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von Mies betrifft, so bieten diese sehr wenig Mannichfaltigkeit dar, sowohl in dem Vorkommen von verschiedenen Gesteinen und ihren gegenseitigen Durcheinandermischungen als auch in dem Auftreten von Gängen, welche an andern Orten in so mannichfachen und lehrreichen Beziehungen zu einander stehen und Ursache geben, zu erfolgreichen und wissenschaftlichen Aufschlüssen mancher Art. Das hier allgemein in weitem Umkreis von Mies auftretende und in der Nähe der Stadt durch ein ziemlich tiefes Thal aufgeschlossene Gebirgsgestein ist ein sehr grober flasriger[?] und gefalteter Gneis, welcher besonders reich an Quarz ist und in oft nach allen Richtungen hin Quarzadern durchschweifen[?]. In diesem Gneis setzen nun auch sämmtliche Gänge, deren Anzahl sehr gering ist, auf, und welche, wie man aus der Lage der Gruben sehen kann, hauptsächlich einer und derselben durchschnittlichen Streichrichtung folgen.
Befahrung des Grubengebäudes „Langer Zug."
Diese Grube besteht aus einem einzigen Gang, wie die meisten der dortigen Gruben und führt den Namen „Langer Zug Bleizeche." Aus diesem Namen schon kann man im Allgemeinen auf das Vorkommen und Aushalten dieses Ganges schliessen: er bildet demnach einen langen Zug oder mit andern Worten, er ist in seiner
Vererzung[?] sehr weit ausgebildet und aufgeschlossen. Und in der That ist dieß der Fall, indem wir auf diesem in einer Gesammtlänge von 1½ Stunden bis jetzt 4 verschiedene Gewerkschaften finden, welche gemeinschaftlich denselben abzubauen und auszubeuten suchen, während aber keine der Gewerkschaften sonach eine lange Zeitperiode des Erzbaufeldes dem Streichen nach in Anspruch nehmen kann.
Da diese genannte Grube zu den größten des Reviers gehört und die übrigen unter gleichen Verhältnissen ihre Betriebe und ihre Arbeiten vollführen, so habe ich mich auch auf diese bloß beschränkt und werde im Folgenden das Wenige, was ich dort gesehen habe, [?] gar nicht, berichten. Außerdem[?] Maschinen wurden mir durch eine Wassersäulenmaschine vorgeschildert[?], die ich aber auch nicht sehen konnte, da ein kurze Zeit vor meiner dortigen Anwesenheit erfolgte Wasserfluth, welche überall bedeutenden Schaden angerichtet hatte, besonders das im Thale stehende Pochwerk und Wäschgebäude sehr beschädigt und den Schacht, in welchem die Maschine steht, gänzlich unfahrbar gemacht hatte.
Der Gang streicht h. 4,5[?] und fällt 85–90° in Abend, steht also saiger, welches nach seiner später anzuführenden Arbeitsmethode leicht erklären läßt. Er besitzt eine Mächtigkeit von 3″ bis
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