Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Staré panské dvory a statky

Alte Adelssitze und Höfe
Wie die Pflughäuser im Ort den vergangenen Reichtum der Bürger erkennen ließen, so bezeugten diesen auch die alleinstehenden Höfe rund um die Stadt.

Einst Gutshöfe von Adeligen und Rittern, haben sie in ihrer massiven, auf Sicherheit angelegten Bauweise den wechselnden Zeiten standgehalten, boten bis in unsere Zeit Mensch und Vieh Heimstatt und Schutz und vielen Bauerngenerationen eine Existenzgrundlage. Nur unser Jahrhundert brachte es fertig, alle diese Zeugen der Vergangenheit zu zerstören.

Die uns durch die Flurbereinigung bekannte Siedlungsform der Aussiedlerhöfe bestand hier schon seit dem späten Mittelalter. Sie bildete einen Gegensatz zu den geschlossenen Dorfsiedlungen ringsum, wenn man von den an Bachläufe gebundenen Mühlen außerhalb der Ortschaften absieht.

Seit dem 16. Jh. waren der Wolfshof und der Kugelhof im Besitz der Stadt, die übrigen Güter in Privatbesitz.

Bärenhof. Nicht weit vom Tichtelhof, über Seifen und den Alisteich hinaus, errichtete 1938 Notar Korb aus Elbogen einen neuen Bauernhof, den er mit 8 ha Grund an den Landwirt Emil Richter verpachtete. Die ortsübliche Bezeichnung hieß „bān Richterhuāf" oder auch „bān Notar Kurb". Nur wenigen geläufig war die Bezeichnung „Bärenhof"; es darf vermutet werden, daß sie in Anlehnung an den beim Tichtelhof genannten Bürgermeister Pern entstanden sein könnte.

Der Hubhof. Ganz im Süden des Schlaggenwalder Katasters lagen auf der Höhe fünf Bauernhöfe und fünf kleine Wohnhäuser, die zusammen als „Hubhof" bezeichnet wurden.

An der Entwicklung der Ansiedlung waren der Bergbau und der Lehnshof Hasenbühl der Herrschaft Petschau beteiligt. Der seit dem 16. Jh. bekannte, 60 ha große Hof an der Grenze zwischen Petschau und Schlaggenwald war schon lange verfallen.

Im Jahre 1800 erwarb Matthias Kühnhackl die Hälfte des Gutshofes, die andere Hälfte kauften die Bauern Achtner und Lochschmidt. Aus ihnen gingen die Höfe Josef, Franz und Oskar Kühnhackl, Franz Pollak und die kleinere Landwirtschaft Brandl hervor. Die Wohnhäuser, die zu Schönfeld gehörten, erbauten Bergleute, die auf der angrenzenden Hub arbeiteten. Oben, nahe dem Pingenhang, gehörten noch die kleinen Wohnhäuser der Familien Agler, Franz und Anton Tischer unter dem Namen „Koppelhof" zum Hubhof. In den Jahren 1845, 1924 und 1930 suchten größere Brände den Hubhof heim. 1946 mußten dann auch die Familien Kühnhackl, Pollak, Weidl, Ott, Rohm-Brandl und Ullmann ihren „Houhuāf" verlassen; ihre Höfe, Häuser und Äcker fielen dem Uranbergbau zum Opfer.

Der Kugelhof. Oberhalb des Friedhofs am Kaunitz befand sich der Kugelhof, Nr. 175. Der geräumige Fachwerkbau in Riegelbauweise mit einem großen Krüppelwalmdach, der sich deutlich von anderen städtischen Gebäuden abhob, war schon äußerlich als ehemaliger Gutshof zu erkennen.

Aus ersten Aufzeichnungen 1539 geht hervor, daß Kaspar Pflug den Lehensbrief seines Oheims Hans Pflug bestätigt, welchem zufolge der Kugelhof gegen 350 fl an Hanns Portner überging. Ein späterer Besitzer ist Endris Zehender von Sechendgrube-Raymingen, 1564 Michel Hössel, Bürgermeister; danach kauft der Rat der Stadt diesen Hof. Im Jahre 1584 beschließt er, Teile davon zu verkaufen. Bürgermeister Köppel erwirbt das Restgut, das 1596 wiederum an die Stadt zurückgeht und dort – schließlich ohne Grundbesitz – verbleibt.

Vermutlich um 1800–1850 dürfte dieses stattliche Gebäude durch einen Um- bzw. Neubau sein uns bekanntes Aussehen bekommen haben. Bis zur Vertreibung bewohnten

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