Latinská škola v Horním Slavkově 1554–1624
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Latinská škola v Horním Slavkově (1554–1624)

Leitung eines bewährten Lehrers treffliche Erfolge erzielen konnte. Der beschränkte Raum verbietet den Abdruck der umfassenden Schriftstücke, die durch ihren Inhalt gewiss das Interesse des Schulmannes in vollstem Maße auf sich lenken würden.

Drei bedeutende Gelehrte der Reformationszeit sind aus Schlaggenwald hervorgegangen: Caspar Bruschius, Wolfgang Christoph Crines und Zacharias Theobald. Caspar Bruschius, der bedeutendste von ihnen, hat seine Studien daselbst nicht gemacht († 1559); die beiden anderen haben in dieser Schule die Grundlage für ihre spätere Ausbildung erhalten. Christoph Crines wurde 1584 als Sohn des Pfarrherrn von Schlaggenwald geboren, erhielt seinen ersten Unterricht an der Lateinschule der Stadt, die spätere Ausbildung an den Hochschulen in Jena und Wittenberg. Nach längerem Aufenthalte in Oberösterreich als Pfarrer in Gschwend auf dem Besitzthume der Familie Losenstein und später in Grub war er genöthigt, 1624 das Land zu verlassen, worauf er nach Nürnberg gieng und als Lehrer der Theologie an der Universität in Altdorf wirkte, wo er in Folge eines Schlaganfalles am 28. August 1629 gestorben ist. Seine wissenschaftliche Thätigkeit erstreckte sich auf das Studium orientalischer Sprachen, als dessen Frucht mehrere Arbeiten rein wissenschaftlichen Charakters wie auch einige paedagogische Schriften hervorgiengen.*) Zacharias Theobaldus, der 1608 zur Leitung der Lateinschule nach seiner Vaterstadt berufen wurde, an ihr aber nur bis 1610 wirkte, wurde 1586 geboren und ebenfalls in der Lateinschule zu Schlaggenwald herangebildet. Auch er wirkte an der Hochschule in Altdorf, wo ihn noch in jungen Jahren 1627 der Tod ereilte. Neben Arbeiten theologischen Inhaltes veröffentlichte er Schriften über die Geschichte und Topographie Böhmens, wie auch ein Werk naturgeschichtlichen Inhaltes (Arcana naturae).**) Die Männer, welche noch zu erwähnen wären, gehören einer späteren Zeit und einem ganz anderen Geiste an.

Die Lateinschule in Schlaggenwald hatte sich in der Zeit ihrer Blüte eines bedeutenden Ansehens zu erfreuen, denn sie galt als

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*) Vergl. Pelzel, Abbildungen böhmischer und mährischer Gelehrten und Künstler etc. Prag. 1773. I. Band. S. 96—100 mit Abbildung. Daselbst werden auch seine zahlreichen Arbeiten aufgezählt.

**) Daselbst Seite 101—104 mit Abbildung und einigen Bemerkungen über seine geschichtlichen Arbeiten, die allerdings mit sehr grosser Vorsicht zu benützen sind, wie das übrigens bei den Arbeiten der damaligen Zeit nicht sehr auffallen darf. Nach Prökl, l. c. S. 140 war er 1587 Rector der Laieinschule in Schlaggenwald, welche Behauptung mit Rücksicht auf das Geburtsjahr 1586 nicht möglich

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