Georg, Rochus und Sebastian. Rochus und Sebastian stehen als Vorbilder für das Ertragen von Leiden während der vorausgegangenen schweren Pestepidemien.
Die Statue des heiligen Florian wurde im Jahre 1803 am unteren Marktplatz von Johann Jäger – „Gott und den Heiligen zu Ehren" – errichtet. Auf der Rückseite befindet sich die Meisterinschrift „Johann Wilt". Sie gibt Zeugnis von einer größeren Siedlung beim Flurnamen „Im Seifen", die schon 400 Jahre vorher in den Rechnungsbüchern den Namen „bei den Seuffnern" führte.
Die Statue des Welterlösers stifteten Anton und Klara Kraus. Sie steht auf dem Oberen Marktplatz. Der Bildhauer war J. Wild.
Die Statue St. Johann von Nepomuk steht auf dem Platz, wo sich der Seifertsgrüner Bach mit dem Flutbach vereinigt (am Malzmühlendamm). Der Heilige befindet sich auf einem Postament mit Deckplatte und tiefer Leuchternische.
Eine ungefähr aus derselben Zeit stammende Nepomuk-Statue steht auf der Nepomukbrücke, der „Reinhold-Brücke", am Anfang des Unteren Grabens beim Rubeschhaus. Hier erscheint der Heilige mit einem Engel zu seinen Füßen.
Die Kreuzigungsgruppe. Das Kruzifix mit den zwei Schächern zeigt den Gekreuzigten und unter dem Kreuz Johannes und Maria in lebensgroßen Figuren. Es ist in einem barocken Nischenbau in der Friedhofsmauer vor dem Dechanteiportal angebracht. Der Meister des Denkmals ist unbekannt. Als Stifter wird der Schlaggenwalder Kaufmann Georg Schmiedel in der Pfarrchronik geführt.
Die Häßler (oder Heßler)-Säule, auch gotische Steinsäule genannt, ist eine 3,5 Meter hohe Gedenksäule gegenüber dem Pfarrhaus. Gestiftet wurde sie im Jahre 1549 von der Familie Häßler anläßlich der Erhebung in den Adelsstand. Das Familienwappen – Hase und Hirschgeweih – ist an der Säule angebracht. Der Künstler ist unbekannt. Er hat es verstanden, die drei geometrischen Grundformen – Viereck, Kreis und Dreieck – zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden. Die Granitsäule geht von der viereckigen Grundplatte zum Achteck und oben zur dreieckigen Laterne über, in der eine kleine Marienstatue steht. Die Darstellung des Denkmals ist ein Symbol. Es versinnbildlicht die Idee: „Über der Erde, dem Vergänglichen, waltet die Ewigkeit. Über allem Gott." Das an den Säulen im Kapellchen hängende „Ewige Licht" leuchtet bis zu den Hügeln des nahen Friedhofs hinüber. Das Bildnis des Gekreuzigten verheißt den in den Gräbern Ruhenden die einstige Auferstehung.
So war mit der Kreuzigungsgruppe, der Dreifaltigkeitsstatue, der Häßlersäule und fünfzehn im Jahre 1666 gestifteten Tafelbildern der „Kultweg" der Kirchstaffel einst reichlich ausgestaltet.
Das Steindenkmal
Unterhalb der Stadt, „In der Zech", wurde über dem Eingang des drei Kilometer langen Stollens von Vahel von Lilienau ein Steindenkmal errichtet. Es besteht aus einem gerundeten Granitstein mit dem Doppeladler als Wappen des Heiligen Römischen Reiches. Darunter waren bis zum Jahre 1868 zwei Schrifttafeln angebracht. Sie wurden später im Museum verwahrt.
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