(Doberauer) – HLn Hedwig Schindler;
Knabenvolksschule: Ltg. BD Otto Fischer – BD Josef Schott – L Johann Neidhart – L Franz Gebauer – L Franz Berdan – Ln Emma Gerstner – L Kasper – L Franz Reif – Ln Emma Hajek – L Anton Mayer – L Josef Floßmann;
Knabenbürgerschule: BD Otto Fischer – BD Rudolf Prosch – FL Franz Gerstner – BD Josef Schott – FL Franz Kornheisl – FL Stöbrich – FL Franz Fischer – FL Möckl – FL Anton Meier – FL Meinl;
Allgemeine gewerbliche Fortbildungsschule: Ltg L Johann Neidhart – L Franz Gebauer – FL Franz Gerstner.
(Die Lehrer an den Dorfschulen erscheinen bei der Beschreibung der einzelnen Dörfer.)
Neben der deutschen Schule entwickelte sich um 1930 auch eine tschechische für die Kinder der tschechischen Beamten bei Post, Bahn und Gendarmerie. Im Jahre 1929 kaufte der Staat dafür das Voitshaus am Alten Markt. Da es aber nur wenig tschechische Kinder gab, versuchte der Staat, die Kinder armer deutscher Eltern durch Geschenke und Zuschüsse zu gewinnen. Es machten aber nur wenige davon Gebrauch.
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurden alle deutschen Schulen geschlossen.
Wie sehr der Stadtgemeinde an einem gediegenen Schulwesen und an gut ausgebildeten Schülern lag, läßt sich auch an den verliehenen Auszeichnungen erkennen, die im Stadtmuseum verwahrt wurden. Es handelte sich dabei um Schulpreise aus dem Anfang des 19. Jhs., vor allem um silberne Anhänger in Medaillenform. Auf der Vorderseite stand in einem Laubkranz: „Der Tugend und dem Fleiße zur Belohnung." Auf der Rückseite das Stadtwappen mit der Aufschrift: „Stadt Schlaggenwald."
Von diesem Anhänger gab es zwei Varianten. Auf der einen war das Stadtwappen von einer Krone, auf der anderen von der Hellebarde gedeckt. Im Jahre 1926 tauchte beim Karlsbader Antiquitätenhändler Fr. Kohn eine dritte Variante auf. Sie zeigt die beiden Bergknappen neben dem Stadtwappen.
Unsere Lehrer traten neben ihrer Unterrichts- und Erziehungsarbeit auch durch ihre literarische oder künstlerische Tätigkeit hervor. Hier ist vor allem der in Elbogen geborene und im Jahre 1900 in Schlaggenwald angestellte Bürgerschuldirektor Johann Hahn zu nennen, den man als Heimatforscher verehrte und durch sein literarisches Wirken als „Rosegger des Kaiserwaldes" bezeichnete. Neben der Erzählung „Der Hexenbub" schrieb er das Schauspiel „Der Heideprinz".
Wahrscheinlich durch die geheimnisvollen Berichte und Sagen der Bergleute über ihre Gefahren in den Stollen und Schächten angeregt, schrieb er: „Sagen aus Schlaggenwald und Umgebung", „Schlaggenwald – eine Dialektinsel", „Die letzte Hinrichtung in Schlaggenwald", „Sagenbuch der Heimat", „Die Bergstadt Schlaggenwald im deutschen Schrifttum" und „Heimatklänge – Geschichten und Gestalten aus dem fränkischen Lande".
Nach Meinung des Lehrers R. Marterer stammt Johann Hahn aus der Lehrergeneration, für die es selbstverständlich war, im Dienste der Heimat deren Schätze auszugraben und für die Nachwelt zu erhalten.
Große Anerkennung gebührt unserem Bürgerschuldirektor Rudolf Prosch. Neben seiner Lehrtätigkeit unterstützte er das Bestreben der Lehrerschaft, an die Jugend auch viel praktisches Wissen weiterzugeben.
So vermittelte er in Schulungskursen Kenntnisse in Baumpflege und Veredelung und unterwies interessierte Schüler in Gabelsberger Stenographie. Durch ihn lernten die Schüler auf Ausflügen neben der Heimatkunde die heimische Fauna und Flora gründlich
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