Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Die Pflanzen und Tiere unserer Heimat kannte er wie kein zweiter und war ihnen als Weidmann auch in der kalten Winterszeit ein treusorgender Pfleger.

Im Jahre 1933 wurde er nach Kriegern berufen. Von dort kehrte er 1936, nach seiner Versetzung in den Ruhestand, wieder nach Schlaggenwald zurück. Nun widmete er seine Zeit der Erforschung der reichen geschichtlichen Vergangenheit des Ortes, wertete Archive aus und machte die Ergebnisse der mühevollen Arbeit 1938 in der Broschüre „Schlaggenwald – Aus dem Leben der alten Bergstadt" der Allgemeinheit zugänglich. Sachverständig und unermüdlich war Rudolf Prosch als rüstiger Pensionist weiter für das Gemeinwohl tätig. So sorgte er für das Anlegen des Vogelschutzparkes unterhalb des Wolfshofes. Die Neuordnung des städtischen Museums im Rathaus fand die volle Bewunderung bei namhaften Historikern und Geologen. Im Einvernehmen mit dem Denkmalamt in Prag beschäftigte er sich mit der Erhaltung von Denkmälern und Statuen, darunter der Dreifaltigkeitssäule und des Hochgerichts. Manchem interessierten Bürger konnte er für Ahnenforschung wertvolle Hinweise über Herkunft und Vorfahren geben. In Vorträgen im Prager Rundfunk warb er für die einst blühende Zinnmetropole im Egerland. Vor dem „Verein für die Stadt Nürnberg" sprach er 1943 über die Verbindungen zwischen Schlaggenwald und der alten Reichsstadt.

Rudolf Prosch teilte unser Schicksal. Schweren Herzens mußte auch er seine geliebte Wahlheimat verlassen. Er starb am 27.10.1951 in Altisheim bei Donauwörth im Alter von 75 Jahren.

Der große Förderer unserer Heimatstadt, die er fest in sein Herz geschlossen hatte, soll durch sein Wirken unvergessen bleiben. Wir können ihm nicht besser danken und ihn ehren, als seine verdienstvolle Arbeit, sein rechtschaffenes Wesen und seine Liebe zur Heimat uns stets zum Vorbild zu nehmen.

Mit dem Schulmann Prosch ehren wir stellvertretend und in Dankbarkeit alle unsere Erzieher aus der alten Heimat.

[obr] Die Knabenvolks- und -bürgerschule

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