Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Kdysi tu byla... slavkovské nářečí

Zur weiteren Einführung mögen die Formen der Gegenwart dienen von

hoom – haben sei(n) – sein göih – gehen laffm – laufen
ich ho ich bin ich gäih ich laff
du håst du bist du gäihst du laffst
eā håut eā is eā gäiht eā lafft
miā håm miā san miā gängā miā laffm
ees håts ees sats ees gä(i)ts ees laffts
sie håm sie san sie gängā sie laffm.

Ein kleiner Strauß anderer heimatlicher Ausdrücke darf nicht fehlen:

ållāwal – immer
ånt tou – Sehnsucht haben
båbārn – grollen, murren
bedaggln – beschummeln
dådārn – reden, plaudern
dålkāt – ungeschickt
ei(n)mårkn – einkaufen
Epplbåmbārn – unreifer Apfel
fåudich – wütend, zornig
Fichālinā – gewandte Frau
Glunzn – schmaler Spalt
Goiārl – Gassenjunge
hobālāt – ungeduldig
Hui(n)chl – Grobian, Lackl
kippln – streiten
Köllwouz – Ungehobelter
läichālāt – lauwarm
Laggārl – wenig Flüssiges
maudārāt – kränklich
Muggl – mürrischer Kerl
Nåtzā – Schläfchen
neikuttln – hinuntertrinken
olwā – albern, dumm
Oumās – Ameisen
pfuichzn – fauchen
Pichl – Schmutzfleck
quächzn – stöhnen
Quårgltambārā – Einfaltspinsel
rånich – gierig
rauhmutzich – naßkalt
Schlåssl – Schlampe
Schtüāzn – Topfdeckel
Siffling – Trinker
Suddl – Pfütze
Trembl – Haufen (Leute)
Tschamstārā – Verehrer
uāmobbln – warm anziehen
Uāradln – Murmelspiel
vāān – voriges Jahr
vātrallārn – verlieren
Waasārl – naive Person
Wäddālā – Schnittlauch
Zistārā – Rundkorb
Zumml – Schnuller,

dazu die häufig gebrauchten Wörtchen „fei” und „glau”, deren Übertragung oft nur unzulänglich gelingt:

Öitzā gäih fei! = na, so etwas! – kumm fei! = komm bestimmt! – fei niāt = bloß nicht – ich ho dås fei gsågt = ich habe es dir doch gesagt – bleib' fei dāham! = bleibe aber bestimmt daheim! – Döi is glau nåuch Gfell gångā = die ist angeblich nach Gfell gegangen – deā is glau gschturm = der soll gestorben sein – döi håm glau gheiāt = die sollen geheiratet haben – usw.

Das eine bejahend, verstärkend, ja beschwörend, das andere abschwächend und leisen Zweifel andeutend, welch' feine Unterschiede lassen sich doch durch sie ausdrücken!

Wo ist eine Sprache, erst recht eine Mundart, am lebendigsten?

Sicherlich bei den Redensarten und Sprichwörtern!

Im folgenden sollen einige Kostproben aus dem reichen Schatz mundartlichen Vokabulars Anregung sein, das Interesse am heimatlichen Dialekt zu wecken und zu beleben.

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