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genannten Grunde (Zechtal) den Sichelhammer zu einer kleinen Porzellanfabrik umbaute. Seitdem die junge Manufaktur vom J. 1800 an von den Erben nach Luise Greiner betrieben worden war, kann man hier auch von der Entwicklung eines Kunstgewerbes der Porzellanerzeugung sprechen, das mit reichen Erfolgen ebenso die keramische Plastik wie Porzellanmalerei übte. Diese Zweige des Kunstgewerbes waren in der Zeit des späten Empire und des Biedermeier hier gut vertreten. Nach Meißner und Wiener Mustern werden in Schlaggenwald kleine figürliche Plastiken in Einzelstücken und Gruppen, meist farbig, ferner Luxus- und Ziergeschirr mit künstlerischem Bilddekor hergestellt. Seine Höhe hat dieses Schlaggenwalder Kunstgewerbe in den J. 1824—1828 erreicht und sich mit wechselnden Erfolgen bis in die Vierzigerjahre hinein erhalten. Führend war in der späteren Schlaggenwalder Porzellanmalerschule neben anderen Johann Hüttner, seit 1834 Mitbesitzer der Chodauer Porzellanfabrik. Zu derselben Zeit war aus ihr der später in Elbogen tätige Hausmaler Franz Kühnhackel hervorgegangen, der nach Schlaggenwalder Lehrlingsjahren sich an der Wiener Malerakademie weiter ausgebildet hatte. Einen guten Ruf genoß auch der Porzellanmaler Wenzl Reif in Schlaggenwald, wo als letzter Hausmaler der guten Zeit Anton Hölperl in seinen jungen Jahren arbeitet. In Schlaggenwald 1820 geboren, war er schon 1835 Malerlehrling in der Porzellanfabrik zu Chodau, 1838 in der Fabrik von Alt-Rohlau. Nach einem vergeblichen Versuch im J. 1840, in der Wiener Malerakademie aufgenommen zu werden, kehrte er als Hausmaler in die Heimat zurück, arbeitet hier auch als Porträtist, läßt sich aber als Maler 1851 in Karlsbad, 1853 in Prag nieder, wo er 1888 starb.
Wie in Elbogen und Chodau, so kann man auch in Schlaggenwald nennenswerte Ansätze zu einem Hausmalergewerbe der Porzellanindustrie beobachten. Zu einer nachhaltigen Entwicklung bis zu einer Schule konnte es aber hier nicht kommen. Der seit 1830 in größerem Umfange immer mehr geübte Bilddruck nahm schließlich dem Kunstgewerbe des Porzellanmalers trotz mancher Versuche einer Wiedererweckung schließlich völlig den Boden.¹)
Das städtische Museum
Das städtische Museum. Das Museum ist im J. 1900 gegründet worden und hat die Aufgabe, Gegenstände der heimatlichen Kunst
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¹) Über die Geschichte der Schlaggenwalder und Elbogener Porzellanfabriken vgl. Dr. Ottokar Weber, Die Entstehung der Porzellan- und Steingutindustrie in Böhmen, Prag 1894, Dr. Gustav E. Pazaurek, Schlaggenwalder Porzellan (Heimat, 1921, Nr. 11 ff., Nr. 10 f., Beilage der Elbogener Zeitung), Dr. Hans Meyer, Böhm. Porzellan (Hochschulwissen, I. Bd., 52 ff.). Auf die bisher unbekannt gebliebene, älteste Schlaggenwalder Porzellanmarke (Zinnrechen, darunter die gekreuzten Berghämmer) weist Ferd. Nemetschke hin. Deutsche Tageszeitung, Karlsbad, 13. Dezember 1925.
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