Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Spolkový život

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hervorragend ab. Ausdrücklich hingewiesen wird auf das gute Abschneiden beim 1. Bundesturnfest im Jahre 1924. Austragungsort war die Rennbahn in Meierhöfen.

Groß gefeiert wurde das 15jährige Gründungsfest mit der Enthüllung der Vereinsfahne. Im Festzug, voran die Stadtkapelle, marschierten Turnschüler und -schülerinnen, Aktive (weibliche und männliche) im Verbandsdress, Abordnungen auswärtiger Turnvereine und befreundeter Organisationen. Am Turnplatz wechselten turnerische Vorführungen und andere Darbietungen einander ab. Zahlreiche weitere Turnfeste mit Turnübungen, Wettkämpfen und Spielen blieben in guter Erinnerung.

Von 1919 bis 1923 gab es auch einen selbständigen Fußballverein.

Mit dem „Anschluß" im Jahre 1938 endete die Vereinsgeschichte.

Gesangvereine

Schlaggenwald war eine der ersten Städte in der Umgebung, wo sich ein Sängerkreis bildete. Der „Männergesangverein", 1860 gegründet, wählte als Wahlspruch: „Treu-deutsches Lied ein festes Band, umschlinge froh das Vaterland."

Der Verein finanzierte aus den Beiträgen der Mitglieder und den Einnahmen aus öffentlichen Konzerten die Anschaffung von Noten und anderen Materialien sowie eines Pianofortes. Es gab auch Veranstaltungen, deren Erlös für wohltätige Zwecke verwendet wurde, z.B. für Schulkinder, Brand- und Überschwemmungsgeschädigte usw. Die Vereinsfahne zierte auf der einen Seite eine goldgestickte Lyra, auf der anderen die Aufschrift „Männer-Gesang-Verein 1863 Schlaggenwald".

Vor der Jahrhundertwende entstand ein weiterer Männergesangverein. Er nahm im Jahre 1908 den Namen „Arbeiter-Turn- und Gesang-Verein Eintracht" an, weil sich zu diesem Zeitpunkt die neu entstandene Arbeiter-Turnbewegung dem Verein organisatorisch anschloß.

Der Verein führte eigene Veranstaltungen durch, war aber auch in die Aktivitäten der Turnersektion eingebunden. Beim „Anschluß" wurde auch dieser Verein aufgelöst.

Vorhanden war auch ein gemischter Kirchenchor, dessen männliche Mitglieder aus dem Männergesangverein 1863 stammten. Auf einem Foto aus dem Kriegsjahr 1917 kann man 28 Sängerinnen, Sänger und Musikanten zählen. Ungeachtet der schwankenden Zahl der Aktiven schafften es die jeweiligen Chorleiter, die Darbietungen der Chorgemeinschaft in der Dekanalkirche zu Höhepunkten des Kirchenjahres werden zu lassen. Wer erinnert sich nicht voller Wehmut an die feierlichen Messen, die Auferstehungsfeiern und die eindrucksvolle Gestaltung der Christmetten? Die aufopfernde Tätigkeit der Organisten, die das ganze Jahr bei allen Anlässen zur Verfügung stehen mußten, soll darüber nicht vergessen werden.

Musikkapellen

Zur Selbstdarstellung der Vereine gehörte es, eine eigene Musikkapelle zu gründen. Nacheinander oder nebeneinander bestanden daher Schützen-, Knappen-, Feuerwehr-, Stadt-, Jugend- und Arbeiterkapellen. Kleine Besetzungen boten zu beliebigen Anlässen (Unterhaltungen, Fasching, Feiern usw.) ihre gerne gehörten Dienste an.

In guter Erinnerung bleiben die Auftritte der Stadtkapelle. Ihre Darbietungen hatten durchaus Niveau. Dabei handelte es sich nicht um Berufsmusiker, sondern um Männer, die aus Begeisterung an der Sache Zeit, Kraft und Geld opferten.

Über Jahrzehnte spielte die Stadtkapelle bei Festumzügen und Veranstaltungen der verschiedenen Vereine auf. Die nach 1930 einsetzende Polarisierung und Verhärtung der

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