Fälle, wo die Förderungsarbeiten fast ununterbrochen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts anhielten. Die Lagerstätte wurde zuerst an der Oberfläche abgebaut, später dann durch eine Reihe von Stolln und Gruben. Die Blütezeit läßt sich durch den Umfang der Förderung und die Ausdehnung der geförderten Räume belegen. In den 1950er Jahren wurde eine Neubewertung durchgeführt, in deren Resultat die Lagerstätten aufgelassen wurden.
Zlatý Kopec
Die Lagerstätte Zlatý Kopec liegt im Phylitkomplex, der durch die Granitoide des Karlsbader Granitplutons diskordant durchdrungen wird. Im Unterschied zu anderen genannten Fundorten ist die Zinnvererzung an Lagen polymetallischer Skarne gebunden und wird vor allem von Fe und Zn begleitet. Die Skarnlager, die Vererzungen aufweisen, streichen NW-SO mit einem flachen Einfallen von 5 bis 15 Grad gegen NO. Die Lagen erstrecken sich auf eine Länge von ca. 1500 Metern. Der an die Oberfläche ausstreichende Teil der Lagerstätte wurde bereits im Mittelalter abgebaut. Die Skarnlagen lassen sich weiter in Richtung Boží Dar und Jáchymov verfolgen; abbauwürdige Zinngehalte konnten jedoch nicht mehr festgestellt werden.
Die Anfänge des Bergbaus im Gebiet von Zlatý Kopec reichen ins 14. Jahrhundert zurück, einen Aufschwung gab es im 16. Jahrhundert, als das ganze Gebiet zwischen Klínovec und Fichtelberg von der deutschen Kolonisationswelle erfaßt wurde. Im Jahre 1540 wurde ein Weg von Gottesgab her angelegt, womit der Zugang zum Fundort auch von böhmischer Seite her möglich war. Aus dem Jahre 1533 stammt die älteste Angabe über die Existenz von zwölf Zinngruben. Die Förderung erreichte ihr Maximum in den Jahren zwischen 1621 und 1623. Das bergmännische Unternehmen blühte auch fürderhin auf. Seit 1860 folgten Versuche zur Erweiterung der Förderung, aber nach Mißerfolgen im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts kam es zum völligen Erliegen des Bergbaus an diesem Fundort. Nach dem Krieg wurde eine umfangreiche Untersuchung dieser nach Krásno und Zinnwald drittgrößten tschechischen Zinnlagerstätte durchgeführt, die jedoch in den 60er Jahren in Folge einer ungelösten und ziemlich komplizierten Weiterverarbeitung der Skarnzinnerze ihr Ende fand.
Die sekundären Lagerstätten (Boží Dar, Nejdek, Chaloupky, Pernink u. a.)
Die sekundären Zinnanreicherungen sind vor allem mit der Sedimentation des tertiären Wassernetzes und mit dem quartären Flußsystem verbunden. Dabei handelt es sich um verschiedene Typen von Ablagerungen mit erhöhten Gehalten an Kassiterit, die entlang der Wasserläufe oder in kleinen „Becken“ auf den Hügeln des Erzgebirges zu finden sind.
Die Seifen in diesem Gebiet und vor allem in der Umgebung von Boží Dar wurden irgendwann am Ende des 14. Jahrhunderts entdeckt. Mit dem Zustrom
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