Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Školství

Am 15. September 1887 konnte die erste Klasse der Mädchenbürgerschule gebildet werden.

Für die beiden Anstalten wirkten: 8 Volksschullehrer, 6 Bürgerschullehrer, 2 Industrielehrerinnen, 1 Katechet und 1 Bürgerschuldirektor.

Im Jahre 1907/08 entwickelten sich die beiden Schulen zu fünf Klassen Volks- und drei Klassen Bürgerschule. Dieser Ausbau war der Stadtverwaltung und vor allem dem rastlosen Drängen und dem Einsatz des Bürgerschuldirektors Johann Nagel zu verdanken. Schlaggenwald war für die Jugend der Stadt und der Umgebung ein wichtiger Faktor für die Schulbildung geworden.

Für die Schüler aus dem Stadtgebiet war der Besuch der Bürgerschule Pflicht. Die Kinder der umliegenden Dörfer nahmen am Unterricht freiwillig teil. Gerade diese Schüler zeigten trotz langer und beschwerlicher Schulwege großes Interesse. So mußten die Schönfelder Bürgerschüler, unter denen viele Mädchen waren, die drei Kilometer lange Straße zu Fuß gehen, die damals im Sommer sehr staubig und im Winter recht glatt war. Die Rabensgrüner, Leßnitzer, Stirner Kinder und die vom Hubhof kämpften sich im Winter oft durch hohe Schneewehen. Manchmal mußten sogar die Väter mitgehen, um den Weg freizumachen. Die Poschitzauer und Nallesgrüner Schüler hatten die gleichen Schwierigkeiten, wenn sie die Feldwege gingen. Bequemer, aber viel länger war ihr Schulweg, wenn sie die Straße benutzten.

Die Gfeller Bürgerschüler hatten es besonders schwer. Wenn sie über die steil ansteigende Straße die „Häich", die Höhe, erreicht hatten, blies ihnen oft ein beißender Wind ins Gesicht, bevor sie über den Hohlweg nach Schlaggenwald kamen. Da der Hohlweg im Winter zugeschneit war, fuhren sie meist auf Schiern zur Schule.

Wie umfangreich die Ausbildung an der Bürgerschule war, zeigt die Aufgliederung der Fächer.

Verbindlich waren: Religion - Deutsch in Verbindung mit Aufsatzlehre - Bürgerkunde und staatsbürgerliche Erziehung - Geographie und Geschichte - Naturgeschichte (Biologie) und Naturlehre (Physik) - Rechnen in Verbindung mit einfacher Buchführung - Geometrie und geometrisches Zeichnen - Freihandzeichnen - Gesang - Handarbeit - Haushaltskunde und körperliche Erziehung.

Unverbindliche Fächer: tschechische und französische Sprache - Stenographie. Ab 1938 wurde statt Tschechisch Englisch unterrichtet.

In den zwanziger Jahren machten sich die kinderschwachen Jahrgänge als Folge des Ersten Weltkrieges bemerkbar. Die geringen Schülerzahlen bewirkten von 1927 bis 1931 die Zusammenlegung der Knaben- und Mädchenbürgerschule im Knabenschulhaus. Dies begann mit den dritten Klassen. Die Bedeutung der Bürgerschule zeigte sich auch darin, daß ihr Abschluß die Voraussetzung für die Aufnahmeprüfung an höheren Schulen darstellte, so in der Umgebung für die Lehrerbildungsanstalten in Eger und Mies, die Handelsschule und Handelsakademie in Karlsbad und die Musikschule in Petschau. Weitere Möglichkeiten boten die Staatsgewerbeschule (Ingenieurschule), die Forstschule, die Hotelfachschule und die Fachschule für Handarbeitslehrerinnen.

Da man zur Ablegung der Aufnahmeprüfung in die Handelsakademie und die Lehrerbildungsanstalt 15 Jahre alt sein mußte, erfuhr die dreijährige Bürgerschule einen Ausbau, den sogenannten „Einjährigen Kurs", der später die vierte Klasse ergab.

In großen Städten wurde die Bürgerschule mit einer 5. und 6. Klasse ausgebaut. Unsere Schüler besuchten diese Klassen in Karlsbad-Fischern oder in Falkenau.

Nach dem Anschluß an Deutschland im Jahre 1938 traten im Schuljahr 1939/40 auch Änderungen im Schulwesen ein. Die Volksschule wurde nach der Bezeichnung im Reich

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