Zum beweglichen Inventar des Dechanteihauses zählen große Bilder in den oberen Räumen ohne besonderen Kunstwert aus dem XVIII. Jahrh., wie Gloria der Dreifaltigkeit, Gloria des S. Johannes Nepom. und anderes.
In den Eingang des Pfarrhofes (Abb. 234) ist ein mit barockem Nischenaufsatz geziertes PORTAL gestellt, welches eine architektonische Verbindung zwischen Dechanteihaus und Friedhofsmauer herzustellen sucht.
Die Wirtschaftsgebäude im Pfarrhofe sind durchwegs früheres Bauwerk. Hier erscheint noch altes, gutes Fachwerk im Stallbau, dann sind als Freistützen in einem jetzt als Holzschupfen verwendeten Baue geschnitzte Pfeiler aus dem XVIII. Jahrh. eingebaut. Am Ausgang des Hofes zum Glockenberg liegt, von der Friedhofsmauer teilweise als Unterbau benützt, eine alte Mauervierung in Resten zutage, die zur Frage früheren Bauwerkes in der Kirchennähe noch zu untersuchen wären. Im Aufgehenden bis über 2 m erhalten ist es ein mit Schutt angefüllter Steinbau bei einer inneren Fläche von ungefähr 8 m × 10 m und 1·2 m dicken Mauern.
[obr] STRASSE — SPITAL — 0 5 10 M
[obr] Abb. 235. Schlaggenwald. Kirche zu S. Anna: Grundriß.
Hospitalskirche zu S. Anna
HOSPITALSKIRCHE zu S. ANNA. Der heutige Baubestand der Kirche zu S. Anna ist mindestens die dritte Erneuerung eines christlichen Kultbaues an dieser Stelle, der im Zusammenhang mit einem Bürgerhospital um 1500 gegründet wurde. Nachdem dieses samt der angebauten Kirche im J. 1713 dem großen Stadtbrande zum Opfer gefallen war, erfolgte nach einigen Jahren der Neuaufbau. Im J. 1728 war die Kirche wiederhergestellt. Die Untersuchung des heutigen Baues ergibt, daß dabei altes Bauwerk erhalten blieb und nur Decken, Dachwerk und Innenausstattung wie Verputzarbeit auf Rechnung der Renovierung kommen. Die Grundrißlösung folgt völlig dem Beispiel der Hallenkirchen der Reformationszeit im böhmisch-sächsischen Grenzgebiet, Langhaus und Presbyterium laufen fast in gleichen Breiten, so
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