Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Spolkový život

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worden, die in Zusammenarbeit mit dem „Bund der Deutschen" bildungspolitische Ziele verfolgten. Zum Programm des Vereins gehörte es, den Unterricht an deutschen Schulen durch die Beschaffung von Lehrmitteln zu unterstützen und – wenn nötig – in privater Trägerschaft Kindergärten und Schulen einzurichten.

1918 verbot die tschechische Regierung diesen Bund und die Schulvereine und löste die von ihnen geschaffenen Kindergärten und Schulen auf.

Daraufhin kam es zur Gründung des „Deutschen Kulturverbandes". Seine Bedeutung läßt sich mit Zahlen belegen. Im Jahre 1937 bestanden in den 3467 deutschsprachigen Gemeinden des Landes 3370 Kulturverbands-Ortsgruppen mit 537000 Mitgliedern. Die Vereinssatzung sah vor: Errichtung und Förderung deutscher Schulen, Kindergärten und Tagesheimstätten, Unterstützung hilfsbedürftiger Schüler, Beistellung von Lehr- und Lernmitteln, Pflege der Liebe zur Heimat, des Volksgesanges, des Turnens und Wanderns usw.

Der unschätzbare Wert des Verbandes lag darin, daß er sich jeder politischen Tätigkeit enthielt.

Andere Vereine

Um die Jahrhundertwende regte sich der Bürgersinn. Ein „Kirchenverschönerungsverein" sorgte dafür, daß nicht nur unumgängliche Erhaltungsmaßnahmen, sondern auch Verbesserungen der Raumausstattung, wie Anschluß der Dekanalkirche an die Stromversorgung, Ausstattung mit Beleuchtungskörpern, Kronleuchtern usw. durchgeführt wurden.

Zur gleichen Zeit trat ein „Anpflanzungs- und Verschönerungsverein" auf den Plan, der sich um das Erscheinungsbild des Ortes kümmerte und für die Erhaltung des mittelalterlichen Stadtbildes eintrat.

Hauptsächlich leibliche Genüsse und Wohlbefinden hatte der „Deutsche Pfeifenverein" im Sinn, der offensichtlich den preußischen Hof als Vorbild ansah. Von Zeit zu Zeit durchbrach er sein beschauliches Tun und feierte mit dem Jugendbund Feste.

Bedürfnissen ganz anderer Art half der „Gabelsberger Stenographenverein" ab, der mit einem Ortsverein vertreten war.

In der Stadt bestand vor dem Ersten Weltkrieg auch ein „Verein der Hausbesitzer". Über Satzung und Aktivitäten dieses Vereins ist nichts bekannt.

Eghalanda Gmoi

Die verstreut über die großräumige Habsburger Monarchie lebenden Egerländer, die ihre gefühlsmäßige Bindung an die Heimatlandschaft zu erhalten suchten, gründeten die ersten „Gemeinden" („Gmoi"). Die im Egerland und im übrigen deutschsprachigen Landesteil entstehenden Gemeinden konnten gezielt heimatliche Sitten und Gebräuche pflegen. Das idealistische Rüstzeug bildeten Schriften und Broschüren heimatkundlicher Art. Wesentlich für das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit und die Verbreiterung der Basis dürfte gewesen sein, daß die Gmoiangehörigen in landschaftlich gebundenen und zum Teil wiederentdeckten Trachten auftraten. Die reichgeschmückten Gewänder und Kopfbedeckungen der Frauen und die Kleidung der Männer lassen trotz individueller Abweichungen unverkennbare Gemeinsamkeiten erkennen. Das Auftreten der Eghalanda Gmoi in traditioneller Tracht sorgt auch heute noch für Aufsehen.

Bei uns wurde die Gmoi 1924 gegründet. Zwei Jahre danach ist als soziale Einrichtung das Kinderhilfswerk ins Leben gerufen worden; ein anerkennenswerter Entschluß angesichts der damaligen Notlage vieler Familien. Der Gmoi gehörten viele Mitglieder an.

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