Zpráva z cesty po českých hornických revírech roku 1859
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Stříbro. Geologické poměry a prohlídka důlního díla Langer Zug

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zu 3–4 Klafter und führt Bleiglanz, dessen oft in bedeutenden Partien, Weiß-, Grün- und Braunbleierze und als Gangarten nur Quarz und Braunspath.

Wir sehen also, daß die Ausfüllung für einen Gang in sehr enge Gränzen sowohl der Mineralien als deren Gangarten nach eingeschränkt ist, da aber diese Mineralien so massenhaft und so schön crystallisirt vorkommen, so kann man nicht läugnen, daß ein aufhabendes[?] bei einem ungemein engen

nehmen und freudigen Eindruck auf den Beschauer macht. Bald sieht man einen breiten weißgrauen Bleiglanzstreifen, dessen glänzende Flächen im Schein der Lampe hell funkeln, umgeben von kleinen Nestern desselben oder eines andern Minerals, während auf einer andern Stelle größere und kleinere Drusenräume umschlossen werden, indem man einen Sternenhimmel zu sehen wähnt, indem die kleinen zu Tausenden angehäuften Krystalle von Blende, Quarz und Braunbleierz[?] in allen Farben herabblitzen, so daß ich unwillkürlich auf die Äußerung kam: Hier müßt ein[?] Lust sein zu arbeiten.

Diese Drusenräume sind gewöhnlich mit Wasser gefüllt, welches ganz klar und hell ist, woher es auch kommen mag, daß die von demselben umgebenen Mineralien wie mit der größten Sorgfalt abgewaschen sind und ich freute mich sehr, als es mir gelang einige sehr schöne Exemplare abgearbeitet zu haben.

Im Allgemeinen zeigt dieser Gang mehr eine lagenförmige Ausfüllung, welches auch bei der Mächtigkeit desselben leicht zu erklären ist, indem in weiten Spalten die Solution während eines längern Zeitraums sich mehr in einzelnen Lagen ansetzen konnte. Die Drusenräume können dadurch erklärt werden, daß die Stellen größerer Weite durch Verengungen auf allen Seiten abgeschlossen wurden in der Art, daß die Solution nicht mehr eindringen konnte. Dadurch wurde auch im Innern dieser Räume der Solution Gelegenheit gegeben zu crystallisiren, da zu diesem Process ein gehöriger Raum vor allen übrigen Bedingnissen am meisten erforderlich ist.

Aufgeschlossen wurde dieser Gang auf die zu diesen[?]

Grube gehörige [?] durch einen Schacht, welcher bis jetzt die noch geringe Teufe von 59 Klafter erreicht hat und als Hauptschacht [?] vorgerichtet ist. Von Tage bis 8 Klafter Teufe ist er in Zimmerung gesetzt und zwar in Halbgeschrot [?]. Zur ferneren Befestigung erhielt er durch vierkantig [?] zugehauenen Wandruthen, deren Riegel mittelst Zapfen eingesetzt waren. Der Schacht richtete sich, wie in diesem Fall natürlich ist, nach dem Fallen des Ganges und ist mit Tonnenfach ausgezimmert. Dieses besteht bekanntlich darin, daß von 3 zu 3′ [?] nach dem Fallen des Schachtes in der Länge der Förderabtheilung Einschnitte geschlagen und auf welche die Tonnenfachhölzer zu liegen kommen, die in diesem Fall auf die Einschnitte eingeglättet [?] werden konnten. Auf diese Tonnenfachhölzer wird nun die eigentliche Verkleidung aufgenagelt, welche in die sogenannten Tragstemmen [?], die auf dem Liegenden, also auf jene Tonnenfachhölzer selbst, und in die Widerstemmen gestellt, die an den Einschnitten befestigt werden, damit das Gestänge nicht zur Seite hinausgleiten kann. Das Material zu dieser Verkleidung sind Bretter, wobei man den Nachtheil dieser gegen Schwarten und Stangen deutlich beobachten konnte, indem daß sie durch den Gebrauch bedeutend rauh und abgeschüsselt [?] waren, welches beim Fördern nicht geringe Reibung verursacht. Der Kübel hat die gewöhnliche Form eines länglich viereckigen [?] Querschnittes und die Normalgröße von 2500 Cubikzoll. Da in der oberen Teufe nach beiden Seiten, der Nord- und Südseite, des Schachtes hin der Gang bis zu Markscheide mit den benachbarten Gruben abgebaut ist, so sind die beiden kürzeren Stöße mit dem gewöhnlichen Kastenverzug [?] versetzt, indem Riegel vom Hangenden zum Liegenden

geschlagen werden und dahinter Verschutzholz gelegt wird.

Der [?] ist ein gewöhnlicher [?].

Die Fahrten im Schacht sind in Entfernungen von 5–6 Klafter abgesetzt und die daselbst befindlichen Bühnen sind nicht horizontal sondern vertikal vom Hangenden zum Liegenden angebracht, so daß sie, da der Gang durchschnittlich 85° fällt, eine höchst unbequeme Stellung für den Fahrenden gestatten, weil man auf ihnen stets der Gefahr ausgesetzt ist, auf den nächsten [?] hinüberzugleiten zu können.

Die Abbaue erfolgen in Firstenörtern, welche von beiden Seiten des Schachtes aus getrieben werden. Es wird mit einem Orte, welches stets die ganze Mächtigkeit des Ganges einnimmt, vom Schacht aus stetig[?] fortgegangen und ist dasselbe[?] ein Stück erlängt, so wird darüber ein neues Ort in Betrieb gesetzt, ohne daß ein Gangmittel stehen gelassen wird. Es werden dann, um den Arbeitern einen festen Boden zu verschaffen, und zu verhüten, daß beim Schießen Stücke oder dergleichen auf die untern Örter fallen können, starke Stangel[?] geschlagen, auf diese Lattenstücke[?] gelegt und diese wieder mit Bergen verdeckt. So geht nun der Betrieb der einzelnen Örter fort, indem der unterste von vorn[?] herein mit Bergen wieder versetzt wird. Behufs dieses Bergversatzes werden da, wo die Örter weit sind, Bogen oder ganze Gewölbe von Bruchsteinmauer geschlagen, oder wo sie eng sind, auch starke Bruchsteinplatten gelegt, auf denen sich dann die Berge immer sicher[?] und hoch thürmen.

Vor dem Bergversatz aber steht der Gang oft auf 6–8 Ortshöhen[?] auf eine beträchtliche Länge ganz frei, und

bloß durch Tragstempel[?] unterstützt, welches man nicht thun

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