Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Z dějin naší rodné obce

Erfordernissen des Krieges unterwerfen. Anders als im Ersten Weltkrieg sorgte eine straffe Bewirtschaftung (Kontingentierung der Rohstoffe, Ausgabe von Lebensmittelkarten und Bezugsscheinen) für eine möglichst gleichmäßige Verteilung der zur Verfügung stehenden Güter.

Ab 1939 wurden die kriegsdiensttauglichen Männer jahrgangsweise zum Militär eingezogen, es sei denn, sie waren wegen ihrer Tätigkeit als „unabkömmlich" (uk) eingestuft. Manche mußten in kriegswichtigen Betrieben arbeiten. Immer mehr nahmen dienstverpflichtete Frauen die Arbeitsplätze einberufener Männer ein. Um fehlende Arbeitskräfte zu ersetzen, mußten ganze Schulklassen Ernteeinsätze und Mädchen nach dem Schulabgang ein Pflichtjahr in der Landwirtschaft, bei kinderreichen Familien oder bei Sozialdiensten leisten. Jungen und Mädchen (ab 17) arbeiteten beim Reichsarbeitsdienst (RAD) in der Landwirtschaft, beim Wege- und Straßenbau, Urbarmachen brachliegender Böden usw.

Schlaggenwald war bis zum Sommer 1944 vom Kriegsgeschehen nicht unmittelbar betroffen und auch von Luftangriffen unbehelligt geblieben. Die Fronten rückten indessen näher. Nachrichten über gefallene und vermißte Mitbürger brachten immer wieder großes Leid über viele Familien. Der zunehmenden Bedrohung aus der Luft suchte man durch Anlegen von Schutzräumen (Felsenkellern) und Einhalten der Verdunkelung zu begegnen. Nach dem mißglückten Anschlag auf Hitler am 20. Juli 1944 ließen jedoch die Bombardierung von Karlsbad am hellichten Tag und gelegentliche Tiefflugangriffe amerikanischer „Jabos" (Jagdbomber) in unserer näheren Umgebung – selbst einzelne Lkw oder Fuhrwerke waren vor ihnen nicht sicher – erkennen, daß die alliierten Geschwader auch den Luftraum über uns beherrschten.

Im Jänner 1945 rückten 20 ältere Männer zum „Volkssturm" ein. Zur gleichen Zeit traf ein Eisenbahnzug mit Zivilpersonen aus Ungarn ein. Sie fanden in Gebäuden der Porzellanfabrik H. & C. Aufnahme. Auch die ersten Flüchtlinge aus Schlesien kamen an, die vor den anrückenden Sowjettruppen fliehen mußten.

Im Feber erging Anordnung, auch die Hitlerjugend (14–16jährige Buben) in Aufgaben der Landesverteidigung einzubeziehen.

Ein großer Transport mit Flüchtlingen aus der Breslauer Gegend und aus Danzig wurde der Stadt zugewiesen. Sie mußten in Privathaushalten untergebracht werden.

Im März stellten die Schulen wegen häufiger Fliegeralarme den Unterricht ein.

Anfang April erreichte ein Flüchtlingstreck mit 20 Wagen aus Oberschlesien unseren Ort.

Wie anderswo auch, errichtete man an den Zufahrtsstraßen Panzersperren aus dicken Holzstämmen.

Gegen Ende des Monats passierten Einheiten der Wehrmacht mit Fahrzeugen und schwerem Kriegsgerät unsere Gegend in Richtung Osten. Sie kehrten nach wenigen Tagen zurück und blieben in der Stadt. Vernünftigen Offizieren gelang es, eine Rundumverteidigung von Schlaggenwald zu verhindern. (Daß dies bereits im Mittelalter nicht möglich war, beweist das Fehlen von Stadtmauern, Wehrtürmen und sonstigen Befestigungsanlagen.)

Am 7. Mai drangen überraschend amerikanische Truppen von der Oberen Gasse her kampflos in das Stadtgebiet ein. Sie hatten sich von Falkenau aus durch die Wälder unbemerkt genähert und so die Sperren umgangen. Unsere Soldaten leisteten keinen Widerstand und ließen sich entwaffnen. Unsere Stadt blieb unversehrt.

Mit der Kapitulation des Deutschen Reiches war der Zweite Weltkrieg zu Ende. Hier endet auch offiziell die Geschichte des deutschen Ortes Schlaggenwald, der fortan wieder „Horní Slavkov" hieß.

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