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paw thu unnd dass Bartel Wotscher unnden des wegs halb gegen den flaischpennck, so es von nötten, noch pas hinein, wi es bürgermaister unnd rate werden erkennen, soll weichen. unnd dass er mit gepeuden den raumb, so Christoff Fugers gwest, gar nicht berüren, noch darauf pawen soll. auch dass Sebastian Mainer gar nichts weitter hinauf, dann wi seyn voriger raumb, bis ann des Steltzners haus gwest ist, pauwen soll. das hat wolgenannter unnser g. h. Caspar Pflug inns stadtpuch also zu verschreiben befohlen. actum ut supra¹).
Diese Bauordnung zählt zu jenen Maßnahmen des Stadtregimentes, welche das bisher ungeregelte Darauflosbauen in der Zeit gewaltiger Zuwanderung seit Ende des XV. Jahrh. endlich einzudämmen suchten. Dabei herrschte damals auch Not an gut gelegenem Baugrund, zu dem man nur ungern Acker- oder Gartengrund hergab. Noch Kaspar Pflug war genötigt, neuen Bauraum zu schaffen, als eben das Talgelände der Seifartsgrün wie am entgegengesetzten Stadtende bei S. Anna samt den Baustellen am Neuen Markt verbaut war. So erwarb der Stadtherr zur Teilung in Baugründe im J. 1532 die zwischen Alten Markt und Altstadt sich aufwärts ziehende Talwiese, des Trötschers Wiese genannt. Hier entstand damals mit breitem Talweg in der Mitte die Vorstadt Leßnitz, meist von Häuslern bewohnt. Zu dieser Zeit, in der Mitte des XVI. Jahrh., hatte die Bergstadt jenen Umfang bekommen, bei dem sie bis heute stehen geblieben ist.
Zu baulicher Entwicklung auf Grund des Neubaues konnten seit dem ausgehenden XVII. Jahrh. nurmehr die bald kleineren, bald größeren Feuerschäden fast allein die Veranlassung geben. Der größte Brand späterer Zeit vernichtete im J. 1713 einen weiten Teil der unteren Stadt, wobei auch die S. Anna-Kirche und das Spital nicht verschont blieben. Der Wiederaufbau ersetzte das verlorengegangene Ortsbild mit seinen Charakteristiken und Denkmalen aus der Zeit nach 1500 durch einen mehr oder weniger barocken Stadtteil. Zu den letzten Veränderungen im Bauinventar der Stadt wirken nicht zu ihrem Vorteil die dem heimischen Hausbau durchaus fremden, modernen Baugestaltungen. Was die jüngst vergangene Zeit hier im Neubau geleistet hat, davon gibt die Umgebung der Pflughäuser oder der Neue Markt kein gutes Zeugnis.
Eine Befestigung fehlte der Bergstadt Schlaggenwald des XVI. Jahrh. und der Folgezeit. Die seit 1500 sprunghaft erfolgte Vergrößerung des verbauten Raumes ließ Pläne zu einer Stadtmauer um so weniger reifen, als schließlich die in drei Tälern verteilten Stadtteile einen Lageplan schufen, bei dem die landläufige Sicherung durch Mauer und Graben etwas Unmögliches wurde. So blieb das einst reiche Schlaggenwald eine offene, ungeschützte Stadt, wenn man davon
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¹) Zu dieser auch mit einer Bachregulierung verbundenen Maßnahme gaben die nicht unbedeutenden Schäden des Hochwassers im Sommer 1543 noch eine besondere Veranlassung.
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