Die Bahnstrecke Karlsbad-Marienbad trug dann dazu bei, daß sich die wirtschaftlichen Verhältnisse so gut entwickelten. Die Eisenbahn und die Porzellanfabrik schufen Arbeit, Geld wurde verdient und in den vier Gasthöfen mit drei Kegelbahnen und in den vier Kaufläden auch wieder ausgegeben. Die Jahre von 1900 bis 1914 bedeuteten für Töppeles „die goldene Zeit" des Aufstiegs. Während man um 1900 noch 41 Häuser mit 300 Einwohnern zählte, waren es 1939 bereits 62 Gebäude mit 450 Bewohnern, eine für die damalige Zeit - auch im Vergleich zu Schlaggenwald - ungewöhnliche Aufwärtsentwicklung.
Die Jahre nach dem 1. Weltkrieg brachten durch den Zusammenbruch und die neuen politischen Verhältnisse für die Gemeinde karge Zeiten. 1924 ging die Porzellanfabrik in Konkurs, ab 1925 wurden vielerorts die deutschen Beamten durch tschechische ersetzt, z.B. Eisenbahner, Polizei, sogar Straßeneinräumer. Fleiß und Schaffensdrang der Töppeleser und ihr Wunsch nach eigenen vier Wänden gerieten durch die Arbeitslosigkeit in den dreißiger Jahren arg in Bedrängnis: Die Hypotheken konnten nicht mehr abgetragen werden, Ersparnisse gingen verloren, und manche Häuser mußten aufgegeben werden. „Mit einer der größten Geschichtslügen, der Gründung einer 'höheren Schweiz', fing es im Jahre 1919 an ..." (Schuster). Sie brachte vor allem den Deutschen nur Entlassungen und Arbeitslosigkeit. Von der geringen Arbeitslosenunterstützung, sog. „Čechkarten" im Wert von 10 Kronen, konnte niemand leben.
Verbittert zwar, dennoch ungebrochen, ließen sich die Dorfbewohner nicht unterkriegen. Der 1888 gegründete Männergesangsverein nahm seine Tätigkeit wieder auf, Humor und Geselligkeit standen wieder hoch im Kurs. Deutscher Kulturverband und Bund der Deutschen halfen durch viele Sammlungen bedrängten Mitbürgern, die Not zu lindern. Zum geselligen und gesellschaftlichen Leben leisteten auch die örtlichen Vereine ihren Beitrag, so vor allem die 1887 gegründete Freiwillige Feuerwehr, der in den neunziger Jahren gebildete Bolzschützenverein und die nach dem 1. Weltkrieg geschaffene Ortsgruppe des Frontkämpferverbands. Die Gemeindepolitik bestimmten bis 1923 der Bund der Landwirte, danach die Sozialdemokraten und die 1924 neu gegründete Gewerbepartei.
Annafest, Landkirchweih, Treibjagd, Schützen-, Feuerwehr- und Sängerball waren Höhepunkte im Jahresverlauf. In den zahlreichen ruhigen Tiefen (natürlichen Staubecken) der Tepl „interessierte" man sich - meist ohne Erlaubnis - für die Forellen und Weißfische, wobei die Bezeichnung „Fischdieb" jeder betroffene Töppeleser weit von sich gewiesen hätte, wie auch das Wort „Wilderei" für die unerlaubte Ausübung der Jagd als Beleidigung galt. Die männliche Bevölkerung wurde nämlich von einer überaus großen Zuneigung zur Jagd heimgesucht oder auch - wenn man will - geplagt. Die oft langandauernden und sich wiederholenden Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit, mit Jagdpächtern, Forstpersonal, Gendarmerie und Gerichten jedoch standen die einheimischen „Jäger", deren Ruf weit über die Jagdgrenzen hinausreichte, als eine verschworene Gemeinschaft zu ihren Gunsten durch. Sie zeichnete sich, in langer Tradition gewachsen, durch Schweigsamkeit, Schlagfertigkeit und musterhafte Solidarität aus.
Töppeles, das seine Bewohner in „'s Durf", „d'Vurstodt", „übern Wasser" und „Einschichten" zu unterteilen beliebten, besaß seit 1906 eine zweiklassige Volksschule, an der Josef Zhorzel, ein gebürtiger Schlaggenwalder, Schilhabel, Karl Lorenz, Heinrich Holzinger, Schrott, Ott aus Müllersgrün, Haubl, Josef Rödl, Josef Roith und Anton Wurtinger als Lehrer unterrichteten. Als Religionslehrer war Kaplan Karl Lang aus der nahen Bergstadt tätig. Zahlreiche Schüler gingen den weiten Weg dorthin in die Bürgerschule.
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