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träger Carl und Gerty Cori sowie Herwig Schopper u.a.
Auch nach der Vertreibung fördert die Volksgruppe ihre schöpferischen Kräfte. So werden jährlich im Rahmen des großen sudetendeutschen Volksgruppentreffens, des Sudetendeutschen Tages, ein großer Kulturpreis für eine bedeutende Lebensleistung und fünf weitere Preise für Schrifttum, Musik, bildende Kunst und Architektur, darstellende und ausübende Kunst sowie für Wissenschaft verliehen.
Sechs kulturelle Förderpreise sollen den Nachwuchs ermutigen. Ein Volkstumspreis belohnt die Arbeit für die Pflege des Brauchtums.
Zahlreiche Sing- und Spielscharen und Einzelgruppen halten das Lied- und Volkstanzgut lebendig.
Weitere Leistungen der Sudetendeutschen
Es war nur wenig, was die Menschen bei ihrer Vertreibung in ihrem Gepäck als persönliche Habe mitnehmen konnten:
Ein paar Erinnerungsgegenstände, Papiere zum Nachweis ihrer Identität und einige Wäsche- und Kleidungsstücke.
Doch ihre Fähigkeiten, die schon ihre Vorfahren als Pioniere der Arbeit und des Aufbaus bewiesen, hatten sie als „unsichtbares Flucht- und Vertreibungsgepäck" mitgenommen. Aus Trümmern und Ruinen bauten sie neue Siedlungen oder gründeten Gemeinden, wie Bubenreuth, Geretsried, Neugablonz, Neutraubling, Rheinbach bei Bonn, Traunreut und Waldkraiburg, und schufen blühende Industriezweige (vor allem Glas- und Schmuckwaren, Musikinstrumente usw.). Auch bäuerliche Ansiedlungen entstanden, z.B. Lettgenbrunn im Spessart.
Einrichtungen der Sudetendeutschen
Mit der zunehmenden materiellen Sicherung ihrer Existenz riefen sie neue Organisationen, Einrichtungen für die Bewahrung und Fortführung ihres geistig-kulturellen Erbes sowie zur Vertretung der wirtschaftlichen, sozialen und heimatpolitischen Interessen der Volksgruppe ins Leben.
Hier sind besonders zu nennen:
- Die Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung sudetendeutscher Interessen (gegründet bereits 1947!), die sich später, nach der Gründung der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL), in den Sudetendeutschen Rat umwandelte, welcher für die Koordinierung heimatpolitischer Bestrebungen der Sudetendeutschen mit den Auffassungen der im Deutschen Bundestag vertretenen politischen Parteien zuständig ist;
- die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste als Nachfolgerin der 1891 gegründeten „Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaften, Kunst und Literatur in Böhmen"; das Institutum Bohemicum als Kultur- und Bildungswerk;
- das Sudetendeutsche Archiv als zentrale Sammelstelle für Schriftgut, Drucksachen, Ton- und Bildträger;
- Das Collegium Carolinum, das sich neben der Pflege der Traditionen der Deutschen Karls-Universität in Prag sowie der Deutschen Technischen Hochschulen in Prag und Brünn auch historischen Forschungsaufgaben widmet und eine wissenschaftliche Studienbibliothek mit rund 75.000 Bänden unterhält;
- der Adalbert-Stifter-Verein als Kulturwerk der Sudetendeutschen;
- das Sudetendeutsche Sozialwerk mit den Bildungsstätten „Der Heiligenhof" in Bad Kissingen und „Burg Hohenberg" an der Eger;
- Die Sudetendeutsche Stiftung, eine öffentlich-rechtliche Einrichtung zur Förderung der Aufgaben der sudetendeutschen Volksgruppe, der durch die Errichtung des
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