Belassung eines einfachen Bergamtes. Der hundert Jahre später verfügten, völligen Auflassung der staatlichen Bergbehörden und Bergbetriebe im J. 1868 folgten bald die wenigen noch arbeitenden Gewerke, bis in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrh. Schlaggenwald aufhörte eine Bergstadt zu sein.
Lageplan
Lageplan.
Deutlicher als in der Chronologie der Ortsgeschichte drückt sich die Entwicklung Schlaggenwalds im Stadtplan und im unterschiedlichen Bauwerk aus. So gibt auf die Frage nach dem frühesten Siedelungsteil des Ortes eher seine Anlage selbst eine Antwort als das bis heute erschlossene archivalische Material. Die Gründung
[obr] Abb. 196. Schlaggenwald. Blick vom Pflughaus in den Unteren Graben. In der Mitte das alte Stöberlhaus.
der Riesenburge fand im Orte Seifartsgrün schon eine frühere ländliche Siedelung vor, von der sich der feste Platz und vielleicht ein zugehöriger Hof nach den Beispielen von Petschau, Littmitz, Altsattl oder anderen möglichst absondert, ohne aber die örtliche Beziehung ganz aufzugeben. Die zweifellos befestigte Herrensiedelung stand sicherlich mit der kleinen Kirche des Ortes in einem Zusammenhang. Die Burg oder etwas ähnliches wird daher im Raume der heutigen Kirche und Pfarrei oder am Hang des Glockenberges zu suchen sein. Älteres Bauwerk vor dem Altarraum der Kirche des J. 1520 deutet übrigens auf alten, zerstörten Bestand ebenso, wie die ungewöhnlichen Schießscharten im Kirchturm auf eine altgewohnte Verteidigungsmöglichkeit dieser Örtlichkeit. Das Suburbium oder die bürgerliche Siedelung in
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