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beiden Gasthäuser. Seit 1886 bestand die Freiwillige Feuerwehr; der letzte Kommandant hieß Anton Lang.
Bis zum Jahre 1854 gingen die Schüler reihum in die Häuser zum Unterricht, wobei sie je sechs Tage in Bauernhäusern, in den anderen jeweils drei Tage blieben. Danach konnte die Gemeinde ein einstöckiges Gebäude erwerben und eine Schule einrichten. Mit den Jahren wurde sie für rd. 80 Kinder zu klein und ein Neubau dringend erforderlich. Seit 1893 hatte Poschitzau eine einklassige Schule. Die Namen der Lehrer, die dort für kürzere oder längere Zeit Dienst taten, sind vielen noch bekannt: Franz Berdan (Schulleiter in den zwanziger Jahren), Enderle, Heibl, Kraus, Franz Warta, die Fachlehrer Anton Meier und Fritz Möckel und die Handarbeitslehrerin Emma Becher. Ab dem 5. Schuljahr besuchten Schüler auch die Bürgerschule in Schaggenwald und mußten bei Wind und Wetter den Weg übers Bergl, „än Berch ei(n) bän Nitsche" oder „übers Marterl, über die Breierwies af d' neiä Strauß" hin und zurück nehmen.
Auch die Namen der Gemeindevorsteher dürfen nicht fehlen: Horner, Wenzel Fechter, Andreas Gries, Franz Josef Schmidt, Anton Kempf. Der Ort besaß ein Gemeinde- und Feuerwehrhaus. Als Besonderheit ist zu erwähnen, daß bis zur Vertreibung die Ortschaft ohne elektrische Beleuchtung blieb; Petroleumlampen leuchteten zur Stallarbeit und brannten am Abend in den Stuben, Dreschmaschinen trieb der Göpel an, den Ochsen in Bewegung hielten. Nach dem 1. Weltkrieg verdrängten Dieselmotoren die Göpel. Nur für kurze Zeit bestand ein Kaufladen. Frauen kauften gern beim Neidhart in der Neustadt, was so zum Leben notwendig war und nicht die eigene Landwirtschaft hervorbrachte: Kaffee, Malzkaffee, Zichorie, Russischer Tee, Salz, Zucker, Pfeffer, Vanillezucker, Backpulver, Pfefferkuchen, Rosinen, Stockfisch, Heringe, Knacker, Zwirn, Nähnadeln, Gummilitzen, Petroleum, Essig, Maggi, Lampenzylinder u.a.m. Wenn nicht ein Ochsengespann oder ein Steirerwagerl das Aufsitzen ermöglichten, mußte die Last im Buckelkorb über den Berg getragen werden.
Im Ersten Weltkrieg sind gefallen:
Hanika Karl, die beiden Brüder Hetz und Hubl Anton.
Im Zweiten Weltkrieg fielen:
Bauer Oswald, Floth Hans, Hubl Josef, Klötzl Josef, Lang Adolf, die drei Brüder Lochschmidt Anton, Josef und Karl, Markof Karl, Philipp Josef, die drei Brüder Schmidt Anton, Georg und Karl, Schmied Adolf; vermißt blieben Habermann Anton, Schmidl Oswald.
Poschitzau gehörte zum Kirchsprengel Schlaggenwald; die Bewohner waren katholisch. Im Ort stand eine Kapelle aus neuerer Zeit. Zum Gottesdienst, zu Taufen, Trauungen und Beerdigungen gingen die Gläubigen in die Schlaggenwalder Kirche. Zum Religionsunterricht und zu Versehgängen (Spenden des Sterbesakramentes) kam der Dechant, der Katechet oder der jeweilige Kaplan ins Dorf. Desgleichen mußte sich der Arzt zu schwerkranken Patienten und die Hebamme, wenn eine Frau in Not war, auf den Weg machen, die man durch Boten holen ließ.
Ein fast vergessenes Gedicht von Josef Hofmann vermittelt auf traurig-tragische Weise etwas von den schweren und bitteren Seiten des Lebens, das dennoch auch Heimat gewesen ist:
Kinnä u Nårrn
Zän Håns sågt dä Vodä:
„'s kloi Nannerl is tåut,
zeähn Tooch làng håut's gfoibät,
äih's asgrungä håut.
Kam is dä Herr Doktä
vä Schläggäwål druäbm
zän Bettälä kummä,
is's Ärmitschkärl gsturm."
„Du!", fällt dåu 's kloi
Hansäl sein Voda in d' Riäd,
„dåu mou mä latt sterbm,
wenn dä Doktä ghult wiäd?"
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