⟵ věta pokračuje z předchozího listu
konzentrierte sich die Aufmerksamkeit von Gewerken vor allem in Sachsen, aber auch in Tirol, im Rheinland, im Harz und anderen Gebieten. Zunächst war es das Patriziat aus einigen sächsischen und böhmischen Städten, das hier Kuxe erwarb. Bald kam das Kapital der berühmten großen Bankhäuser und Metallgroßhändler dazu, vor allem aus Nürnberg, Leipzig, Augsburg, Köln und anderenorts. Sie alle sahen die Möglichkeit einer schnellen Verzinsung ihrer Investitionen im neuen Revier, wo die Ausbisse der Silbererzgänge oftmals gleich unter den Wiesen oder zwischen den Wurzeln der Waldbäume zu finden waren. Hier wurden bis etwa um die Mitte des 16. Jahrhunderts 73 Silbererzgänge und bis zum Ende des Jahrhunderts 134 Gänge mit vielen Trümern entdeckt. Als Beweis für die Intensität der Grubenarbeiten kann angeführt werden, daß von 1518 bis 1529 das Bergamt in Joachimsthal jährlich 600 bis 800 Schürfbewilligungen ausstellte. Während der 30er Jahre arbeiteten in Joachimsthal etwa 8000 Häuer, 300 Schichtmeister und 800 Steiger. Im böhmischen Westerzgebirge waren in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts insgesamt etwa 15 000 Bergleute beschäftigt. Mit dem Wachstum des Bergbaus entwickelte sich auch Joachimsthal - seit 1520 Freie Bergstadt - und wurde schrittweise zum Verwaltungszentrum des westlichen Erzgebirges.
Im Mittelteil des fast zwei Kilometer langen Tales wurden an steilen Berghängen in fieberhafter Eile mehrere in Fachwerk ausgeführte Wohnstätten gebaut, bald auch als Steinhäuser. Das Stadtareal vergrößerte sich bis etwa 1530 auf 80 Hektar, und die Bevölkerungsdichte stieg auf 225 Personen pro Hektar. Insgesamt gab es etwa 1200 Häuser, in denen 18 000 Personen wohnten. Nur die Bevölkerungsdichte Freibergs war ähnlich hoch wie in Joachimsthal. Im böhmischen Inland zählten zu dieser Zeit die Bergstadt Kutná Hora (Kuttenberg) etwa 950 Häuser, Jihlava (Iglau) etwa 750 Häuser und die Hauptstadt Praha (Prag) etwa 3300 Häuser mit rund 50 000 Einwohnern. Die Bevölkerungszahl des Wirtschaftszentrums in Westböhmen - Cheb (Eger) - schätzt man für diese Zeit auf 15 000 Einwohner.
Über dem „Thal des St. Joachims“ thronte seit 1517 der „Freudenstein“ - die Burg der Grafen SCHLICK, der Herren des Gebietes. Ab 1519/20 prägte man die berühmten Joachimsthaler Gulden, die dann einfach „Taler“ genannt wurden. In kurzer Zeit errichtete man Haupt- und Nebenkommunikationswege. Zu der alten Straße von Zwickau, über Schneeberg, Schwarzenberg und Goldene Höhe nach Ostrov nad Ohri (Schlackenwert) kam im Jahre 1521 eine weitere Straße hinzu, die von Annaberg über Wiesenthal nach Joachimsthal führte. Außer diesen Versorgungsanbindungen wurden noch weitere Wege und Stege in die Grubenterrains errichtet.
Während dieser ersten Erschließungszeit kam im Jahre 1527 GEORGIUS AGRICOLA nach Joachimsthal, um das Amt des Stadtarztes und -apothekers zu
věta pokračuje na dalším listu ⟶
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
