Hornictví v jáchymovském revíru a těžba cínu v Čechách
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Hornictví v jáchymovském revíru v 16. století, jeho význam a ohlas

Revieren Kupferberg und Kraslice (Graßlitz). Es erhöhte sich auch die Eisenerzeugung, z. B. im Erzgebirge am Irrgang (Bludná), im Eisengebirge, auf der Böhmisch-Mährischen Hochebene, im mittelböhmischen Massiv Brdy und anderswo.

Eine außerordentliche Konjunktur erlebte seit Anfang des 16. Jahrhunderts die Förderung aus Zinnerzlagerstätten, die von Sachsen auf Böhmen übergriff. Mit dem Ansteigen der Beliebtheit des Zinnes erhöhte sich seine Produktion, was sich vor allem in der Zunahme der Grubentätigkeit äußerte. Mit dem bisher ungefährdeten Ruhm des Bergreviers Krupka (Graupen) und Cínovec (Zinnwald) als traditionelle Repräsentanten des Zinnbergbaus begannen inzwischen neue Bergwerke zu konkurrieren. Der erhöhte Zinnverbrauch erregte nämlich seit Anfang des 16. Jahrhunderts das Interesse für das unverritzte Gebiet in den dichtbewaldeten Zonen des Erzgebirges, welche bisher durch die Bergbautätigkeit nicht berührt worden waren. Die Prospektoren drangen aus zwei Richtungen in die Berge vor: Einmal aus Böhmen von Joachimsthal in Richtung Boží Dar (Gottesgab), und auf sächsischer Seite von Schneeberg und Schwarzenberg aus in den Raum Horní Blatná (Platten). Anfang der 30er Jahre des 16. Jahrhunderts wurden in diesem Gebiet zwei neue Reviere vermessen, und Gottesgab und Platten - damals (bis 1546) noch zu Sachsen gehörig - wurden zu Bergstädten befördert. In den Erzgebirgstälern und auf Plateaus, häufig in Höhen über 900 und 1 000 m, begann zu jener Zeit eine lebhafte bergmännische Tätigkeit in vielen Seifen und Gruben, die oft tief in den Waldzonen lagen. Darum wurden sie treffend „waldische Zinnbergwerke“ genannt.

Die reichsten Zinnlagerstätten kamen im Kaiserwaldgebirge vor und wurden schon im 14. Jahrhundert mit verschiedenem Erfolg geseift und gewonnen. Im 16. Jahrhundert bezogen die europäischen Länder das Zinn hauptsächlich aus diesem Gebiet. Vor allem waren es die Reviere Krásno (Schönfeld) und Horní Slavkov (Schlaggenwald), in denen durch die Gewinnung aus reichen Zinngängen und Zinnstöcken seit 1516 eine neue Ära der Förderung begann. Die Zinngruben in diesem Gebiet stellten die konkurrierenden Bergbaubetriebe auf der sächsischen Seite bald in den Schatten, vor allem Altenberg, dessen dominierende Zinnproduktion sich schon vor Entdeckung der Schlaggenwalder Hauptlagerstätten zu verringern begann. Nach dem Anstieg der Förderung in den Revieren Schlaggenwald und Schönfeld in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts sank der Ertrag auf den Altenberger Gruben schnell. Beide böhmischen Reviere wurden nicht nur das Ziel von Prospektoren, die scharenweise aus Sachsen hierher kamen, sondern vor allem Mittelpunkt der Interessen ausländischer Handelskreise aus Nürnberg, Leipzig, Augsburg und Antwerpen. Von dort aus wurde das böhmische Zinn nach ganz Europa transportiert, wo es auf den westeuropäischen Märkten jahrelang erfolgreich mit dem englischen Zinn konkurrierte. Der

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