Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Staré panské dvory a statky

Windhof.** Auf der Anhöhe (613 m) zwischen Schlaggenwald und Leßnitz stand über 400 Jahre der Windhof. Erstmals wird das ehemalige Lehensgut und dessen Besitzer Gregor Egerer in einer Urkunde 1587 anläßlich eines Neubaues erwähnt und als „Windtwebershoff" bezeichnet. Daraus mag der bis in unsere Zeit gebräuchliche Name „Windhof" entstanden sein. 1684 ging das Anwesen auf J.G. Meyer, Oberamtsverwalter und Zehenter der Stadt, über.

Bis zur Vertreibung war der vollarrondierte, 24 ha große Hof durch viele Generationen im Besitz der Familie Rippl. „Dä Windhuäf-Toni" (1895–1965) bearbeitete mit seiner Frau Luise, seinen drei Töchtern und ein bis zwei Hilfskräften diesen Betrieb, der aus 2/3 Ackerland und 1/3 Wiesen bestand und auf dem umgerechnet ein Stück Großvieh auf den Hektar gehalten wurde. Zum Hof gehörte das in der Nähe liegende „Luäser Haus", das Auszugshaus für die Alten.

Der Wolfshof. Etwas mehr als 1 km nördlich der Stadt stand auf dem Bergrücken zwischen den bewaldeten Hängen des Silberbaches und des Flutbaches auf der freien Flur der Wolfshof. Seit 1526 und 1544 findet man im Schlaggenwalder Archiv diese Hofbezeichnung. Ein Michel vom Walde wird als ältester Besitzer genannt. Danach erwirbt die reiche Adelsfamilie, die sich Hutzelmann auf dem Wolfshofe nannte, dieses Gut. 1541 geht dieser Besitz für 1680 fl auf die Stadt über.

Vom zugehörigen Grundbesitz, der weit über das Silberbachtal reichte, verkaufte man später das Ackerland, nur der Wald und die Gebäude blieben der Stadt erhalten. Das Haus bewohnten in den letzten Jahren im Erdgeschoß die Familie Köhler und im ersten Stock der Förster Fischer. Nach 1945 stand es lange leer und war dem Verfall preisgegeben. Auf tragische Weise kam später ein spielendes tschechisches Kind durch den allerletzten Rest dieses Hofes, nämlich den einstürzenden Kamin, ums Leben.

Das Gasthaus im Wiesental

Die Seifertsgrün hinaus, unter dem Viadukt hindurch, am „Echobanklä" vorbei, traf man am Ende des Wiesentales auf ein alleinstehendes Anwesen. Es gehörte der Familie Böhm, die neben der Landwirtschaft auch eine Gastwirtschaft betrieb. Friedliche Ruhe lag wochentags um den Hof; nur vom Hubhof holten die Bauern ihr Bier, wenn's im Sommer auf den Feldern heiß herging. Heiß her aber ging's sonntags in der Schenke und im Tanzsaal. Kern Gustl spielte mit seinen Musikanten zum Tanz auf, Spaziergänger kamen aus der Stadt, junges Volk von überallher suchte die Gelegenheit zum Tanzen. Vor allem in den zwanziger Jahren trafen sich hier die im „Jugendbund" vereinigten Burschen und Mädchen; ebenso hatte der sozialdemokratische Verein aus der Stadt hier seinen Treffpunkt. Auf ihr Vergnügen kamen auch die Buben vom Hubhof beim Leeren der „Nachälä" (Bierreste), wenn am späten Abend die Gäste die Tische im Garten verließen.

Noch heute erinnern wir uns gern an das Wiesental, das es durch die Auffüllung mit dem Abraum der Erzaufbereitung – begraben unter einer mehr als 20 m hohen zermahlenen Gesteinsschicht – nicht mehr gibt.

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