Zpráva z cesty po českých hornických revírech roku 1859
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Marien Grube – chodicí stroj (Fahrkunst) a těžní stroj na Mariaschachtu

Die Marien Grube: Fahrkunst und Fördermaschine am Mariaschacht

Es werden 2 Abstriche gemacht: der obere, welcher ungefähr bis auf die Mitte des Heerdes herabreicht, besteht in dem sogenannten durchlaß Schlich[?] und kommt auf die Hütte, der untere dagegen besteht in Bergen. Das Wasser fliesst nach hierbei[?] unter die Stelltafel[?] zu, um die von der Stelltafel[?] herabwürfelnde[?] Trübe noch besser zu vertheilen.

Die Schlämme[?] auf der Waschführung[?] werden auf einem ungarischen Heerd verwaschen, wie ich ihn oben schon angeführt habe. Auch hier macht man 2 Abstriche: lieferbaren Schlich und Bergen.

Die [?]gänge werden das[?] ebenfalls von hier aus mittelst einer Eisenbahn auf Schönfeld Pochwerk transportirt.

Während meines dortigen Aufenthaltes wurde eben noch an einem neuen Wäschgebäude gebaut, in welches ein Nassgöpelwerk[?] und mehrere Nassheerde eingerichtet werden sollen.

die Marien Grube.

Die bedeutendsten daselbst besonders in Abbau genommenen Gänge sind:

1, der Adalberti Gang streicht h. 13 und fällt 75° – 80° in [?]. hat eine Mächtigkeit von durchschnittlich 1 Klafter und führt Bleiglanz, Spatheisenstein, gediegen Silber, Braunspath, Kalkspath und sogenannte Sammtblende (Nadeleisenerz.)

2, der Marien Gang, wahrscheinlich die südwestliche Fortsetzung des Marien Ganges bei Adalberti Grube, streicht h. 14 und fällt ebenfalls 75 – 80°. Beide Gänge scharen sich in der Nähe des Marienschachtes.

3, der Aloysi Gang streicht h 11 und fällt 80 – 90° in Ost.

Wir fuhren in [über gestrichenem: auf] diesem Schacht auf dem Fördergestell ein und auf der weiter[?] zu beschreibenden Fahrkunst wieder aus. Der Schacht steht saiger und ist im Nebengestein abgeteuft. Er durchsinkt 80 Klafter unter Tage den Wenzelsgang, sodann den Adalbertigang und steht mit seinem Tiefsten im Grauwackenschiefer. Er hat eine Gesammtteufe bis Tiefstes von 355 Lachter und bis auf den 26.[?] Lauf ist er 348 Lachter tief. Wasserhaltung ist in

diesem Schachte nicht vorhanden, sondern die Wasser fliessen auf jedem Lauf dem Adalbertischacht zu, in welchem sie durch Pumpen, die durch ein Wasserrad bewegt werden, gehoben werden. Der Schacht selbst steht ohne weitere Unterstützung ausser natürlich der Zimmerung für die Fahrung und Förderung. Es sind in Entfernungen von 4 Klafter Jöcher[?] eingebaut, an denen in der Mitte die Streichbäume für die Förderschale angebracht sind.

Beschreibung der Fahrkunst.

Die Fahrkunst wird bewegt durch eine Dampfmaschine. Sie ist eine zweicylindrige, einfach wirkende Hochdruckmaschine, welche ohne Condensation und nur mit geringer Expansion arbeitet.

Die Fahrkunstgestänge sind aus 8 Fuss langen schmiedeisernen Schienen zusammengesetzt, und da die Hubhöhe der Gestänge 12' beträgt, so sind die hölzernen Fahrbühnen in Entfernungen von 4 Klaftern daran angebracht. Um die bedeutende Last der beiden Gestänge, denn[?] schon[?] bei ihrer gegenwärtigen Länge mit Einschluss aller daran befindlichen Theile, jedoch ohne Rücksicht

[obr] Taf. VIII. Fig. I – X.

[obr] Fig. I. II.

[obr] Fig. VIII.

auf das Gewicht der fahrenden Mannschaft, 314 Ctr wiegt, theilweise aufzuführen und dadurch den Druck auf die Kolbenscheiben[?] zu vermindern, befinden sich in Schächte in Entfernungen von 32 Klaftern von der Hängebank ab, sogenannte Seilgleichvorrichtungen[?].

Sie bestehen aus starken über fest angelegten Rollen, theilweise laufender Ketten, welche während der Bewegung der Gestänge in schwebender Spannung bleiben. Diese Ketten geben außer einer Ausgleichung noch eine Fangvorrichtung ab. Sollten aber in diesem Falle selbst die Ketten reißen, so wird dem Hinabfallen der Gestänge durch Fangvorrichtungen vorgebeugt, welche in der Mitte von je 2 Ausgleichungen angebracht sind und das Gestänge sicher erhalten, wenn dasselben ihren tiefsten Standpunkt erreicht haben.

Zur Vermeidung der Schwingungen der Gestänge, welche durch das gleichzeitige Uebertreten der Mannschaft entstehen, sind sämmtliche Ausgleichungs- und Fangvorrichtungen mit Gestängeführungen versehen, welche ihnen nur eine genau vertikale Bewegung zulassen. Sie stehen in Entfernungen von 16 Klaftern. In der oberen Hälfte, wo die Gestänge selbst stärker sind, auch durch das Gewicht der unteren Theile in starker Spannung erhalten werden, reicht diese Entfernung der Führungen aus. In der unteren Hälfte sind dagegen abgesonderte Führungen noch zwischen den genannten angebracht, so daß sie hier in Entfernungen von 8 Klafter auf einander folgen.

Den Einbau der Gestänge zeigt Figur 2. Die kleinen Ringe bedeuten die Platten zur Verbindung der einzelnen

Gestängeschienen. Die Entfernung der beiden Gestänge von Mittel zu Mittel beträgt 2' Wiener oder nach 25'' englisches[?] Werkmaass. Neben dem Fahrkunstschacht befindet sich der Fahr-, dann der Förderschacht. Im Fahrschacht sind die einzelnen Fahrten in Entfernungen von 4 Klafter angebracht, so daß sich bei der Stellung der Gestänge in Figur 2 die Fahr- und Schachtbühnen in gleicher Höhe befinden. Die fahrende Mannschaft kann daher bloß nach jedem zweiten Hub abtreten, indem nach dem darauf folgenden Hube die Fahrbühnen F nach F₁ und die Fahrbühnen F₁ nach F gelangen und erhalten[?], wo sich keine Schachtbühne befindet. Letztere ist nämlich bloß bei F und F₁ angebracht.

Gegenwärtig ist der Einbau der Gestänge bis unter den 17. Lauf, 240° tief mit 60 Fahrbühnen auf jedem Gestänge, 7 Ausgleichungs- und 8 Fangvorrichtungen vollendet.

[obr] Fig. I. – VII.

Jedes der beiden Fahrkunstgestänge besteht aus 4 neben einander stehenden Reihen von schmiedeisernen Schienen, deren Querschnitt gegen die Teufe zu, wo die anzuhängende[?] Last immer kleiner wird, allmählig abnimmt, und deren Länge so bemessen ist, daß die Mittel ihrer Verbindungen einen Abstand von 8' haben.

[obr] Fig. II, IV, V, VII.

Zwischen den Schienen ist die Mittelplatte a und zu beiden Seiten die 2 Schlußplatten[?] b eingelegt. Durch diese 3 Platten und die Enden von je 2 Schienen sind Bolzen gesteckt, welche nicht mit Köpfen, sondern auf beiden Seiten mit Vorsteckringeln versehen sind.

[obr] Fig. III, IV, V.

An der Stelle, wo sich eine Verbindung der Gestängeschienen befindet, sind an den Schlußplatten[?] 2 Lasch[?] c' c'' an-

[obr] Fig. I, III, IV.

[obr] Fig. I, II, X.

[obr] Fig. I — III.

[obr] Fig I, VII. III.

gelegt, und durch die Vorstecknägel der Verbindungs-
bolzen, welch letztere durch diese Bleche gehen, festge-
halten. Die Bleche cc sind von den Gehängen weg und am Joch[?] über die Tragbalken d gebogen. Auf diesen ruht die aus 2 Latten bestehende Fahrbühne F, die 36" [breit gestrichen] lang, 20" breit und 1" dick ist. Zwischen 2 nebeneinanderliegenden Fahrbühnen bleibt ein Raum von 4" frei. Ueber jeder Fahrbühne sind, in Mittel 4' hoch, 2 eiserne Handgriffe e e' an den Gehängen festgeschraubt und die Schienen der letzteren an diesen Stellen durch dazwischengelegte Eisenplatten vor der Zusammendrückung gesichert.

Die Unterlagen für jede Gleichgewichtswelle bilden 2 eiserne Tragbalken A A. Zur Führung der Gehänge dienen die vertikalen Holzsäulen B B,

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