Soupis historických a uměleckých památek okresu Loket — Horní Slavkov
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Situační plán města

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der Gründung Slawkos von Riesenburg wird man in dem Ortsteil der Kirchenstaffel und in dem freien Platz vor dem alten Gewandhaus wie in seinen ihn umgebenden Winkelgassen erkennen müssen. Diese Altstadt drängte sich mit dem verbauten Raum bis an den Flutbach heran. Sie war als Schutzsiedelung aus dem Anfang des XV. Jahrh. sicherlich ummauert und mit verwahrten Toren und Pforten versehen. Die erste, noch in das gleiche Jahrhundert fallende Siedelungserweiterung schloß bei möglichster Beschränkung der Verteidigungslinie und der Ummauerung den Alten Markt in den Bezirk der Altstadt ein. In ein Schlaggenwald dieses Umfanges war im J. 1501 als Stadtherr mit neuen Plänen Johann Pflug von Rabenstein eingezogen. Als unter ihm neben seinen um 1510 erbauten Stadthäusern in der Altstadt längs des Flutbaches noch anderes Bauwerk und ein Viertel bis zur Seifartsgrün damals entstanden war, hemmte in der anderen Richtung der bis an den Bach herangeschobene Häuserblock der Altstadt die weitere Entwicklung in das talwärts gelegene Gelände. Weil dazu die Anlage des Neuen Marktes in dem Raum bis zu dem schon bestehenden Viertel bei S. Anna bereits durchgeführt war, so fand sich Kaspar Pflug zu einer ersten Straßenregulierung genötigt, welche den untersten Teil der Altstadt durchbrechen mußte. Dabei sollten zwei Häuser überhaupt verschwinden, zwei andere bürgerliche Wohnstätten auf das linke Ufer des Flutbaches übertragen werden, für den auch eine Erweiterung des Bettes den Bauunternehmern vorgeschrieben wurde. Dadurch wurde ein ungehinderter Straßenzug über den nunmehr erweiterten Fleischmarkt an den Fleischbänken vorbei bis zum Neuen Markte geschaffen. Der dazu von Kaspar Pflug herausgegebene „Abschied“ hat als ein baugeschichtliches Dokument jene Bedeutung, die seine Wiedergabe aus dem Schlaggenwalder Gedächtnisbuche, Tom. I, 1, rechtfertigt:

Die heusser, so auf der flute gestanden:

Uff heut donerstag am 27. tag septembris im 1543. jar ist der wolgeborn herr Caspar Pflug, herr vonn Rabenstein uff Betschaw, unser g(nädiger) h(err) alhy zw Schlackenwalde erschinnen, hat di gelegenheit der heusser, so uff der flute gestannden unnd abgebrochenn worden, ob unnd welcher massen dieselben oder dero ettliche wider ze pawen seinn mechtenn, im beyseinn des erbarn weissen Heinrichen Winnttenneber, bürgermaisters, unnd eines erbarn gantzen rates personlich nach notturfft besichttigt unnd derhalben disen abschide gegeben, wie hernach volgt: erstlich, dass oben des Steltzners unnd hernidenn Christoff Fugers heusser nicht megen, noch sollen wider aufgepawet werdenn, sonnder pede itz gemelte heusser sollen mit allen derselbenn zugehorigen unnd anlangenden gepeuden, sovil noch hinnder der flute steet, ganntz abgerissen, auch nichts anndern ann di stadt gepaut, noch gesetzt und derselbig raum zur gmaine gebraucht werdenn. zum anndern sollen Bartel Wotscher und Sebastian Mainer den paw der zwaier mittlern heusser hinüber hinnder di flute mit rate, wissen unnd willen bürgermaisters unnd rates anlegen, also dass derselbigen zwayer heusser gepeud von der flute, so si zuvor noch umb drey schuch erweittern wirdet, alsdann auf zwaintzig schuch lanng von der flute aufgepawet werdenn, doch dass ir ittlicher ainen eerlichen, ansehentlichen, stainern

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