Elbogen. In der Zech gab es sechs Gasthäuser: Brandl, Schäfer, Scheitler, Siegert, Simon und „Mühltal". Man zählte vier Lebensmittelgeschäfte, zwei Bäckereien und eine Mühle. Das Sägewerk Josef Schäfer bot eine Reihe von Arbeitsplätzen an. Es setzte zwei Gatter zum Schneiden von Bau- und Möbelholz ein und stellte auch Schindeln her. Der Betrieb hielt mehrere Pferde, um Holz aus den weiten Waldrevieren zu holen, besaß eine eigene Schmiede und eine kleine Landwirtschaft. Josef Wenisch erlernte beim Ofensetzer Hesse dieses Handwerk und setzte, allseits beliebt, im Umkreis viele Kachelöfen; er war der letzte Gemeindevorsteher in Zech. In Darmstadt am Alten Friedhof liegt er seit 1971 begraben.
Die Einwohner von Zech waren katholisch; sie gehörten zum Pfarrsprengel Elbogen. Die Pfarrkirche dort war dem hl. Wenzel geweiht; sein Fest am 28. September wurde im bescheidenen Rahmen in Scheitlers Gasthaus gefeiert. Im „Glockenhaislä" läutete man dreimal am Tag zum Gebet, ebenso aus Anlaß eines Begräbnisses und am Tag darauf. Taufen, Trauungen und Beerdigungen fanden in Elbogen statt.
Aus Zech fielen im 1. Weltkrieg:
Dutz Josef, Gareis Anton, Gareis Franz, Moißl Josef, Pfeiffer Josef, Puckschaml Wilhelm, Rippl Emil, Sattler Eduard, Schöberl Anton, Schöberl Wilhelm, Seidl Richard und Stöhr Anton; vermißt blieb Reif Karl.
Aus dem 2. Weltkrieg kehrten nicht zurück:
Eckl Ernst, Eigler Anton, Faßmann Franz, Haselbauer Oskar, Kugler Franz, Listner Franz, Schäfer Ernst, Schäfer Roland, Simon Alfred, Stank Otto, Stöhr Anton, Theinl Herbert, Wenisch Ernst, Wenisch Josef, Zubathy Heinrich. Als vermißt gelten: Beck Josef, Bernt Josef, Brandl Josef, Ebert Ernst, Eigler Josef, Haselbauer Fritz, Kraus Anton, Marsch Josef, Schmidt Hermann, Schreiter Karl; beim Rücktransport aus russischer Gefangenschaft verstarb Schmidt Anton.
Ortsplan, Verzeichnis der Häuser und Namen entfallen mangels Angaben.
[obr] Im Zechtal
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