Přebuz**
Aus geologischer Sicht zeigt der Fundort eine Erzzone mit einer Mächtigkeit zwischen 100 bis 300 Metern, wobei in dieser eine Reihe von parallelen Streifen von Greisen mit einer Mächtigkeit von einigen Dezimetern, lokal sogar von 1 bis 5 Metern, auftritt. Die eigentliche Lagerstätte streicht in dem autometamorph vererzten Granit von Nordost nach Südwest mit einem Einfallen von 85 bis 90 Grad in Richtung Nordwest.
Přebuz wurde im Jahre 1493 gegründet und ging bald in das Eigentum von KASPAR SCHLICK über. Der Abbau von Zinn erreichte einen für die damalige Zeit bedeutenden Umfang. Die Zinngehalte in den gangförmigen Greisen erreichten vereinzelt 11 %. Der größte Aufschwung der Förderung - sie erfolgte in 45 Gängen - wurde unter FERDINAND I. Mitte des 16. Jahrhunderts erreicht. Nach der Schlacht am Weißen Berg verfiel der Bergbau durch den Weggang von Bergleuten nach Sachsen. Die Förderung wurde im Jahre 1670 erneut aufgenommen; die letzten Nachrichten über den Abbau stammen von 1793, der letzte Zinnofen stellte den Betrieb im Jahre 1805 ein. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bemühte man sich um Wiederaufnahme der Förderung. In der Ersten Republik versuchten sich einige Bergwerksgesellschaften, jedoch mit unterschiedlichen Förderergebnissen. Im Zweiten Weltkrieg erwarb die „Gewerkschaft Zinnwald-Bergbau“ die Gruben und begann, diese vorzurichten; auch wurde eine neue Aufbereitungsanlage gebaut. Nach dem Krieg kam es zu einer Neubewertung der Lagerstätte, und die durchgeführte Untersuchung in den 50er Jahren bestimmte ihr endgültiges Schicksal. Im Jahre 1958 wurden sämtliche Arbeiten eingestellt und die Lagerstätte aufgelassen. Heute stehen an dieser Stelle Reste von Eisenbeton der Gebäude des Förderbetriebes und der Aufbereitungsanlage. In ihrer Umgebung ist eine Reihe von Pingen zu erkennen, die charakteristisch in Streifen angeordnet sind. In der Umgebung sind auch einige mittelalterliche Stollen zu sehen.
Rolava
Die eigentliche Lagerstätte Rolava, früher „Sauersack“ genannt, und ihre weitere Umgebung sind aus erzgebirgischem, autometamorphem Granit gebildet. Die Erzlage des zinnhaltigen Greisen wird durch zwei Hauptzonen gebildet, die in Richtung Nordost-Südwest streichen und 80 bis 90 Grad nach Nordwest einfallen; die Länge beträgt zwischen 750 und 1100 Metern, die Mächtigkeit zwischen 20 und 100 Metern.
Der Fundort (ca. 60 Greisenstreifen mit einer Mächtigkeit von einigen Zentimetern bis zu einem Meter, vereinzelt auch von mehreren Metern) wurde intensiv im 16. Jahrhundert abgebaut. Nach einem Rückgang folgt eine weitere Ära der Förderung im 19. Jahrhundert; das Feld wurde hier durch eine neue Grube
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