Soupis historických a uměleckých památek okresu Loket — Horní Slavkov
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Měšťanský dům a Pflughaus

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ersten Stockwerkes ist der im Westeck eingebaute, offene Feuerplatz (Kamin) noch kenntlich, ferner von plastischem Wandschmuck (Steinskulptur) ein Porträtmedaillon¹) mit dem Kopfe eines unbekannten Vornehmen (Durchmesser des Medaillons 0·38 m). Im zweiten Stockwerk hat sich in der geräumigen Diele noch die geschnitzte und bemalte Balkendecke erhalten, deren farbiger Schmuck heute hinter dem Tüncheanstrich verschwindet. Die Zimmerwände sind hier durchwegs nurmehr schwacher Riegelbau. Aus dieser Diele führen zwei Türen auf eine ursprünglich offene Loggia an der Hofseite des Hauses, die am Ende des XIX. Jahrh. durch einen unschön verschalten Laufgang ersetzt wurde. Die alten,

[obr] Abb. 261. Schlaggenwald. Pflughaus: Medaillonporträt aus dem Anfang des XVI. Jahrh. Sandsteinskulptur.

geschnitzten Freistützen der Loggia (gebauchte Säulen mit Kapitäl und hohen Pfeilersockeln) dienen im zweiten Stockwerk noch heute.

Noch vorhandene Einzelheiten der alten Bauausstattung: Ein architektonisches Steingewände mit geradem Sturz am Hoftor; geschmiedete Fenstergitter an den Hoffenstern der Diele im ersten Stockwerk, ebenda auch Türgewände; Stubentüren im zweiten Stock. Alles übrige ist modern

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¹) Das Reliefbild wurde im März 1927 in der Hausflur des gleichen Hauses eingemauert. Dabei zeigte sich, daß der bisherige Platz im ersten Stock nur einer späteren Aufstellung entspricht. Eine nach Abhebung des interessanten kleinen Denkmals (Abb. 261) mögliche Untersuchung ergab, daß es aus feinkörnigem Sandstein nach der Art der antiken Imago clupeata geschnitten, ursprünglich fein stukkiert und farbig behandelt worden war. Farbspuren, vor allem von einem tiefblauen Hintergrunde, ließen sich noch nachweisen. An eine Ähnlichkeit mit den Zügen im Porträt Karls V. wird man hier bei einem Vergleich mit seinen Porträtmedaillen ebenso gemahnt wie bei dem Kopf im Schlaggenwalder Museum (Abb. 284). Lokale Überlieferung will hingegen den Kopf einem der Herren Pflug von Rabenstein zuweisen. Auffallend bleibt auch, daß die Reliefplatte 0·085 m dick, im Kreisrund aus dem Viereck so geschnitten ist, daß ihr das rechte, untere Eck belassen wurde. Diese Asymmetrie läßt noch ein zugehöriges, gegensinnig zugerichtetes Stück vermuten, das aber verschollen ist.

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