Alter Überlieferung nach stammt das Denkmal vom Bau des Hochgerichtes.
Zinnguß ist im Schlaggenwalder Museum nur mit wenigen Stücken vertreten, obwohl der Ort Jahrhunderte lang ein Mittelpunkt des Zinngießergewerbes gewesen. Ausgestellt ist nur eine Barbierschüssel barocker Form mit der Marke: SW Fein Zinn von C. H. Schneider in Schlaggenwald, dann ein schöner Pokal der Gewerkschaft in Schlaggenwald mit einem vom Reichsadler gekrönten Schild am Deckel. Die dort eingravierte Inschrift lautet: Gott seegne und erhalte eine löbliche Conföderation allzeit zu der Ehre Gottes. Augustin Christian Hellmond 1746.
[obr] Abb. 283. Schlaggenwald. Museum: Miniaturporträt.
[obr] Abb. 284. Schlaggenwald. Museum: Porträtkopf (Karl V.?) auf dem Bruchstück einer Kachel.
Die Porzellansammlung des kleinen Museums umfaßt nur einige Zufallsspenden. Gutes Porzellan aus der Blütezeit der Schlaggenwalder Manufaktur sucht man hier vergebens. Ein besseres Stück, das Miniaturporträt einer Dame im Interieur, ist das Werk eines unbekannten heimischen Hausmalers aus der Mitte des XIX. Jahrh. Die gerahmte Porzellantafel ist mit der eingestochenen Elbogener Schwertmarke (älterer Typus) gezeichnet (Abb. 283).
Zur keramischen Sammlung gehört das Bruchstück (jetzt 0·18 m hoch) aus einer unglasierten Kachel (XVI. Jahrh.) mit einem Porträtkopf, in dem sich Kaiser Karl V. erkennen ließe (Abb. 284).
Als schulgeschichtliche Denkmale verwahrt das Museum auch Schlaggenwalder Schulpreise aus dem Anfang des XIX. Jahrh.
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