreffenden Stoßherden geleitet wird. Die Höhe der Säulen B unterhalb ihres Kreuzverbandes hängt von der Höhe des Bodens ab, auf welchem der Kasten gestellt werden soll.
Die beiden andern für die feinsten Waschsorten bestimmten und größten Spitzkästen sind in ihrer Construction
[obr] Fig. IV a, IV b.
einander gleich. Sie werden gleichfalls zwischen Zwingen gelegt, welche aber zum Unterschied von jenen beim zweiten Kasten nicht auf dessen Länge gestellt sind, sondern quer liegen und den Längenwänden zur Auflage dienen.
Die Zwingsäulen B selbst werden in die Grundschwelle A verzapft und bekommen oben eine Kappe C. Gegen eine seitenwärtige Bewegung dienen die Streben D[?], welche einerseits in der Grundschwelle, andererseits in den Zwingsäulen stecken. Die Seitenwände dieser Setzkästen werden zwischen Leisten eingeschoben, die an die Längenwände angenagelt sind.
Zu besserer[?] Vertheilung der Fluthtrübe[?] nach der ganzen Breite der beiden in Rede stehenden Setzkästen sind in die Zuleitungsrinnen M Bogöffnungen[?] o ausgeschnitten, die etwa 6" von einander stehen.
Da der vierte Kasten nur jene Fluthtrübe enthält, aus welcher bereits alle Nutztheile[?] ausgeschieden sind, da daher derselbe nur den Zweck hat, alle in der Fluthtrübe schwebenden Schlammtheilchen aufzunehmen, so muß dafür gesorgt werden, daß das Wasser mit der größten Ruhe durch denselben sich bewegt. Dazu tragen schon zum Theil die Vertheilungsbögen o das Ihrige bei, besonders aber findet dieses statt, wenn man nahe am Einflusse der Fluthtrübe in das Wasser ein etwa 2' breites Sturzbrett[?] g einsetzt. Dasselbe steht von der Seitenwand ungefähr 6" ab und ragt 6" über den Wasserspiegel hervor.
Die Rinnen J[?], welche die aus den Mundstücken a fließende Trübe aufnehmen, müssen ein genügendes Gefälle haben, da sich sonst in denselben [?] absetzt. Die dicke Trübe verlangt das größte Gefälle, weil sie am dickflüssigsten ist und die schwersten Theilchen mitführt. Auf 1 Klafter mißt[?] man für
ein[?] rasche Trübe gegen 5" Fall nehmen; für die schlammführende Trübe genügen 4" pr. Klafter.
Die relativen Wassermengen, welche jeder der 4 Kästen aus der Herdtrübe ausscheidet und im schlämmungsgerechtesten[?] Zustande den Nachstehenden zuführt, stellt sich wie folgt
der 1. Spitzkasten scheidet ab: | 40 % | Wasser
„ 2. | „ | „ | 22 % | „
„ 3. | „ | „ | 20 % | „
„ 4. | „ | „ | 12 % | „
zusammen | 94 %.
Der Abgang, welcher aus dem unvollkommenen Absetzen des feinsten Schlammes aus der Herdtrübe entspringt, beträgt daher nur 6 % der werthvollsten Setzgänge[?], während derselbe bei der Waßleimen[?] auf 10-12 % angeschlagen werden muß.
Was die Dickflüssigkeit der zu den Rundherden herabfließenden Trübe oder deren Wassergehalt zu [?] anbelangt, so hängt dieselbe von der Wassermenge ab, welche man mit dem ausgeschiedenen Wasser zum Rundherde ausströmen läßt und diese richtet sich wieder nach der Anzahl der Herde, die diese Trübe bearbeiten soll. Um letzteres im voraus zu beurtheilen, braucht man bloß zu berücksichtigen, daß der Bedarf an Schlämmwasser erfahrungsmäßig beträgt:
bei d. reichsten Wäsch.[?] | etwa 12 c.f.[?] | pr. 1 Ctr. | od. 25 c.f.[?] | pr 1 Stunde
„ | „ mittleren | „ | „ 8 | „ | „ | „ 16⅔ | „ | „
„ | „ mildern[?] | „ | „ 6 | „ | „ | „ 12½ | „ | „
„ | „ ärmsten | „ | „ 5 | „ | „ | „ 10 | „ | „
Hat man es nun z. B. mit der Herdtrübe von 30 Stoßherden zu thun, wovon jedes in 24 Stunden 8 Ctr. verschlammt[?], so daß demnach das ganze Ausbringen in 24 Stunden 240 Ctr., also in 1 Stunde 10 Ctr. beträgt, so werden aus der Herdtrübe stündlich ausge-
schieden 40 % räsches Mehl oder 400 ℔ mit 25 C.F.[?] Wasser angemengt
40 % | räsches Mehl | oder 400 ℔ | mit 25 C.F.[?] | Wasser angemengt
22 % | mittleres " | " 220 " | " 16⅔ " | "
20 % | mildes " | " 200 " | " 12½ " | "
12 % | Schlamm " | " 120 " | " 10 " | "
Es faßt daher 1 Cubikfuß Schlämmwasser mit sich
vom räschen Mehl | 16 ℔
" mittlern " | 13¼ "
" mildern " | 16 "
" Schlamm | 12 "
Die sortirten Produkte von den angenommenen 30 Pochsätzen würden bei einem Durchschlagen[?] von 240 Ctr in 24 Stunden nachstehende Zutheilung an Waschherden benöthigen:
die räsche Trübe | 1 Waschherd
" mittlere " | 1 "
" milde " | 2 "
" Schlamm[?] " | 2 "
Für jede der 4 Trübegattungen[?] muß jedoch ein Waschherd in Vorrath gehalten werden, auf welchen man die Trübe leitet, sobald der im Gang befindliche Waschherd sich vollends gefüllt hat. Ueberdieß muß ein gemeinschaftlicher Waschherd zum Nachschlämmen für die räschen und mittlern Schliche und ein zweiter für die milden und Schlammschliche vorhanden sein, so daß demnach das ganze Etablissement unter den angenommenen Verhältnissen mit 12 Waschherden zu versehen wäre, wie es in der That in dem betreffenden Waschgebäude anzutreffen ist. Die nachstehende Uebersicht enthält die Ergebnisse der beiden in Jahren 1847 und 1848 im Klarwasser[?], Pochwerke zu Schemnitz ausgeführten und amtlich vorgelegten Versuche, die wegen der großen dazu genommenen Vorkehrungen von zufälligen Einflüssen ganz frei sind:
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