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schwundenen Denkmalen zählen auch fünfzehn im J. 1666 gestiftete TAFELBILDER. Wie dieselben aufgestellt waren, ist nicht überliefert. Die letzte Tafel scheint in einer Bogennische des Ostecks am älteren Pfarrhaus angebracht gewesen zu sein. Dem Stifter der zweiten Tafel, dem Christian Leibelt, „Mahler zu Petschau“, wird man wohl das ganze Werk zuschreiben können. Zu diesem Zyklus zählt die Schlaggenwalder Pfarrchronik außer dieser Tafel folgende Bilder auf der Kirchenstaffel: „Die Einreitung Christi in Jerusalem, eine Stiftung der Schulknaben, das Abendmahl des Herrn, Fußwaschung, der Ölberg, Gefangnus Christi im Garten, die Vorstellung Christi vor Anna, die Geißelung Christi, Ecce homo, Verurteilung Christi, die Krönung Christi, Kreuztragung, die Entblößung Christi, Christus ans Kreuz geworfen, Christus wird ans Kreuz genagelt.“ Christian Leibelt, der mit seinem Monogramm CL oberhalb der Bilddatierung signiert, ist sonst kaum bekannt. In Schlaggenwald vergoldete er 1686 den Bruderschaftsaltar der Pfarrkirche. Zuvor hatte er 1684 wohl für denselben Altar die Palla gemalt. Die bezügliche Notiz der Pfarrchronik lautet: 1684 imago Carmelitani Scapularis pinxit d. Christianus Leibelt, pictor ex Petschau. Der Maler war in Schlaggenwald des öfteren mit Aufträgen bedacht worden. So besitzt aus dem J. 1678 das Museum in Schlaggenwald von der Hand des Christian Leibelt ein recht mittelmäßiges Altarbild, das dessen Signatur oberhalb der Legende S. Georgius martyr patronus ecclesiae Schlackenwaldensis trägt (Abb. 103).
Das auf der Spezialkarte 1 : 75.000 in der Einschichte Huber Hof nächst Höhe 669 eingezeichnete WEGKREUZ ist aus Holz gezimmert. An ihm ist ein Bild der Dreifaltigkeit angebracht (ältere, bunte Porzellanmalerei).
Das HOCHGERICHT. Vom ehemaligen Hochgericht haben sich in der Flur Am Galgen zwischen Schlaggenwald und Poschitzau umfangreiche Mauerreste erhalten. Der sorgfältig aus zugerichtetem Bruchstein aufgeführte Rundbau umschließt mit einer 1·05 m dicken Mauer einen inneren Raum von 4·6 m Durchmesser. Eine Tür öffnete sich mit einer Lichte von 1·35 m an der Ostseite in den Innenraum. Aus diesem Bau stammt das in Stein gehauene Stadtwappen mit Versen und dem lateinischen Spruch: „Hodie mihi, cras tibi“ her (Abb. 282). Jetzt in Museum.
Das Rathaus, das Schulhaus und die Fleischbänke
Das RATHAUS liegt am oberen Ende des Neuen Marktes in der nördlichen Häuserzeile (Abb. 256). Ursprünglich als bürgerliches Wohnhaus nach 1500 gebaut, ist es in den Tagen der sprunghaften Entwicklung der Bergstadt angekauft und als Rathaus eingerichtet worden. Diese Adaptierung fällt auch in die Zeit der größten Bautätigkeit im Orte, in der man hier rasch zu einem beziehbaren Stadthaus gelangen wollte, indem im Jahre 1521 der rat zu Schlackenwaldt dem
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