Hornictví v jáchymovském revíru a těžba cínu v Čechách
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Hornictví v jáchymovském revíru v 16. století, jeho význam a ohlas

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übernehmen. Sein Wirken fällt in den erfolgreichsten Zeitraum des hiesigen Bergbaus. Damals standen etwa 900 bis 1000 Gruben und Stolln in Betrieb, deren Silbererzgänge nicht nur in der Nähe der Stadt erschlossen wurden, intensive Grubenarbeiten begannen auch in den Nebentälern, besonders am Dürnberg (Suchá) und an vielen anderen Stellen in diesem Teil des Erzgebirges.

Von 1526 bis 1533 nahm die Produktion stetig zu. Nach den Unterlagen über die Silbereinnahmen in der Joachimsthaler Münzstätte wurden zur Prägung der Taler im Jahre 1529 29 709 Mark Silber (in Erfurter Mark á 234,5 bis 235,4 Gramm) gezählt und im Jahre 1532 46 697 Mark bereitgestellt. Im Jahre 1533 wurde dann der Höhepunkt der Produktion erreicht. Er betrug 56 379 Mark, also mehr als 14 000 kg des Silbermetalls. Diese Menge bildete allerdings nicht den vollständigen Silberertrag. Zur Münzung wurde nämlich nur ein Teil des erzeugten Metalls bestimmt. Am Ende des Jahres 1528 erhielt die Joachimsthaler Münzstätte gemäß dem Auftrag der königlichen Böhmischen Kammer für zwei Jahre die Auflage, 24 000 Mark in nichtgemünztem Silber zur Deckung der königlichen Schulden bei den Augsburger Bankhäusern Fugger und Baumgartner abzugeben. Trotzdem wurden in Joachimsthal bis 1528 rund 2,2 Millionen Taler und kleine Münzen im Werte bis zirka 4 Millionen Taler geprägt.

Im Verhältnis zur Intensität des Bergbaus stiegen auch die Erträge der Gewerke. Im Jahre 1531 betrug die Ausbeute 116 230 Taler, und im Jahre 1533 wurde die höchste Jahresausbeute von 242 875 Talern erzielt. Von den Joachimsthaler Silbergängen war der „Schweitzergang“ der ertragsreichste, dessen Ergiebigkeit schon AGRICOLA im „Bermannus“ erwähnt. Aus diesem Gang wurde von 1526 bis 1563 ein Gesamtertrag von 560 892 Talern erzielt. Auch der „Kuhgang“ gehörte mit der gesamten Ausbeute von 510 711 Talern zu den einträglichsten Lagerstätten. Manche Halden sind nach ihrer Förderung bis heute in dem Gebiet zu sehen. Besonders gute Silbergehalte wies auch der Lorenzgang im Grubenrevier Abertamy (Abertam) auf. Durch den hohen Silberertrag verglich man ihn mit der legendären Grube St. Georg, die den Ruhm von Schneeberg begründete. Die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts ist zum erfolgreichsten Abschnitt des Joachimsthaler Bergbaus zu zählen. Vom Jahre 1516 bis 1545 erreichte der Silberertrag insgesamt 810 069 Mark, was rund 60 bis 65 Prozent der gesamten Joachimsthaler Produktion bis Ende des 16. Jahrhunderts bedeutete.

Im Jahre 1545 sind in der Geschichte der Bergstadt Joachimsthal und ihrem Bergbau wesentliche Änderungen eingetreten. Die Böhmische Kammer versuchte im Auftrag König FERDINAND I. die Grafen VON SCHLICK von ihrem Grundbesitz in diesem Grubenrevier zu entrechten. Sie wurden durch den Spruch des Landesgerichtes gezwungen, auf ihr Eigentum zu verzichten und mußten die Stadt Joachimsthal und die Burg Freudenstein dem König übereignen. Der Bergbau und die Stadtverwaltung wurden den königlichen

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