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*) Dvorský, c. d., s. 457 násl.
**) Prökl, c. d., s. 132 a 72.
*) (Poznámka k tomuto odkazu na dochovaném úryvku předlohy chybí — text kapitoly zde končí.)
ist.
eine gut geleitete Schule, in welcher die Schüler eine höhere Ausbildung erlangen konnten, als in den Schulen gleichen Charakters in anderen Städten des Landes. Uns liegt ein interessanter Bericht aus dem Jahre 1603 (Anfang Mai) vor, der besagt, dass die Schule namentlich auch von recht vielen Kindern tschechischer Eltern besucht wurde. So hat der Rathsschreiber von Rakonitz Simon Žlutický seinen Sohn Mathias, der an der Lateinschule in Laun die erste Ausbildung genossen, zum weiteren Studium, insbesondere auch zur Aneignung der Kenntnis der deutschen Sprache nach Schlaggenwald geschickt, wo er bei dem Bürger Adam Weidisch in Wohnung war. In einem weiteren Schreiben vom 21. Juli 1603 klagt er jedoch, dass der Erfolg nicht seinen Erwartungen entspricht. Der Rector habe ihn unter die tschechischen Schüler gesetzt, so dass er mit ihnen in seiner Muttersprache verkehre und daher das Deutsche vernachlässige, ferner in der lateinischen Sprache nicht nur nicht Fortschritte mache, sondern selbst das vergesse, was er in Laun schon gelernt habe. Der Mangel in dem Fortschritt der Kenntnis der lateinischen Sprache hatte bei diesem Schüler wohl seinen Grund in der Unkenntnis der deutschen Sprache, in welcher gelehrt wurde. Der Vater bittet daher um Abhilfe und ersucht, dass der Cantor ihm Privatunterricht in der Musik und den Gegenständen ertheile, welche er unter der Leitung des Rectors in der Schule nicht erlernt.*) Aus solchen wohl vereinzelten Fällen, die sich aber leicht aus der Natur der Dinge erklären lassen, wäre es gewiss voreilig, ein ungünstiges Urtheil über die Schule und die Lehrer derselben zu fällen.
Die Katastrophe der Schlacht auf dem weißen Berge bei Prag am 8. November 1620 war auch für das protestantische Schlaggenwald sehr verhängnisvoll. Mit der Einführung der Gegenreformation wurde der Lateinschule in dieser Stadt die Lebensader unterbunden. Die Kirche wurde für den protestantischen Gottesdienst am 24. August 1624 gesperrt. Am 20. September legte der Rector die Schlüssel zur Schule bei dem Rathe nieder. Anfangs Februar 1625 verließ der Conrector Löscher,**) doch erst 1627 der Baccalaureus Bernhard Jahn die Stadt. Ihnen folgten, wie das in jener Zeit fast überall sich findet, viele evangelische Bürger, welche nach Verkauf ihrer Habe in fremden Ländern ein neues Heim zu begründen suchten.
Welche Änderung in den Verhältnissen des Schulwesens der
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*) Dvorský, l. c. S. 457 ffg.
**) Prökl, l. c. S. 132 und 72.
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