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von Bergleuten ins silberträchtige Gebiet von Jáchymov kam es am Anfang des 16. Jahrhunderts zu einem Aufschwung in der Verwertung der Seifen. Die Förderung aus den Seifen war nach dieser Phase nicht mehr sehr attraktiv und hörte im 19. Jahrhundert praktisch auf.
Der Ostteil des Erzgebirges und die restlichen Zinnlagerstätten in Böhmen
Der Ostteil des Erzgebirges
Krupský revír
Das Krupský revír wird von Gneisen gebildet, die örtlich als Glimmerschiefer oder migmatisch ausgebildet sind. In den Gneisen sind ein kleines Granitmassiv, Gänge von Quarzporphyr, von lamprophyrischen Gesteinen und Apliten, untergeordnet auch Basaltgänge und -schlote eingelagert. Im Revier ist die Vererzung an Quarzgänge und vergreiste Lagen sowie an Zwitter, weniger jedoch an massive Greisengranite gebunden. Die Vererzung ist von Molybdänit, Feldspat und von Bismutmineralen begleitet.
Die ersten Nachrichten vom Bergbau stammen aus dem 12. Jahrhundert; sie betreffen das Gebiet von Bohosudov und erwähnen den Abbau von Seifen. Im 15. und 16. Jahrhundert erreichte die Förderung ihren Höhepunkt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg stagnierte der Abbau. Zur Wiederbelebung kam es erst im 18. und 19. Jahrhundert, aber der Umfang der Förderung erreichte nicht mehr die frühere Bedeutung. Im 20. Jahrhundert wurden außer kleineren Förderarbeiten an den Gängen (vor allem der Gang Lukáš im Stolln Martin) meist nur Untersuchungsarbeiten durchgeführt. In der Besatzungs- und in der Nachkriegszeit wurde intensiv nur die Lagerstätte der Molybdänerze und des Feldspats im mittleren Teil des Reviers gefördert. Heute ist das Revier aufgelassen, an seine alte Berühmtheit erinnern lediglich zahlreiche Halden und Stolln im Gebiet des ehemaligen Abbaus.
Cínovec
Cínovec ist eine der zwei größten tschechischen Zinnlagerstätten. Sie ist eng mit dem kleinen Massiv des Erzgebirgsgranits verbunden, der eine weitreichende, N-S verlaufende Kuppel inmitten des älteren Teplicer Quarzporphyrkomplexes bildet. Der obere Teil der eigentlichen Lagerstätte wird charakterisiert durch ein System aus meist flachen, teils auch steilen Granitgängen mit hohen Zinngehalten, die inmitten der Granitkuppel angeordnet sind und sich auf kurze Entfernungen in den Granitporphyr hinein verfolgen lassen. Ihre Mächtigkeit bewegt sich gewöhnlich zwischen 30 und 50 cm bei einem Streichen von NO-SW. Im Liegenden befinden sich Lagen von flach abgelagertem Greisengranit, an den die verstreut auftretende Kassiteritvererzung - ähnlich dem Kaiserwald - gebunden ist. Dieser zweite Teil der Lagerstätte unterscheidet sich von dem ersten, vor allem im Mittelalter ausgebeuteten Gangtyp und bildet heute den hauptsächlichen Vorrat an Zinn.
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