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befand. Dieser ist von dem um die Geschichte von Schlaggenwald hochverdienten A. Kohl angelegt.
Bei Nr. 176 vom 28. Mai 1607 findet sich die Angabe „Bestellung des Nicolaus Roth zum Rector der Schule in Schlaggenwald. Enthält auf getrennten Bogen die Stundeneintheilung der 4 lateinischen Schulen zu Schlaggenwald*): Ordo lectionum nonnihil immutatus. Das Siegel lautet: M. Roth Altenburgensis." Der Ordo soll sich aber gegenwärtig bei dem Actenstücke nicht mehr befinden; vielleicht dürfte er doch wieder einmal zum Vorschein kommen. Da unter den Abschriften und Acten aus dem Schlaggenwalder Archive im Archive des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen leider eine Abschrift desselben nicht vorhanden ist, so muss man sich nur mit den wenigen Notizen begnügen, welche W. Weber in den Vereinsmittheilungen S. 11 angibt.**) Nach denselben wurde in der Prima gelehrt: Lateinische und griechische Grammatik und Syntax, verbunden mit Lektüre der Autoren. Von den lateinischen Schriftstellern werden Virgil und Terenz, von den griechischen die Sentenzen des Theognides (recte Theognis) genannt. Ferner wurden betrieben Stilübungen, Religionslehre, Lesung des Evangeliums im griechischen Texte und Erklärung desselben, Arithmetik, Logik, Poësie und Rhetorik, Musik (Choralgesang). Das sind leider die letzten Reste, welche sich von dem für die Kenntnis des älteren Schulwesens in unserem Lande so wichtigen Schriftstücke erhalten haben. Wahrscheinlich ist der Studienplan für Schlaggenwald nach dem Vorbilde der Lateinschule in Joachimsthal oder einer anderen Stadt der benachbarten Gebiete, mit denen die Bergstadt in fortwährendem Verkehre stand, nachgebildet worden. Dagegen verwahrt das Archiv des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen zwei Verzeichnisse von den Büchern, welche der Schule in Schlaggenwald gehörten, darunter namentlich der Lehrbücher, nach welchen der Unterricht ertheilt wurde. Das eine Verzeichnis ist 1599 angelegt, das andere dürfte etwas älter sein. Die beiden Verzeichnisse sind sehr reichhältig; sie enthalten die theologischen und paedagogischen Schriften der hervorragendsten Schriftsteller der Reformation aus dem XVI. Jahrhundert, an deren Hand die umsichtige
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*) Nach der früheren Aufzählung der Classen war aber die Schule eine sechsclassige. Vergl. S. 7.
**) Nach Prökl, Gesch. der königl. Bergstädte Schlaggenwald und Schönfeld, Eger, 1887. S. 132, Note 22 hat der Rath 1584 eine „Ordnung der Schulen" ausgearbeitet, doch ist aus den Notizen, die Prökl mittheilt, eine Organisation des Lehrplanes nicht heraus zu finden.
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