Soupis historických a uměleckých památek okresu Loket — Horní Slavkov
/ 96
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 90
Umění a umělecká řemesla

⟵ věta pokračuje z předchozího listu

zunächst durch die stattliche Reihe ausgeführter Großaufträge kennzeichnet, erscheint in Schlaggenwald erst im XVIII. Jahrh. Es ist der bekannte Kirchenmaler Elias Dollhopf, geboren in Tachau 1703, gestorben in Schlaggenwald 1773, den man für einen Schüler des Tachauer Malers Mathaeus Mathiowitz halten kann. Schon äußerliche Umstände bringen die Beiden als Meister zueinander: Dollhopf stammt aus Tachau, wo Mathiowitz zu Hause und tätig war, und letzterer führte vor Dollhopf Aufträge in Schlaggenwald aus. Beziehungen zwischen diesen Meistern bestanden jedenfalls. Dollhopfs Arbeiten erscheinen von Waldsassen und Tepl angefangen bis ins untere Egerland in einer nicht geringen Zahl von Kirchen, wo er im Fresko ebenso gearbeitet hat wie im Ölbild. Selbst als Altarbauer und Staffierer übernahm er künstlerische Arbeiten, wobei er sich auch als Plastiker versucht zu haben scheint. In Schlaggenwald birgt die Spitalskirche zu S. Anna eine große Zahl seiner Arbeiten. Auch die stark beschädigten und veränderten Fresken in der großen Josephs-Kapelle bei Schlaggenwald stammen von seiner Hand.1)

Von Kunstgewerben hat zu Beginn des XVI. Jahrh. das der Hafner und des Architekturbildhauers sicherlich geblüht. Die Plastiken des Pflughauses und Epitaphien der Pfarrkirche geben letzteren kein schlechtes Zeugnis. Namen der Meister sind nicht überliefert. Bodenständig war von früher Zeit an das erst kürzlich in Schlaggenwald ausgestorbene Zinngießergewerbe, von dem einige gute Erzeugnisse neben den Kircheninventaren noch die Sammlung des städtischen Museums mit den Namen der Gießer, wenigstens aus jüngerer Zeit, aufweisen kann.

Das Kunstgewerbe in der frühen Schlaggenwalder Porzellan.industrie. Über die Entstehung der Schlaggenwalder Porzellanindustrie bringt die ersten Nachrichten das Schlaggenwalder Pfarrgedenkbuch II Aus dem mißlungenen Versuch der J. 1791—1793 zur Gründung einer Porzellanfabrik in dem benachbarten Rabensgrün war die Schlaggenwalder Porzellanindustrie hervorgegangen. Zu den Gesellschaftern des im J. 1793 aufgelösten Rabensgrüner Unternehmens zählte auch der Schlaggenwalder Bergmeister Johann Georg Paulus, der im so-

---

Crispus hat im Auftrage des Königs Alfonso V. von Neapel zu Ende des XV. Jahrh. eine Reihe von Manuskripten, zum größten Teile theologischen Inhalts, mit Miniaturen versehen, die sich auf der Bibliotheque nationale in Paris befinden. Ein Familienname Crispus läßt sich in Schlaggenwald noch für das XVII. Jahrh. nachweisen, wenn man in dieser Latinisierung den deutschen Namen Kraus vermuten darf.

Ebenso käme hier die im XVI. Jahrh. überlieferte Schlaggenwalder Familie Griebs in Betracht. Zu dieser Zeit wiederholt sich auch der Familiennamen Gris (Gries) in den Schlaggenwalder Dörfern Leßnitz, Rabensgrün und Poschitzau.

1) Beiträge zur Lebensgeschichte dieses Malers bringt Johann Hahn, Elias Dollhopf. Ein vergessener Meister. in den Mitteilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen, Band L, 1912, 147 ff.

list 90 z 96
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.