Soupis historických a uměleckých památek okresu Loket — Horní Slavkov
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Kovářské náhrobní kříže, zvonice, zvony a hřbitov

RVPTA FVI NVPER, SED JAM TOTA NOVATA, VT PRECIBVS SACRIS FVNERIBVSQUE VOCEM. ANNO CHRISTI 1.599 MENSE JUNIO.

Auf der Gegenseite im Felde ist als Glockenplastik der gekreuzigte Heiland angebracht, darunter die Legende: IOH. 1. ECCE AGNVS DEI QUI TOLLIT PECCATA MVNDI. Unterhalb am Rande des Feldes eine kleine Plastik: Mönchsheiliger. Auf dem oberen Rande des durch einen Reifen geteilten Kranzes steht der Name des Gießers: GREGER ALBRECHT. Obwohl der Meister Greger Albrecht auf einer Glocke aus dem J. 1576 als Gußort Schlackenwert angegeben hat, so scheint doch das Fehlen einer Ortsangabe neben dem Meisternamen auf der Georgsglocke darauf hinzuweisen, daß diese samt ihren Schwesterglocken in Schlaggenwald gegossen wurde.

Die kleinere Glocke (KATHERINENGLOCKE) ist bei einem Durchmesser von 0·94 m 0·9 m hoch, wovon 0·18 m auf die Höhe der mit grotesken Köpfen gezierten Henkel entfallen. Unterhalb der Haube trägt die Glocke in einem 0·03 m breiten Schriftband die Jahrzahl A(nn)o 1612 und den Psalm 104: Quam magnificata sunt opera tua domine...., darunter als Friesband eine Blattreihe, 0·06 m hoch. Im Felde die dreizeilige Meisterinschrift des Joachimstaler Meisters Hans Friedrich Mayr in folgendem Wortlaut: VON HANS FRIDERICH / MAYR IN ST. JOACHIMS / THAL GEGOSSEN. Figürliche Plastiken fehlen der Glocke.

DONATUSGLOCKE, 38 alte Zentner schwer. Legende: Verbum Domini manet in aeternum. Als Glockengießer wird Meister Gregor Albrecht in Schlackenwert angegeben. Diese Glocke wurde im J. 1916 zur Kriegsmetallgewinnung eingezogen.

Die Glocken sind im J. 1751, 19. Oktober, von dem Glockengießer Johann Georg Jordan in Eger überhängt und zum ersten Male mit neuen Kehreisen versehen worden. Eine alte Kirchenglocke (sogenannte Meßglocke im Sanktustürmchen) mit dem Namen S. Hyacinthus ist im J. 1736 umgegossen worden.

Eine Glocke, von dem Meister Nikolaus Löw im J. 1656 gegossen, zählte auch zu dem Schlaggenwalder Glockenbestand. Sie trug die Legende: O Maria mater, sancta Anna, ora pro nobis deum 1656. (Mitteilungen für Geschichte der Deutschen in Böhmen, LVII, 218). Ferner wird ebenda, 219, eine Glocke als Gußwerk des Johann Paul Schellener in Innsbruck aus dem J. 1698 mit der Legende: Et verbum caro factum est erwähnt.

Zu den verschollenen Glocken gehört schließlich auch noch ein Gußwerk des Meisters Regnitzer in Nürnberg.

Auf dem FRIEDHOFE neben der Pfarrkirche ist außer den erwähnten Epitaphien älterer Zeit nur das XIX. Jahrh. durch wenige Denkmale mit geschichtlichem und künstlerischem Wert vertreten. Zu diesen zählen als Dokumente zur Geschichte der Schlaggenwalder Porzellanindustrie das an der Nordwand des Presbyteriums stehende Grabmal

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