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dingbar, die der Schreibweise der Hochsprache soweit wie möglich und nötig folgen sollte. Dabei gestaltet sich die Umsetzung der in der deutschen Schriftsprache nicht bekannten Laute und Lautverbindungen nicht immer einfach, und die Feinheiten der richtigen Aussprache kann nur ein kundiger Mund vermitteln.
Einzelheiten der Sprachlehre und der Wortschatz sollten in einem eigenen Vokabularium Aufnahme finden. Sie können, schon vom Umfang her, nicht Gegenstand und Inhalt dieses Heimatbuches sein.
In einem kleinen Streifzug sollen einige Eigenheiten unserer Mundartform „zur Sprache kommen", ohne sich in gelehrte oder gar wissenschaftliche Abhandlungen zu verbreiten.
So können z.B. als typische Merkmale gelten
- das neben dem gewöhnlichen „a" sehr häufig verwendete sog. „gedeckte a". Es erscheint sinnvoll, für diesen „abgedunkelten" a-Laut die eigene Darstellung „ā" einzuführen, weil die normalen Selbstlaute „a" und „e" ungenau sind und der Aussprache nicht gerecht werden. Für Kenner ist die Tilde entbehrlich.
Beispiele:
dāham – daheim; Latā – Leiter; Valālā – Veilchen
dānāuch – danach; Lawārl – Laibchen; vāwa – warum
Kniālā – Knödel; niāt – nicht; Wåssā – Wasser;
- der kehlige Mischvokal „a/o" mit der Bezeichnung „å", z.B. in
Håmmā – Hammer; Tål – Tal; Zångā – Zange
Plåchn – Plane; Wåld – Wald; Schlåggāwål!;
- die Umlautverbindung „öi", die eigentlich mehr wie „ëi", d.h. „e" und „i" getrennt, auszusprechen ist.
Beispiele:
Blöi – Blüte; Knöi – Knie; tröib – trüb
Bröih – Brühe; löiwā – lieber; wöi – wie
gröi – grün; schöi – schön; Wöign – Wiege;
- die urig-bedrohlich klingende Selbstlautverbindung „ou" in Beispielen wie
Broudā – Bruder; Flout – Flut; Loudā – Luder
Brout – Brut; Hou – Hub; Mout – Mut
Flouch – Fluch; Hout – Hut; Wout – Wut;
- weitere Umformungen von Selbst-, Um- und Zwielauten, wie
„å:a"
Åmd – Abend
Kålm – Kalbin
Sålm – Salbe
„a(aa):ä"
mahn – mähen
saan – säen
Zah – Zähre
„a(aa):au"
laffm – laufen
raffm – raufen
Traam – Traum
„a(aa):äu"
Knaal – Knäuel
ramā – räumen
tramā – träumen
„a(aa):e"
Lahm – Lehm
Pfaa – Pferd
wahn – wehen
„aa:ei"
Haad – Heide
maanā – meinen
Pfaal – Pfeil
„aa:eu"
Fraad – Freude
fraan – freuen
Haa – Heu
„āā:e(e)"
Äā(r)n – Erde
Kāā(r)n – Kern
Māā(r) – Meer
„äi:e(e)"
Räih – Reh
Schnäi – Schnee
Zäi(h)ā – Zehe
„äi:ö"
bäis – böse
gräißā – größer
häiān – hören
„åu:a(a)"
Håuā – Haar
Schåuf – Schaf
wåuhā – wahr
„åu:o"
Flåuch – Floh
fråuch – froh
håuch – hoch
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