Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Soupis dvorů a domů (s domovními jmény) obce Poschitzau

Åls Bauånbou, åls w(ü)ldå, kloinå,
how ich ma Hoimåt kennt wöi koinå.
Koå Winkl woår in Haus u Huåf
miår frem(d) – u neåt in gånzn Duårf –
neåt Tüår u Tåuå, Stubm u Stöich
u Buå(d)n u Bånsn, Stool u Vöich.
Josef Urban

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Rabensgrün

Rabensgrün
Wo am östlichen Rand des Kaiserwaldes die offene Hochfläche (680–700 m) zum Tepltal abfällt, liegt 3 km südöstlich von Schlaggenwald das Dorf Rabensgrün. Die Besiedelung hat, wie auch bei den anderen Dörfern in ähnlicher Lage, am oberen Ende eines Tales mit einigen Höfen (Nr. 25, 26 u.a.) begonnen und sich dann talwärts fortgesetzt.

Rabensgrün – mundartlich „Rowåsgröi" – hieß früher „Robesgrün, Robitzgrün, Robersgrün" und weist auf den Namen des Begründers hin. Nach einem Hinweis von A. Kempf gründeten die beiden Brüder Robert und Seiffert (Siegfried) aus Nürnberg um 1200 die beiden Ansiedlungen „Robertsgrün" und „Seiffertsgrün" (Schlaggenwald). Die sprachliche Ableitung von „Raben" ist irreführend. Die Endsilbe „grün" kommt im westlichen Böhmen in 107 Ortsnamen vor und ist im Raum nördliches Fichtelgebirge – Vogtland ebenso häufig. Diese Orte sind Gründungen fränkischer Bauern, die sich im 12. bis 14. Jh. hier niederließen, den Wald rodeten und die erste freie Stelle als „Grün" bezeichneten.

Schon in den Anfängen dürfte auch der Bergbau neben der Landwirtschaft betrieben worden sein, wie alte Stollen am Weg nach Schönwehr vermuten lassen. Rabensgrün wird 1518 zu den Lehensgütern der Burgherrschaft Petschau gezählt und leistete, wie aus dem Urbar (Grundbuch) von 1555 hervorgeht, Bar- und Sachabgaben. In den Matriken der Schlaggenwalder Kirche sind Eintragungen in den Jahren 1557–1567 und 1583–1601 zu finden. Das Dorf wechselte nach 1547, nach dem Sturze von Kaspar Pflug von Rabenstein und der Rückgabe seines Besitzes an die königliche Kammer, mehrmals seine Landesherren. Es erscheint Ende des 16. Jhs. als Lehensgut des Adam Mangold, wird danach im Jahre 1595 von der aufstrebenden Stadt Schlaggenwald käuflich erworben und hat dann, außer der jährlichen Zahlung von 115 fl, 21 kr, WW (Gulden, Kreuzer, Wiener Währung) Urbarial- und Erbgrundzins, keine weiteren Verpflichtungen aufzubringen; es ist von da an vom Frondienst befreit.

Untrennbar verbunden bleibt das Dorf Rabensgrün mit der Geschichte der böhmischen Porzellanindustrie. Im Hause Nr. 1 stand 1791 der erste Brennofen (siehe Beitrag „Porzellan").

Im Jahre 1898 hatte das Dorf 39 Wohnhäuser und 269 Einwohner; 1940 zählte man nur noch 167 Personen. Die Gemeinde umfaßte 330 ha Grund, den 19 Vollerwerbslandwirte und dazu Kleinbauern im Nebenerwerb bestellten. Letztere arbeiteten noch zusätzlich in den Porzellanfabriken, im Bergbau oder als dörfliche Handwerker. Die Gemeinde verwalteten als Vorsteher vor der Vertreibung Jessl Oswald und Christl Anton.

Alle Bewohner waren katholisch und gehörten zur Pfarrei Schlaggenwald. Dorthin gingen sie das Jahr über an den Sonntagen zur Messe, besuchten aber oft die Palmweihe und die Auferstehung in Schönfeld. Bei den Begräbnissen begleiteten sie ihre Toten zum Friedhof in Schlaggenwald. Im Dorf stand die im Jahre 1777 erbaute und 1923 erweiterte Kapelle. Sie war den Heiligen Johannes und Paulus geweiht und früher mit einem reichgeschnitzten Altaraufbau und einem Bild der schmerzensreichen Muttergottes geschmückt. Das kleine Kirchlein enthielt Kreuzweg- und Votivbilder und an Stelle der früheren Altarfigur in einer Vitrine die Gottesmutter mit dem Kinde; Dachreiter und Glocke krönten die Kapelle.

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