Hornictví v jáchymovském revíru a těžba cínu v Čechách
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Hornictví v jáchymovském revíru v 16. století, jeho význam a ohlas

Der Bergbau im Joachimsthaler Revier des 16. Jahrhunderts - seine Bedeutung und sein Widerhall

Jiří Majer (Příbram)

Die ununterbrochene Konjunktur des böhmischen Erzbergbaus zwischen 1250 und 1500, in der zeitweise bis zu 20 000 Kilogramm Silber Jahresertrag erzielt wurden, kam am Anfang des 16. Jahrhunderts durch eine ernsthafte Krise zu ihrem Ende. Die Silber- und Goldlagerstätten waren bis in Teufen von 500 Meter erschöpft, wie zum Beispiel Kutná Hora (Kuttenberg) oder Jílové (Eule). Manche Gruben hatten große Probleme mit dem Tiefbau, manche Hütten mit den geringen Gehalten an Edelmetallen in den Erzen. Ernste Hindernisse stellten für die Unternehmer auch veraltete bergrechtliche Bestimmungen und das überholte Lehnhauersystem dar. Alle diese und noch andere Probleme führten zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu einem spürbaren Rückgang der Silberproduktion. Diese sank in Kutná Hora in den ersten Dezennien des 16. Jahrhunderts auf nur noch 2000 Kilogramm Silber im Jahr. Die ehemals ergiebigen Golderzreviere in Jilové und Kasperské Hory (Bergreichenstein), aus denen man zu Beginn des 15. Jahrhunderts jährlich mehrere hundert Kilogramm Gold gewonnen hatte, lieferten nur noch geringe Mengen. Der Abbau der Eisen-, Blei- und Kupfererze war wegen des herrschenden Zunftsystems überwiegend durch den Lokal- und Regionalverbrauch bestimmt. Nur die Zinnproduktion im böhmischen Erzgebirge bei Krupa (Graupen) und Cínovec (Zinnwald) sowie im Kaiserwaldgebirge (Slavkovský les) bei Horní Slavkov (Schlaggenwald) und Krásno (Schönfeld) hielt mit den Fördermengen in Sachsen und England schritt.

Zu einer Änderung der Situation des böhmischen Bergbaus kam es zu Beginn der Neuzeit. Die Veränderungen wurden gleichzeitig zum Wendepunkt der europäischen Wirtschaftsentwicklung. Das Anwachsen der Bevölkerungszahl bedingte und motivierte gleichermaßen einen Wirtschaftsaufschwung. Die ökonomische Belebung gab Anlaß zur Entfaltung von Landwirtschaft, Handwerk und Handel. Diese Tendenz wurde sichtbar durch ein vermehrtes Aufsuchen noch unberührter Erzlagerstätten, vor allem des Silbers als dem Hauptmünzmetall der europäischen Währungen zur damaligen Zeit.

In Böhmen war eine besonders intensive Prospektion in Höhenlagen des Erzgebirges zu beobachten. Diese stand vermutlich in einem unmittelbaren und ursächlichen Zusammenhang mit dem zeitweiligen Rückgang der Förderung in den sächsischen Revieren Schneeberg und Freiberg. Die Entdeckung der Silbererzlagerstätte Jáchymov (Joachimsthal) im Jahr 1516 stellt den Anfang des konjunkturellen Aufschwungs des böhmischen Bergbaues dar. Sie rief sofort einen großen Widerhall im mittleren Europa hervor. Auf dieses neue Revier

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