Die ÖLBERGKAPELLE. Im Erdgeschoß des Turmes ist eine Ölberggruppe aufgestellt. Holzskulpturen von der Hand eines guten Meisters aus der Zeit um 1500, durch späte Übermalung entstellt, sonst gut erhalten: Knieender Christus, 1·53 m hoch, als Sitzfiguren die Apostel Johannes, 1·25 m hoch, S. Jakobus in die paenula eingehüllt, 1·23 m hoch, und S. Petrus, 1·13 m hoch, der schlafend sein Haupt auf den rechten Arm stützt (Abb. 216 und 217).
In demselben Raume steht ein gotischer Weihwasserbrunnen. Steinskulptur aus der Zeit um 1550, Granit, mit gedrehter Säule und Blattdekor (Abb. 215). In der Vorhalle barocke Pieta (Holzskulptur).
[obr] Abb. 217. Schlaggenwald. Pfarrkirche: Ölbergfiguren, Petrus und Johannes.
Außerhalb der Kirche gehört zur Friedhofseinrichtung ein großes KRUZIFIX in einem Anbau der Südwand des Langhauses (Abb. 218): Holzskulptur vom Meister der Ölberggruppe, bedeutendes Kunstwerk von großer Wirkung, durch späten modernen Anstrich und Naturperücke beeinträchtigt. Das Kreuz soll vor dem J. 1788 in der Kirche im Triumphbogen gehangen haben. Gleichartige Arbeit in Joachimsthal, Spitalkirche.
Barocke Holzskulpturen von einem figurenreichen, weißen Altar des XVIII. Jahrh. sind in dem gewölbten Stockwerksraum des Kirchturmes aufbewahrt. Zum Inventar der Kirche gehört noch eine KRIPPE mit großen Holzpuppen aus der Zeit der ersten Hälfte des XIX. Jahrh. und zugehörigen Gewändern in alter Tracht. Nach älteren, verschollenen Vorbildern geschnitzt, doch durch neuere Bemalung entstellt. An fast lebensgroßen Kostümpuppen sind vorhanden: Maria, Josef, das Kind,
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