Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Nallesgrün

Im 1. Weltkrieg fielen: Gössl Josef (Houter), Lochschmidt Adolf, Lochschmidt Alois (Reif-Bruck), Lochschmidt Josef, Pfeiffer Conrad (Schroll), Rohm Karl (Wagner Wenz), Scheitler Alfred, Scheitler Josef und Scherer Wenzel. Zu Ehren der Gefallenen wurde ein Kriegerdenkmal errichtet.

In den Jahren nach diesem Krieg waren bis 1945 folgende Lehrer an der zweiklassigen Schule tätig: Fritsch, Hubl, Kempf, Kress, Rank, Tischler, Wolf, Fräulein Brandl und Fräulein Schönfelder. Als Gemeindevorsteher waren in dieser Zeit Moser Wenzel, Gössl Wenzel, Kempf Anton, Jakob Hermann, Kress Rudolf und Pfeiffer Rudolf im Amt.

Es gab im Dorf die Gasthäuser Richter (Tischler), Reif (Bruck) und Bachmann („Zum Krudum"). Radler Eduard war Schmied und Pleyer Toni Schuhmacher, Richter hatte ein Kolonialwarengeschäft und Fritsch Josef eine Bäckerei mit Lebensmitteln.

Es bestand die Freiwillige Feuerwehr, der Bund der Landwirte und eine Musikkapelle. Die Hälfte der Bewohner waren Landwirte und bewirtschafteten mit ihren Familien Betriebe von 10–25 ha, der übrige Teil verdiente als Porzellanfacharbeiter, Bergleute und Waldarbeiter sein Brot.

Im 2. Weltkrieg sind gefallen: Galauch Alfred, Galauch Alois, Köstler Adolf, Köstler Josef, Kreis Karl, Kress Rudi, Moder Josef, Pahr Josef, Richter Karl, Roßmeisl Josef, Unger Emil; vermißt blieben Radler Franz und Steidl Franz.

Nallesgrün hatte am 1.9.1939 361 Einwohner. Im Jahre 1946 wurden 317 Personen vertrieben, neun Familien mit 35 Personen blieben in der alten Heimat zurück.

Am 28. März 1967 verstarb in Neuhaus a.d. Pegnitz der Hauptlehrer a.D. Rudolf Kress im 88. Lebensjahr. Er kam 1926 als Oberlehrer in die Gemeinde und hat sich um sie verdient gemacht. Er war bis 1945 vielen Jahrgängen Nallesgrüner und Dreihäuser Schüler ein ausgezeichneter Lehrer, versah einige Zeit das Amt des Bürgermeisters und war für den Bund der Landwirte und die Landjugend aktiv tätig. Nach der Vertreibung versuchte er, die Bewohner durch Mitteilungen im Elbogener Heimatbrief zusammenzuhalten.

Am 18.10.1977 verschied im 91. Lebensjahr in Mantel bei Weiden der Bischöfliche Konsistorialrat Josef Lochschmidt (aus dem Haus „Reif-Bruck"). Er wurde 1911 zum Priester geweiht und war von 1917 bis zur Vertreibung Pfarrer in Mühlbach a.d. Eger. Danach tat er in Neualbenreuth und Altenstadt bei Vohenstrauß noch 20 Jahre Dienst. Ihm wurde von allen Pfarrkindern als echtem Egerländer Priester große Verehrung und Zuneigung zuteil.

Die Nallesgrüner treffen sich alljährlich beim „Birnsunnta" in Schirnding-Hohenberg und bringen auch nach mehr als 40 Jahren ihre Verbundenheit untereinander und mit ihrer Heimat Nallesgrün zum Ausdruck.

Häuserverzeichnis der Gemeinde Nallesgrün vom 1.10.1939 mit Hausnummer, Eigentümer, (Kopfzahl) und (Hausname) (Angaben von Alfred Moder, Rothenbergen)

1 Pfeiffer Anton (8) (Berch Karl)
2 Pfeiffer Rudolf (6) (Schroll)
3 vor 1926 abgetragen
4 Gössl Adolf (3) (Glückshof)
5 Gössl Wenzl (5) (Houter)
6 Kempf Alfred (2) (Balzer)
7 Roßmeisl Julius (4) (Wolfshöfer)
8 Scheitler Rudolf (5) (Berch)
9 Kempf Anton (7) (unterer Kempf)
10 Moder Anton (5) (unterer Stemmeisl)
11 Jakob Wenzl (7) (unterer Friedl)
12 Lochschmidt Anna (3) (Albert)
13 Lochschmidt Franz (4)
14 Lochschmidt Richard (6) (Hiächer)
15 Bachmann Franz (7) Wirtshaus
16 Moder Josef (7) (oberer Lein)
17 Sander Richard (4) (Sachs)
18 Gössl Haus unbewohnt
19 Köstler Franz (5) (Goselgirgn)
20 Rohm Wenzl (5) (Wagner Wenz)
21 Pleyer Theresia (2)
22 Richter Edwin (5) (Scherer)
23 Neumann Willi (8) (Ziezmer)
24 Moser Karl (7) (Reppl)
25 Jakob Josef (6) (Lein)
26 Moder Ernst (6) (Houter)
27 Köstler Adolf (5) (Liesl Dolf)
28 vor 1926 abgetragen
29 Lochschmidt Anton (5) (Lein)
30 Pleyer Adolf (4) (Schmied)

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