Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Naše vaření – doma

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aus eingeweichten Dörrpflaumen erreichen.

An Silvester, auch „Alter Heiliger Abend" genannt, trug man Bratwürste mit Sauerkraut auf, und vor dem Gang zur „Danksagung" (letzte Messe im Jahr) stärkten wir uns mit Punsch, Christstollen, Plätzchen und Pumpernickeln.

Unsere Frauen haben daheim mit Liebe und Sorgfalt gekocht und gebacken. „Kawische" (wählerische) Tischgäste waren gar nicht gerne gesehen. Hatte es einmal besonders gut geschmeckt, dann sagte der Herr Gemahl und Vater nach dem Essen: „Dees wåå owå nowlschani"²⁷⁾, und wir Kinder nickten beifällig. Solche Äußerungen blieben indes die Ausnahme. Denn oft würdigte niemand so recht das Ergebnis stundenlangen Mühens zwischen Küchentisch und Herd, was zu folgendem „Dischkurs" führen konnte:

„Vå Eich kröigt må nöi a Loob", beklagte sich die geplagte „gute Fee" des Hauses. – „Woos w(ü)llst'n, håut doch nöimåtz woos (dagegn) gsågt", entgegnete das Oberhaupt der Familie, vom gerade geleerten Teller aufschauend. – „Eben", erwiderte die Hausfrau leicht gekränkt und begann, den Tisch abzuräumen.

Mißriet einmal ein Kuchen aus Unachtsamkeit, geriet er zu dunkel oder blieb er „habbån", d.h. „sitzen", dann sparte die „Bande" nicht mit kleinen Sticheleien, etwa wenn einer sang: „Innå schpinnåt²⁸⁾, außn våbrennt, dåu san så vå då Fraad in då Schtu(b)m rimgrennt." Übersetzt lautet dieser Spottvers: „Innen klebrig, außen verbrannt, da sind alle vor Freude durch die Stube gerannt."

Eine andere Episode aus dem Kocherei-Alltag. Als unsere „Köchin" einmal ausfiel, gab es zunächst nichts Warmes, bis der Herr des Hauses nach der Arbeit, wenn auch widerwillig, sich dann doch bequemte, wenigstens eine Grießsuppe zu kochen. In das heiße Wasser ließ er eine Portion Grieß einlaufen und rührte ständig um. Als ihm das Ergebnis wenig gehaltvoll erschien und er es schon wieder eilig hatte, fügte er immer mehr Grieß zu. Als dieser dann nach einiger Zeit endlich aufzuquellen begann, füllte sich der Topf randvoll und auch ein zweiter. Mir fiel das Märchen vom „Süßen Brei" ein, und ich platzte vor Lachen heraus, was mir erst den zornigen Blick des Kochs und dann fast „å Schelln" eingetragen hätte. Wir löffelten eine Woche lang Grießsuppe, niemand wollte sie mehr, selbst Muschi, unsere Katze, schüttelte sich und schlich am dritten Tag lustlos von ihrem Schüsselchen.

Manch andere Gerichte wären es sicherlich wert, ebenfalls aufgezählt zu werden, wenn auch – leider – nur noch gelegentlich nach diesen alten und bewährten Rezepten verfahren wird. Viele neue, vor allem solche fremdländischer Herkunft, drohen diese mehr und mehr zu verdrängen. Gern und mit Behagen denken wir deshalb an die leiblichen Genüsse unserer Küche aus früheren Tagen zurück, auch etwas wehmütig, weil nur noch wenige deren Zubereitung kennen.

Es stimmt jedoch tröstlich zu wissen, daß doch so mancher Leckerbissen auch in der modernen Küche unserer Kinder Einzug gehalten hat. Vielleicht kehrt man, der allzu feinen und teuren Delikatessen unserer Zeit überdrüssig, zu den einfacheren Gewohnheiten der Vorväter zurück, ohne daß dies gleich als „Nostalgie" belächelt wird. Und viele Zeitgenossen, darunter junge Menschen, finden heute schon an Althergebrachtem wieder mehr Gefallen.

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