Dem Schützenverein durften nur Bürger und Bürgersöhne, Haus- und Realitätenbesitzer sowie ausgediente Militärpersonen beitreten.
Im Jahre 1874 richtete das Schützenkorps einen „Funeralverein" ein. Sein Zweck bestand darin, den Mitgliedern ein würdiges Begräbnis zu ermöglichen. Außerdem wurde ein Begräbniskostenzuschuß gewährt. Der Verein trat die Nachfolge des „Leichenvereins" an, der vergleichbare Zielsetzungen hatte.
Militärveteranenverein
Den Anstoß zur Gründung des Vereins gaben ehemalige Soldaten.
Die Vereinssatzung vom Jahre 1841 sah vor:
Repräsentation und Paraden bei staatlichen und kirchlichen Feiertagen,
Mitglieder auf Vereinskosten zu beerdigen,
Geleit der Verstorbenen zum Gottesacker unter Vortritt der Musikkapelle,
einen Leichenfond, aus dem die Kosten für das Begräbnis der Witwen von Vereinsmitgliedern beglichen wurden.
Die Mitglieder trugen Uniformen: dunkelblaue Blusen, hellblaue Beinkleider mit rotem Nahtbesatz, deutschen Schützenhut mit Federbusch.
Die Vereinsfahne ist 1873 geweiht worden. Sie trug auf der einen Seite den kaiserlichen Adler und auf der anderen das Stadtwappen.
Die Auflösung des traditionsreichen Vereins fiel mit dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie zusammen.
Patriotisches Kriegskorps
Diesen Verein gründeten im Jahre 1874 mehrere Bürger der Stadt. Volle Mitgliedschaft konnten nur Staatsbürger erwerben, die eine dreijährige Dienstzeit in der k.u.k. Armee abgeleistet und in Schlaggenwald ihren ordentlichen Wohnsitz hatten sowie einen untadeligen Ruf besaßen.
Zweck des Vereins:
Aufrechterhaltung militärischer Kameradschaft,
durch Abhalten geselliger Veranstaltungen freundliches Einvernehmen mit dem Zivilstande herzustellen,
im Falle einer Einberufung zum Kriegsdienst die Familien in Obhut zu nehmen und zu unterstützen,
erkrankten Mitgliedern zu helfen,
bei Sterbefällen ein unentgeltliches, dem Militärstande würdiges Begräbnis zu ermöglichen.
Im Verband der Frontkämpfer und Heimatsöhne des Weltkrieges vereinigten sich die Kriegsteilnehmer von 1914–1918. Sie wollten an ihrer in schweren Tagen gewachsenen Kameradschaft auch in der Heimat festhalten. Geschlossen traten sie vor allem bei Beerdigungen ihrer Mitglieder in Erscheinung. Durch ihre Teilnahme unterstützten sie Städte und Gemeinden im Egerland bei der Einweihung vieler Kriegerdenkmäler. Sie bezeugten damit auch den Gefallenen ihre Treue. Der tschechische Staat verweigerte ihnen Uniform und Fahnen. „Gnädig" erlaubte er nur als gemeinsames Zeichen den lindgrünen Frontkämpferhut.
Freiwillige Turn-Feuerwehr
Schon in der ersten Hälfte des 16. Jhs. waren Feuerwachen eingerichtet.
Vom ursprünglichen Doppelverein trennten sich 1864 die Turner (Deutscher Turnverein). Die Trennung wirkte sich günstig auf die Entwicklung beider Vereine aus.
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